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Neue Chance für Borsig-Mausoleum

Grabstätte in Groß Behnitz soll saniert werden Neue Chance für Borsig-Mausoleum

Mehrere Versuche, das Mausoleum der Familie von Borsig auf dem Friedhof in Groß Behnitz zu sanieren, sind gescheitert. Die Kirchengemeinde kann das Geld nicht aufbringen. Deshalb soll ein Förderantrag an die LAG Havelland gestellt werden.

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Das baufällige Mausoleum der familie von Borsig auf dem Friedhof in Groß Behnitz.

Quelle: Christiane Gerth

Groß Behnitz. Seit zweieinhalb Jahren gibt das Mausoleum der Familie von Borsig auf dem Groß-Behnitzer Friedhof ein trauriges Bild ab. Die Grabstätte ähnelt einer Dauerbaustelle: viele Balken, abgeplatzer Putz und notdürftig reparierte Risse. Darüber ärgern sich vor allem die Kirchengemeinde Groß Behnitz, die Friedhofsbesucher und Gäste des Landgutes Stober, die sich in der Kirche trauen lassen.

So hat der Gemeindekirchenrat einen Versuch gestartet, an Fördermittel zu kommen, um die Sanierung finanzieren zu können. „Doch der erste Antrag auf sogenannte Leader-Mittel der EU, den wir bei der zuständigen Lokalen Arbeitsgruppe Havelland gestellt haben, ist abgelehnt worden“, sagt die Vorsitzende Karola Labitzke. Trotzdem wolle man sich aber nicht entmutigen lassen und werde im Herbst einen erneuten Anlauf starten.

2003 begann, auch auf Wunsch des Nachkommen Manfred von Borsig, der 55 000 Euro bereitstellte, die Sanierung der Mauereinfassung des Mausoleums. Bei einem Sturm fiel dann ein Baum auf das erneuerte Bauwerk. Die Versicherung zahlte, die Reparaturen konnten erfolgen. Doch 2006 tauchten die ersten Risse im Mauerwerk auf. Wie sich später herausstellte, hatte der Architekt Fehler gemacht. Er konnte nicht belangt werden, weil er inzwischen in Rente war und es das Planungsbüro nicht mehr gab. Als die Risse immer größer wurden, forderte die Untere Denkmalbehörde des Landkreises die Kirchengemeinde zum Sanieren auf. Weil die kein Geld hatte, landete die Angelegenheit nach einigen Hin und Her vor dem Verwaltungsgericht in Potsdam und endete 2013 mit der umgesetzten Notvariante und den stützenden Balken.

Bis zum Herbst erarbeitet nun Gemeindekirchenratsmitglied Angela Raband ein erweitertes Nutzungskonzept, in das neben dem Mausoleum auch die Kirche eingebunden sein wird. Damit reagieren die Groß-Behnitzer auf Hinweise des Fördermittelgebers. Wie Josephine Lenk von der Complan Kommunalberatung GmbH in Potsdam, die im Auftrag der LAG Havelland alle Förderanträge prüft, gegenüber der MAZ sagte, gebe es mehr Anträge als Geld zur Verfügung stehe. „Deshalb ist es bei den Projekten wichtig, den Nutzen für die Allgemeinheit oder eine breite Öffentlichkeit aufzuzeigen.“ Also wird der Gemeindekirchenrat die Innensanierung der Kirche, die inzwischen ein Denkmal geworden ist, als touristischen Anziehungspunkt mit berücksichtigen. Zu den Baukosten könne man noch nicht so viel sagen, so Angela Raband. Fest stehe, dass neue Farbe allein im Innenraum der Kirche nicht ausreichen werde. Schätzungen gehen von etwa 100 000 Euro für Kirche und Mausoleum aus. Gefördert werden maximal Dreiviertel der Summe, den Rest muss die Kirchengemeinde aufbringen.

Von Jens Wegener

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