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Havelland Netzwerk für Havelland-Produkte entsteht
Lokales Havelland Netzwerk für Havelland-Produkte entsteht
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14:37 13.03.2018
Teilnehmer des Netzwerktreffens bekamen die Gelegenheit, in den Räumen des Naturparkzentrums in Milow sich und ihre Produkte zu präsentieren. Quelle: Bernd Geske
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Milow

Wo Touristen sich aufhalten, fragen sie oft nach regionalen Erzeugnissen. Davon hat Johannes Funke, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Havelland, im Gasthof Milow berichtet. „Es gibt eine hohe Erwartung der Touristen“, hat er gesagt, „dass sie etwas Regionales bekommen.“ Da die Preise in der Landwirtschaft sich stark am Weltmark orientieren, erklärte er, sei das eine gute Möglichkeit für die Landwirte. Umfragen würden zeigen, dass die Bereitschaft wächst, mehr für regionale Produkte auszugeben.

Im Gasthof Milow und im angrenzenden Naturparkzentrum fand am Montagnachmittag die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Vernetzung im Tourismus: Schwerpunkt regionale Produkte in der Reiseregion Havelland“ statt. Gut 50 Interessierte waren gekommen. Das Projekt geht zurück auf eine Initiative der Lokalen Aktionsgruppen Havelland und Fläming-Havel. Gefördert durch Mittel aus dem Leader-Programm für die ländliche Entwicklung, ist das Büro „Tourismuskontor“ damit beauftragt worden, das Projektmanagement zu übernehmen. Es soll vorerst bis Mitte 2019 laufen, eine Verlängerung des Projektes erscheint vielen Teilnehmern wünschenwert.

Josephine Lenk von der Lokalen Aktionsgruppe Havelland. Quelle: Bernd Geske

Es gebe viele tolle und leckere Produkte in der Region, heißt es in der Projektidee. Ziel sei es, den Gästen und Bewohnern der Reiseregion Havelland das Angebot regionaler Produkte stärker und besser zu präsentieren. Über das Projekt sollten regionale Produzenten und Erzeuger sich stärker mit Vermarktern wie Gastronomen, touristischen Anbietern und Hofläden vernetzen. Die Angebote sollen in einer Broschüre zusammen gestellt werden, um einen Überblick zu geben.

Josephine Lenk von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Havelland berichtete, dass es 2016 schon eine Vorbereitungsphase für das Projekt gab. Als Partner gewonnen seien bereits der Tourismusverband Havelland, der Kreisbauernverband, der Naturpark Westhavelland, die Stadt Brandenburg, die IHK Potsdam und die Landkreise. Jetzt solle es vor allem darum gehen, Produzenten, Gastronomen und Leistungsanbieter im Tourismus in das Netzwerk zu integrieren.

Es gibt nicht so viele regionale Produkte wie anderswo

„Es gibt hier noch nicht so viele regionale Produkte wie anderswo“, sagte Josephine Lenk. Dann nannte sie eine Reihe von „Bausteinen“ für das Netzwerk. Das sei zunächst die Broschüre, die mit ihrer Bestandserfassung zunächst dem Netzwerk selbst dienen soll. Später könne sie auch für die Endverbraucher heraus gegeben werden. Es soll regelmäßige Netzwerktreffen geben, damit dessen Mitglieder sich kennen lernen und wirtschaftliche Beziehungen eingehen können. Sie könnten versuchen, gemeinsame Lösungen für die anstehenden Fragen zu finden. Es seien gemeinsame Exkursionen geplant und es sollten Vermarktungsideen entwickelt werden.

Als gute Beispiele (neudeutsch: Best Practice) wurden die Mosterei Ketzür, die Havellandküche und die Regionalinitiative Meck-Schweizer aus Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. Frank Wasser, Geschäftsführer der Schloss Ribbeck GmbH, sprach über die Havellandküche. Als er im Herbst 2016 vom Vorsitzenden des Jagdverbandes Nauen gefragt worden sei, ob man dort nicht wieder einmal „Wildwochen“ organisieren könne, berichtete er, sei ihm die Idee gekommen, das nicht allein auf Schloss Ribbeck zu begrenzen.

Landwirte sind als Partner dazu geholt worden

Es sollten immer mehr Gastronomen der Region zusammen geführt werden. Mit Unterstützung des Kreisbauernverbandes sei darüber nachgedacht worden, wie die Landwirte als Partner dazu geholt werden könnten. Über die Havellandküche sollte bekannt gemacht werden, erklärte Frank Wasser, dass man in der Region gut kochen kann und dass regionale Produkte angeboten werden.

Katja Brunow vom Tourismusverband Havelland teilte mit, dass es 2016 bei der Havellandküche neun Teilnehmer gab. 2017 seien es 15 gewesen und 15 seien es in diesem Jahr bislang auch. Der Tourismusverband habe für die Havellandküche ein Logo, eine Broschüre und einen Flyer entwickelt, berichtete sie. Es gebe auch Plakate, mit denen Gaststätten für Tagesangebote von regionalen Produkten werben könnten. Zum Fontane-Jubiläumsjahr 2019 sei vorgesehen, einen „Fontaneteller“ zu entwickeln.

Von Bernd Geske

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