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Neubau der Oberschule wird konkreter

Brieselang Neubau der Oberschule wird konkreter

In Vorbereitung des Architektenwettbewerbs hat der Brieselanger Gemeindentwicklungsausschuss jetzt eine Variante für die Neugestaltung des Schulstandorts Nord empfohlen. Danach soll unter anderem die geplante Zweifeld-Sporthalle am Fichtesportplatz entstehen.

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Mittlerweile viel zu klein: das heutige Oberschulgebäude.

Quelle: A. Kaatz

Brieselang. Die neue Zweifeld-Turnhalle soll separat am Fichtesportplatz entstehen, am ehemaligen Rosengarten. Darüber hinaus wird der Neubau der bis zu vierzügigen Oberschule neben dem jetzigen, viel zu kleinen Schulgebäude errichtet – dort, wo heute das so genannte gelbe Haus steht. Das heutige Oberschulgebäude, das künftig als Hort dienen soll, und der Neubau würden durch einen Zwischenbau miteinander verbunden.

Diese Empfehlung hat jetzt der Gemeindentwicklungsausschuss mehrheitlich abgegeben und folgte damit im Wesentlichen auch dem Vorschlag des beauftragten Planungsbüros. Damit entschied sich das Gremium unter anderem gegen die Option, die Turnhalle an Stelle des blauen Hortgebäudes zu errichten. Somit würde sich die voraussichtliche Gesamtbauzeit von sieben Jahren deutlich verkürzen. Übergangslösungen wären kaum erforderlich.

Wie berichtet, platzt die Oberschule aus allen Nähten und muss deshalb seit Längerem auch vier Räume der benachbarten Robinson-Grundschule mitnutzen. Auch die Raumgrößen entsprechen nicht den Vorgaben des Ministeriums. Zudem ist der bauliche Zustand bedenklich, eine Grundsanierung wäre in absehbarer Zeit unumgänglich. Auch die heutige Sportsituation an dem Standort ist prekär. Aus dem Grunde haben sich die Gemeindevertreter unlängst entschieden, den Schulstandort Nord für die Zukunft fit zu machen.

Wenn die Gemeindevertretung mit dem Vorschlag des Ausschusses mitgehen kann, wird anschließend nach einem Planungsbüro gesucht, das einen Architektenwettbewerb vorbereiten und begleiten soll. Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) rechnet mit einem Kostenvolumen von „um die 5 Millionen Euro“ für das Gesamtvorhaben. Somit muss EU-weit ausgeschrieben werden.
Keine Mehrheit im Ausschuss fand ein Alternativvorschlag von Mitglied Ingolf Gast. Er regte an, die Bebauung in Form eines Schulzentrums unter Einbeziehung des Grundschulgebäudes vorzunehmen, so dass Brieselang für das Vorhaben unter anderem auch auf Fördermittel des Landes Brandenburg hoffen könnte. So sollten in einem ersten Schritt die beiden Flügel der Grundschule in Richtung Feuerwehr jeweils um einen Anbau verlängert werden und zusätzlich ein weiterer Neubau das jetzige Grundschul- mit dem Oberschulgebäude verbinden.

Anschließend würde die Oberschule in einen der beiden Flügel umziehen. Deren bisheriges Domizil bekäme der Hort. Die Turnhalle sollte indes entlang der Karl-Marx-Straße entstehen, wo sich heute das gelbe Gebäude befindet. „Bei einer Turnhalle stört der Lärm von der Straße nicht so“, meint er – konnte jedoch die Ausschussmitglieder nicht von seinem Konzept überzeugen. Aber auch der Vorschlag von Ralf Heimann (IBB) fiel durch, der für eine erneute Standortsuche plädierte. Denn seiner Ansicht nach würde der Gemeinde Brieselang wegen des zu erwartenden Bevölkerungswachstums auf über 15 000 Einwohner sogar eine Drei-Feld-Turnhalle gut zu Gesicht stehen.

Von Andreas Kaatz

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