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Neue Flüchtlingsbeauftragte beim Kirchenkreis

Sophie Gündogdu unterstützt die Gemeinden Neue Flüchtlingsbeauftragte beim Kirchenkreis

Sophie Gündogdu heißt die neue Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreises Nauen-Rathenow. Die 26-Jährige wird die lokalen Willkommensinitiativen unterstützen und ausloten, inwiefern sich die Kirchengemeinden noch stärker in der Flüchtlingsarbeit engagieren als sie es sowieso schon tun. Zudem unterstützt sie die Konfirmandenarbeit in der Region.

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Sophie Gündogdu ist Gemeindepädagogin.

Quelle: Laura Sander

Havelland. Sophie Gündogdu heißt die neue Flüchtlingsbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Nauen-Rathenow. Die 26-Jährige wird die lokalen Willkommensinitiativen unterstützen und ausloten, inwiefern sich die Kirchengemeinden noch stärker in der Flüchtlingsarbeit engagieren, als sie es sowieso schon tun. So soll unter anderem geprüft werden, welche zusätzlichen Angebote für Asylbewerber geschaffen werden können. „Es kommen ja größtenteils junge Männer. Wir müssen uns deshalb die Frage stellen, inwieweit Chor und Seniorengruppe für sie wirklich attraktive Angebote sind“, sagt Gündogdu. In Rathenow beispielsweise, wo sie bis 2015 tätig war, habe man ein interkulturelles Spielecafé ins Leben gerufen, das sich großer Beliebtheit erfreut.

Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht sie in Nauen. Dort ist für das Frühjahr ein großes Willkommensfest geplant. Ein solches hatte Sophie Gündogdu im vergangenen Jahr bereits in Rathenow in der Asylbewerberunterkunft am Grünauer Weg realisiert. 300 Besucher kamen, es gab Musik und gutes Essen, die Kinder spielten Fußball und Volleyball und am Ende stiegen Luftballons mit guten Wünschen für das zukünftige Zusammenleben in Rathenow gen Himmel. „Das war ein sehr emotionaler Moment“, erzählt sie.

In Rathenow hatte Gündogdu, die in Spandau lebt und bis zu ihrer Hochzeit vor ein paar Monaten noch Blankenfeld mit Nachnamen hieß, ihr Vikariat absolviert – die praktische Vorbereitung für den Beruf des evangelischen Pfarrers. Zuvor hatte sie in Berlin an der Evangelischen Hochschule Religionspädagogik mit Schwerpunkt Gemeindepädagogik studiert, anschließend an der Humboldt-Universität einen Master in Religion und Kultur, um das Theologische weiter zu vertiefen. Ursprünglich stammt sie aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern). „Ich bin christlich erzogen worden und in einer Gemeinde groß geworden“, sagt sie.

Im Kirchenkreis Nauen ist Sophie Gündogdu derzeit als Gemeindepädogin im Entsendungsdienst tätig. Ihre Stelle wird von der Landeskirche bezahlt und ist vorerst auf zwei Jahre befristet. Außer um die Flüchtlinge kümmert sie sich auch um pfarramtliche Tätigkeiten, hält Gottesdienste, macht Taufen, Trauungen und Beerdigungen. Zudem unterstützt sie die Konfirmandenarbeit in der Region. „Ich hoffe, dass die Pfarrer auch den Mehrwert erkennen“, sagt sie. „Ich möchte niemanden kontrollieren oder bevormunden, sondern helfen, so gut ich kann.“ In Rathenow seien die Pfarrer unheimlich dankbar gewesen, berichtet sie. „es war ein Hand in Hand. Ich wünsche mir, dass es hier genauso wird.“ Gündogdu will auch Kontakt zum Kirchenkreis Falkensee aufnehmen, der ebenfalls eine Projektstelle mit dem Schwerpunkt Flüchtlingsarbeit ins Leben gerufen hat.

Von Philip Häfner

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