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Neue Doppelspitze auf Schloss Ribbeck

Frank Wasser unterstützt Bettina Götze Neue Doppelspitze auf Schloss Ribbeck

Das Schloss Ribbeck bekommt einen zweiten Geschäftsführer. Der frühere Musikfestspielleiter Frank Wasser kümmert sich künftig zusammen mit Bettina Götze um die Geschicke des Schlosses. „Ich bin überzeugt, dass sie das Haus gemeinsam ein Stück voran bringen“, sagte Landrat Burkhard Schröder (SPD). Das Schloss brauche „mehr Pep“, um zu bestehen.

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Frank Wasser und Bettina Götze bilden ab sofort gemeinsam die Geschäftsführung auf Schloss Ribbeck.

Quelle: Philip Häfner

Ribbeck. Das Schloss Ribbeck bekommt einen neuen, zweiten Geschäftsführer. Frank Wasser wird sich künftig an der Seite von Bettina Götze um die Geschicke des Schlosses kümmern. „Ich bin überzeugt, dass sie das Haus gemeinsam ein Stück voran bringen“, sagte der scheidende Landrat Burkhard Schröder (SPD) bei der Vorstellung am Donnerstag. Er betonte, dass die Berufung von Wasser keineswegs bedeute, dass Götze schlechte Arbeit geleistet hätte. Allerdings ist sie nebenher auch noch als Geschäftsführerin des Kulturzentrums in Rathenow tätig und kann deshalb nicht jeden Tag vor Ort sein. „Auf Dauer konnte das nicht die Lösung sein“, so Schröder.

Frank Wasser war bislang als Geschäftsführer der Havelländischen Musikfestspiele tätig, die in diesem Jahr mit dem Brandenburger Tourismuspreis ausgezeichnet wurden. Von diesem Posten wird Wasser zurücktreten, seine Nachfolgerin soll in Kürze verkündet werden. „Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe“, sagte der 55-Jährige, der in Päwesin (Potsdam-Mittelmark) lebt. Er habe viele Ideen, wolle aber zunächst das Haus besser kennenlernen. In jedem Fall wolle er nicht alles über den Haufen werfen. „Da passen wir schon auf“, meinte Landrat Schröder. Seine Konzerttätigkeit als Klaviersolist wird Wasser vorerst reduzieren, um genügend Zeit für seine neue Aufgabe zu haben.

„Wir brauchen den kritischen Dialog zwischen den beiden“, begründete Burkhard Schröder die neue Doppelspitze. Die Situation in Schloss Ribbeck sei zwar nicht kritisch, „aber unsere Ansprüche sind höher. Wir reden hier nicht von irgendeinem, sondern von dem Zentrum des Kulturtourismus im Havelland“, so der Landrat, welches noch stärker positioniert werden müsste. „Das Haus ist immer noch dabei das Besondere herauszuarbeiten“, um im Wettstreit mit anderen Kulturstandorten in Brandenburg und darüber hinaus zu bestehen, sagte Schröder. Es brauche noch „ein Stück mehr Pep und Ausstrahlung im Inneren“. Bei den Tagesgästen und der Gastronomie sei man auf einem guten Weg, beides sei aber noch ausbaufähig. „Wir müssen weiter mit Herz und Verstand und guten Ideen daran schleifen“, forderte Schröder. Das Haus müsse jetzt seinen Weg finden. Allerdings gebe es dafür keinen Kompass, dem man einfach hinterherlaufen könne.

Erst kürzlich hatte der Kreistag einer Aufstockung der Zuschüsse für die Schloss Ribbeck GmbH um weitere 50 000 Euro auf 350 000 Euro zugestimmt. Bei einem Haushalt von insgesamt 320 Millionen Euro sei das „keine Summe, die uns erschüttert“, meinte Burkhard Schröder.

Von Philip Häfner

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