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Havelland Neonazi-Aufmarsch am Dienstag in Rathenow
Lokales Havelland Neonazi-Aufmarsch am Dienstag in Rathenow
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17:07 21.10.2015
2014 setzten Mitglieder des Aktionsbündnisses vor dem Kulturzentrum ein Zeichen für Toleranz und Demokratie. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

„In Rathenow gibt es keinen Platz für Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.“ Das ist eine der Botschaften, die das Aktionsbündnis „Rathenow schaut nicht weg - Rathenow zeigt Flagge“ seit Jahren erfolgreich propagiert. Am Dienstag, 27. Oktober, wollen die Mitglieder gemeinsam mit möglichst vielen Rathenowern diese Botschaft noch einmal senden. Unter dem Motto „Mein Rathenow – Mit Herz statt Hetze“ lädt das Aktionsbündnis am Dienstag um 18 Uhr auf den August-Bebel-Platz ein.

Anlass ist die geplante Kundgebung des sogenannten Bürgerbündnisses Havelland. Das wiederum hat unter dem Motto „Wir sind das Volk“ zu einem Bürgerprotest auf dem Märkischen Platz aufgerufen. Gegen Asylmissbrauch und die Islamisierung des Abendlandes will das Bürgerbündnis demonstrieren und wirbt dafür in den sozialen Netzwerken um Mitstreiter.

Starker Flüchtlingszustrom

Der Bürgerprotest steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem starken Zustrom von Flüchtlingen. „Das geht natürlich nicht spurlos an der Bevölkerung vorbei“, wie Jürgen Sachet, Revierleiter in Rathenow in einer Sitzung des Aktionsbündnisses am Dienstagabend erklärte. Die Menschen würden durch die Medien die Situation im ganzen Land wahrnehmen. Dabei entstehen immer wieder Gerüchte, die vollkommen haltlos sind, aber dennoch zu einer bestimmten Stimmung beitragen, so Sachet.

Er bestätigte, dass das sogenannte Bürgerbündnis eine Veranstaltung angemeldet hat. „Wir nehmen das nicht auf die leichte Schulter“, betonte der Revierleiter. Die Polizei werde am Dienstag präsent sein und für Sicherheit sorgen. Sachet selbst wird den Einsatz leiten. Wie viele Menschen kommen, lasse sich derzeit noch nicht sagen. Auf Facebook haben bisher mehr als 200 Menschen ihre Teilnahme an der Protestbewegung öffentlich gemacht. Feststeht, die Polizei steht in der Pflicht die Veranstaltung zu schützen. „Wir wollen keine Verhältnisse wie in Dresden, deshalb muss man mit Augenmaß und aller Konsequenz an die Sache herangehen“, so die deutlichen Worte des Polizisten.

Bürgerbündnis von der NPD unterstützt

„Unkontrollierte Zuwanderung stoppen!“, heißt es in dem Aufruf des Bürgerbündnisses Havelland. Bei derzeit rund 600 Asylsuchenden, die in Rathenow leben und damit knapp drei Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, könne man aber weder von unkontrollierter Zuwanderung, noch von einer Islamisierung sprechen, sagt Jörg Zietemann, Pressesprecher der Stadt Rathenow und selbst Mitglied im Aktionsbündnis. Angemeldet wurde die Protestkundgebung auf dem Märkischen Platz von einem Rathenower. Aber: „Die NPD unterstützt im Hintergrund massiv“, erklärte Frauke Postel vom mobilen Beratungsteam Brandenburg in der Sitzung am Dienstag.

Seit 2006 gibt es das Rathenower Aktionsbündnis. Ein Großteil der Mitglieder arbeitet aktuell auch in der Partnerschaft für Demokratie zusammen. Man ist bereits gut vernetzt, so Zietemann. Das Aktionsbündnis will sich künftig mehrmals im Jahr treffen, zudem sollen die umliegenden Gemeinden und Kommunen stärker in die Aktivitäten eingebunden werden, um gemeinsam mit Zivilcourage gegen Lügen, Ignoranz und Fremdenhass Zeichen zu setzen.

Das Aktionsbündnis trifft sich am 27. Oktober um 18 Uhr auf dem August-Bebel-Platz vor der Post.

Von Christin Schmidt

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