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Nennhausen Freizeit-Müller für die Bockwindmühle
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14:36 27.02.2019
Günter Großmann kennt sich mit der Technik der sanierten Mühle schon gut aus. Quelle: Norbert Stein
Bamme

Im Jahr 1334 wurde die Bockwindmühle Bamme erstmals erwähnt. Im Jahr 2019 werden drei Freizeit-Müller die Mühle wieder in Bewegung bringen. 88 Jahre, nachdem die Mühle offiziell im Jahr 1931 still gelegt wurde.

Vereinsmitglieder immer wieder mit zündenden Ideen

Cornelia Großmann, Vorsitzende des Fördervereins Bockwindmühle Bamme informierte rund 30 Mitglieder des Vereins am Dienstag darüber, wie es mit der Mühle nun weitergeht. Bei der Jahresversammlung ließen die Teilnehmer noch einmal das spannende Jahr 2018 Revue passieren. „Der Verein war in der Zeit vor allem in die Begleitung der Sanierung eingebunden“, sagte Cornelia Großmann.

Gerne hätten die Mitglieder noch mehr beigetragen. In Eigenarbeit. „Aber alles, was an der Mühle zu erledigen war, musste von Experten gemacht werden.“ Dennoch erwiesen sich die Mitglieder des Vereins und die Vereinsführung als besonders interessierte Begleiter des Sanierungsprojektes.

Die sanierte Bockwindmühle Bamme ist schon von weit her zu sehen. Quelle: Norbert Stein

Der Förderverein kümmerte sich also auch im Jahr 2018 darum, dass Spendengelder gesammelt wurden, um die Mühlensanierung voran zu bringen. Sei es der Verkauf von Mühlenbrot durch die Bäckerei Thonke – ein Sponsor, der viel für die Mühle und den Förderverein getan hat – oder die Beteiligung am Maibaumaufstellen und dem Oktoberfest. Immer hatten die Mitglieder des Vereins eine zündende Idee: Mal waren es Tombolalose, mal eine andere Attraktion.

Verantwortung für die Mühle

Gut gewirtschaftet, befanden darum die Kassenprüfer und die Finanzverantwortlichen des Vereins. Gut gearbeitet, befanden die Mitglieder des Vereins bei der Replik auf die Berichte des Vorstandes zur Jahreshauptversammlung.

Burkhard Küchler ist Ortsvorsteher in Bamme und machte deutlich, dass die Mühle nun saniert sei, was allerdings auch eine Verantwortung für die Mitglieder des Vereins bedeutet. „Wir müssen uns nun kümmern“, sagte er. „Und wir wollen uns gerne kümmern.“ Zum Beispiel muss die Mühle ab einer bestimmten Windstärke gedreht werden. „Dann müssen wir raus“, sagte Küchler.

Während der Sanierungsphase: Rechts Architekt Günter Hasenerg. Quelle: Norbert Stein

Von „Lust und Last“ sprach der Ortsvorsteher. Cornelia Großmann, die ebenso wie alle anderen Vorstandsmitglieder bestätigt wurde, sagte jedoch: „Das wird uns Spaß machen.“ Drei Mitglieder des Vereins werden derzeit mit der Technik der Bockwindmühle vertraut gemacht. Eine richtige Ausbildung wird niemand in Bamme absolvieren müssen. Es dauert Jahre und passt auch nicht ganz zu der Mühle, die in Bamme steht.

Teilnahme an Mühlentag und Tag des Denkmals

Zum Mühlentag am Pfingstmontag erwartet der Verein viel Besuch. „Der Ansturm wird groß, weil viele Leute die sanierte Bockwindmühle sehen wollen. Und sie wollen sehen, wie sich die Flügel drehen.“ In diesem Jahr will der Förderverein einen weiteren Anlauf zur Teilnahme am Tag des Denkmals wagen. Beim ersten Mal war der Besuch verhalten. Doch die Mitglieder versuchen es erneut.

Günther Hasenberg war am Dienstag extra aus Berlin gekommen. Er hatte das Projekt als Architekt begleitet. „Das war schon etwas Besonderes“, sagte er. In einem kurzen Grußwort erinnerte er daran, wie im Jahr 2007 erstmals Gedanken zur Sanierung der Mühle diskutiert wurden. „Damals war klar, wir benötigen einen Förderverein und die Mitglieder des Vereins haben die Sanierung möglich gemacht.“

Cornelia Großmann (rechts) bleibt Vorsitzende des Fördervereins. Quelle: Norbert Stein

Cornelia Großmann fügte hinzu, wie sehr der Verein dem Amt Nennhausen und der Gemeinde Nennhausen verbunden war, um die Sanierung auf den Weg zu bringen. Schließlich mussten Förderzuschüsse in beträchtlicher Höhe beantragt werden.

Führungen durch die Mühle

Nun werden schon wieder neue Ideen besprochen. Eine Künstlerin will Malkurse geben und dabei die Mühle malen lassen. Diese könnte man dann wieder als Postkarten verkaufen. Natürlich beteiligen sich die Mitglieder des Vereins auch beim Maibaumaufstellen und beim Oktoberfest.

Außerdem ist die Mühle Schauobjekt. Führungen werden jederzeit gerne organisiert. Und dabei alleine soll es nicht bleiben. Schulklassen sollen hier sehen, wie Korn gemahlen wird. Doch bis alle Ideen umgesetzt werden, wollen sich die Mitglieder des Fördervereins nicht drängen lassen. „Das sind Aufgabe für mehrere Jahre“, sagte Cornelia Großmann.

Von Joachim Wilisch

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