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Nennhausen Wegen Baustelle: Schulbus ist proppenvoll
Lokales Havelland Nennhausen Wegen Baustelle: Schulbus ist proppenvoll
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19:08 26.09.2018
Die Straße zwischen Nennhausen und Buckow wird ausgebaut, darum fährt nur ein Bus. Quelle: Markus Kniebeler
Barnewitz

Morgens in Barnewitz. Es ist sieben Uhr. Im Dorf beginnt das Alltagsleben. An der Bushaltestelle stehen bereits die ersten Kinder und warten auf den Bus, der sie zur Grundschule nach Nennhausen bringt. Die Kinder haben ihre Schulranzen abgestellt zu einer Wartereihe. In der Reihenfolge der Schulranzen werden sie später in den Bus einsteigen.

Zeitiges Erscheinen notwendig

Bis dahin ist aber noch Zeit. Der Bus kommt erst in 15 Minuten. Inzwischen sind schon weitere Kinder eingetroffen Die Jüngsten werden von ihren Eltern begleitet. Auch Juli Zeh ist sehr zeitig mit ihren sechsjährigen Sohn an der Haltestelle. Die Erwachsenen erklären das ungewöhnlich zeitige Kommen. Im Bus sei einfach zu wenig Platz für alle Kinder. Viele Kinder müssen stehen, berichten sie.

„Einige Kinder sind auch noch zu klein, um sich richtig festhalten zu können.“ sagt Juli Zeh. Der Zustand sei untragbar, sagt die Mutter. Die Eltern fordern eine weiten zusätzlichen Bus für den Schülertransport. Das sieht auch Andreas Tutzschke, Bürgermeister der Gemeinde Märkisch Luch so.

Noch mehr Haltestellen

„Es geht schließlich um die Sicherheit der Kinder“, fügt er beim morgendlichen Treff an der Haltestelle hinzu, während der Linienbus aus Garlitz kommend vorfährt. 15 Kinder steigen in Barnewitz in den Bus. Wer noch einen Sitzplatz bekommt hat Glück. Von Barnewitz fährt der Bus weiter nach Buschow, Möthlow, Liepe und Damme, wo weitere Schulkinder einsteigen.

In Barnewitz fahren  täglich rund  15 Kinder mit dem Bus zur Grundschule nach Nennhausen. Quelle: Norbert Stein

Der Bus ist proppenvoll beim Eintreffen vor der Grundschule in Nennhausen. So geht es nun schon seit Wochen. Die Ursache dafür sind Bauarbeiten und eine damit verbundene Vollsperrung der Kreisstraße zwischen Nennhausen und Buckow für voraussichtlich sechs Wochen. Die Busse der Linie 681 fahren deshalb eine geänderte Strecke und enden in Nennhausen.

Die Bedienung der Haltestellen Mützlitz, Garlitz-Neubau, Garlitz-Dorf und Buckow übernimmt in dieser Zeit die Linie 682 mit veränderter Streckenführung von und nach Nennhausen. So fahren nun auch die Kinder aus Mützlitz, Garlitz, Gräningen und Buckow zusätzlich mit einem Bus zur Schule nach Nennhausen, in dem sonst allein die Grundschüler aus Barnewitz , Buschow, Möthlow, Liepe und Damme einsteigen und genügend Platz finden. Weil alle Schüler aus dieser Region nun mit einem Bus fahren, sorgt das von Haltepunkt zu Haltepunkt für Enge im Bus.

Ilka Lenke, Amtsdirektorin Amt Nennhausen, kennt vereinzelt die Beschwerden. Quelle: Norbert Stein

Nennhausens Amtsdirektorin Ilka Lenke sagt, der Verwaltung seien diesbezüglich vereinzelte Beschwerden bekannt. Zuständig sei aber die Havelländische Verkehrsgesellschaft. Matthias Schmidt von der HVG sind die Sorgen der Eltern bekannt. Er bittet um Verständnis für das zeitweilige Problem, sagt aber auch der Bus sei nicht überfüllt. „Zur Kapazität eines Busses gehören auch Stehplätze“, so Matthias Schmidt weiter.

In den Bus dürfen bis zu 80 Personen – Erwachsene und Kinder – hinein. „Wir führen auf der Linie täglich Zählungen der Fahrgäste durch“, erklärt der Bereichsleiter. Danach nutzen den Linienbus 682 mit dem die Kinder zur Schule fahren insgesamt rund 70 Fahrgäste. „Einen zweiten Bus werden und dürfen wir erst einsetzen, wenn die Anzahl der Fahrgäste 80 übersteigt“, so Schmidt. Weil das bisher aber noch nicht der Fall gewesen ist, sei auf der Linie auch kein zusätzlicher Bus eingesetzt worden.

Bis zu den Herbstferien

Bei mehr als 80 Fahrgästen sei man aber verpflichtet, einen weiteren Bus fahren zu lassen. Matthias Schmidt verweist auf eine zeitliche Begrenzung bis zum Abschluss der Straßenbauarbeiten zwischen Nennhausen und Buckow. Verläuft alles nach Plan, werden die Buslinien nach den Herbstferien wieder ohne Einschränkungen bedient und dann könnten auch die Kinder wieder in gewohnter Weise mit dem Bus zur Schule fahren, sagt er.

Von Norbert Stein

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