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Neue Demografie-Referentin für den Landkreis

Demografieprojekt Neue Demografie-Referentin für den Landkreis

Von der Wasserwirtschaft zur Wirtschaftsförderung, dann in die hauptamtliche Vereinsarbeit und schließlich in die Verwaltung. Sabine Kosakow-Kutschers beruflicher Werdegang ist ein Weg mit überraschenden Wendungen. Genau diese machen sie vielleicht zur richtigen Frau für den Posten, den die 55-Jährige seit Jahresbeginn bekleidet.

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Sabine Kosakow-Kutscher mit dem amtierenden Landrat Roger Lewandowski (CDU).

Quelle: Pressestelle Landkreis Havelland

Havelland. Sabine Kosakow-Kutschers ist die neue Referentin für das Demografieprojekt des Landkreises Havelland. Anfang Januar hat sie die Arbeit von Martin Gresch übernommen, der bereits im September seine Arbeit im Landkreis niedergelegt hatte.

Seit 2010 stellt sich der Landkreis gemeinsam mit den Kommunen und Städten den Aufgaben des demografischen Wandels in Form des Demografie-Projekts. Der eigens dafür gebildete Fonds ermöglicht die kommunale Begleitung des demografischen Wandels durch die Entwicklung gezielter Modellprojekte in der Region. Diese Arbeit will die neue Referentin und gebürtige Falkenseerin nun fortsetzen.

„Wir werden immer älter, weniger und bunter.“

Sabine Kosakow-Kutscher studierte in Dresden, ging als Diplomingenieurin für Wasserwirtschaft nach Eisenhüttenstadt und kehrte schließlich in ihre Heimat zurück. Acht Jahre lang arbeitete sie für die Investitionsbank des Landes Brandenburg bevor sie 2002 die Geschäftsführung des Turn- und Sportvereins Falkensee übernahm. 2014 schlug sie einen neuen beruflichen Weg als enge Vertraute des kürzlich aus dem Amt geschiedenen Landrats ein.

Nach zwei Jahren als persönliche Referentin von Burkhard Schröder wartet nun eine neue Herausforderung, für die sie sich gut gewappnet fühlt: „Während meiner Tätigkeit für den Sportverein hatte ich mich stark mit dem Thema Demografie beschäftigt“, so die zweifache Mutter. Diese Erfahrung sei eine gute Basis. „Wir werden immer älter, weniger und bunter. Mit dieser Tatsache müssen auch Vereine umgehen. Wir haben zum Beispiel versucht, unser Angebot an die Bedürfnisse Älterer anzupassen und Kurse für Hochbetagte entwickelt.“

Alle Generationen sollen sich im Havelland wohlfühlen

Ansonsten gebe es für diese Arbeit ohnehin kein Lehrbuch. „Man lebt vom regionalen und überregionalen Erfahrungsaustausch.“ Auch auf internationaler Ebene lohnt sich der Blick über den Tellerrand, weiß Kosakow-Kutscher. Vergangene Woche durfte sie eine Delegation aus Südamerika in Nauen empfangen. Die Gäste aus Chile, Peru und Kuba, die in ihren Ländern in generationenübergreifenden Projekten leitend tätig sind, verbanden die Teilnahme am internationale Caritas Kongress in Berlin zum Thema „Demographischer Wandel“ mit einem Abstecher ins Havelland, von dem beide Seiten profitierten.

„Es gibt große Parallelen, zum Beispiel im Bereich der medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen. Auch in diesen Ländern konzentrieren sich die Angebote in den großen Städten“, so die Referentin. Unterschiede gibt es dagegen im Bereich der Zuständigkeiten: „Der Staat kümmert sich nicht, dort sind die Wohlfahrtsverbände auf sich gestellt.“ In jedem Fall wolle man in Verbindung bleiben, um künftig voneinander zu lernen. Ihr Ziel sei es, dafür zu sorgen, dass alle Generationen in der Region, in der sie sich selbst so wohlfühlt, gern zu Hause sind.“

Von Christin Schmidt

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