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Nennhausen Tote Fische im Torfloch
Lokales Havelland Nennhausen Tote Fische im Torfloch
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18:24 09.08.2018
In einem Torfloch bei Liepe gibt es massenhaft tote Fische Quelle: privat
Liepe

Mitten im Havelländischen Luch zwischen Liepe und Möthlow befinden sich drei Torflöcher. Auf einem dieser Torflöcher liegen an der Wasseroberfläche viele Fische regungslos. Die Fische sind tot. Es sind zumeist kleinere Fische, Plötzen und Güstern. Es seien „haufenweise tote Fische“, postet Filip Stüwe auf Facebook und hat auch gleich noch ein paar Fotos parat.

Bestätigung vom Ortsvorsteher

Das Fischsterben Anfang dieser Woche hat sich auch in den umliegenden Dörfern schnell herumgesprochen, bestätigt Christian Weber. Der Ortsvorsteher von Liepe hat sich, wie viele besorgte Einwohner, die Situation im Torfloch angeschaut. „Wir haben unser Amt in Nennhausen darüber informiert“, erklärt der Ortsvorsteher. Die Verwaltung müsse sich der Sache annehmen, so Christian Weber weiter.

Reiner Siede und Maik Polarek vom Ordnungsamt sind zum Torfloch gefahren,. Sie haben sich die Situation vor Ort angeschaut und ebenfalls Fotos gemacht. Zu den Ursachen des Fischsterbens in dem Torfloch habe man aber keine Erklärung, sagte Maik Polarek auf Anfrage.

Nur wenig Wasser

Das Torfloch führe allerdings wenig Wasser und sei in der Mitte wahrscheinlich lediglich um die 1,30 Meter tief. Für ein gewisses Rätselraten sorgt, dass lediglich in einem Torfloch tote Fische sind, aber nicht in den beiden anderen Torflöchern. In den beiden Gewässern scheint alles in Ordnung zu sein.

René Riep, Geschäftsführer des Nabu- Regionalverbandes Westhavelland sagt, dass er die aktuelle Situation in den Torflöchern zwischen Liepe und Möthlow nicht kennt und deshalb auch nichts sagen könne zu dem Fischsterben.

War es die Hitze?

Allgemein erklärt er aber, dass das schon längere Zeit anhaltende hochsommerliche Wetter auch den Fischen arg zusetzt. „Wassertemperaturen von derzeit über 25 Grad Celsius, Algen und Sauerstoffmangel in Seen, Gräben, flachen Flüssen und Torflöchern können zum Fischsterben führen“, so Riep. Dem Nabu-Regi-onalverband sei diesbezüglich aber nichts weiter bekannt aus dem Havelland. Das bestätigt auch Fischer Wolfgang Schröder. Entkräftungserscheinungen der Fische seien aber wahrzunehmen, so Schröder.

Weil sie im Naturschutzgebiet liegen, darf in den Torflöchern zwischen Liepe und Möthlow nicht geangelt werden, sagt Lothar Müller, Vorsitzender des Sportfischervereins Buschow. Deshalb sei dem Verein die aktuelle Situation an diesen Gewässern auch nicht bekannt. Liepe und Möthlow haben keine eigenen Angelvereine.

Amt und Kreis forschen

Das Amt Nennhausen hat inzwischen den Landkreis Havelland zum Fischsterben in dem Torfloch informiert, hier kümmert sich die Untere Naturschutzbehörde um das Problem. Eine Erklärung zu den Ursachen des Fischsterbens gab es bisher von Seiten des Kreises noch nicht.

Von Norbert Stein

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