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Havelland Neue Halle für den Katastrophenschutz übergeben
Lokales Havelland Neue Halle für den Katastrophenschutz übergeben
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09:37 30.10.2016
Robert Jonas (vorn) vom Landkreis führt durch die neue Halle. Quelle: Foto: Andreas Kaatz
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Friesack

„Es ist gut investiertes Geld.“ Landrat Roger Lewandowski (CDU) ist sich sicher, dass das im Aufbau befindliche Feuerwehrtechnische und Katastrophenzentrum (FTZ) in Friesack auch nach einer eventuellen Fusion mit der Stadt Brandenburg an der Havel seine Berechtigung hat. „Falls es dazu kommen sollte, ist der Standort trotzdem notwendig“, sagt er. Friesack liege dann in der Mitte des Landkreises, zudem habe Brandenburg selber kein Feuerwehrtechnisches Zentrum.

Bis 2020 will der Landkreis einige Millionen Euro auf dem ehemaligen Gelände des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums (ÜAZ) investieren. Allein rund 2,3 Millionen Euro stecken jetzt in einer Halle, die Lewandowski eröffnet hat. Nachdem dort bereits die neue Rettungswache vor ein paar Monaten in Betrieb genommen worden war, finden nebenan bis zu zehn Fahrzeuge der Sanitätseinheit des Katastrophenschutzes Platz. Diese standen bislang mangels Alternativen in Feuerwehrgerätehäusern und privaten Garagen im ganzen Landkreis: Krankentransport-, Mannschaftstransport- sowie Gerätewagen mit Zelten, Tragen oder Heizungen. Bedient werden sie im Ernstfall ausschließlich von ehrenamtlichen Einsatzkräften des Arbeiter-Samariter-Bundes, denen der Landrat für ihre Arbeit dankte. Sie werden gebraucht, wenn es zu großen Unglücken mit vielen Verletzten im Landkreis kommt, wie beispielsweise Zugkollisionen oder Flugzeugabstürze. Zuletzt waren Teile der Sanitätseinheit beim schweren Busunglück auf der B 5 bei Haage vor zwei Jahren im Einsatz.

Wenn es für die Ehrenamtler schon kein Geld für ihre aufopferungsvolle Arbeit gibt, dann sollen sie wenigstens beste Bedingungen vorfinden, meint Lewandowski. „Als einen wesentlichen Baustein sehe ich dabei die Bereitstellung moderner Technik- und Ausbildungszentren.“ Dort könnten die Angehörigen der Sanitätseinheit komplexe Szenarien üben – zusammen mit Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. Und damit auch das Drumherum stimmt, enthält die neue Halle einen Trakt, in dem sich Dusch- und Umkleideräume sowie ein Schulungsbereich befinden. Für den Fall, dass bei einem großen Unglück Verletzte oder Evakuierte in der Halle untergebracht werden müssen, besitzt diese auch eine Heizung.

Im nächsten Jahr soll für noch bessere Bedingungen bei der Ausbildung der Einsatzkräfte gesorgt werden. Dann entstehen vor der Halle für 1,2 Millionen Euro eine Bereitstellungsfläche und ein Ausbildungspark für die Feuerwehr, wie Robert Jonas vom Katastrophenschutz des Landkreises sagte. „Dort kann dann unter anderem das Bergen von Verletzten aus Fahrzeugen oder aus Schächten geübt werden." Auch Löschübungen sollen möglich sein auf der Fläche. Sanitätshelfer können zudem künftig das Aufbauen von Zelten und vieles andere trainieren. Bei größeren Einsätzen wie etwa bei Hochwasser werden sich dort die Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes sammeln, bevor es losgeht. Ein Verpflegungsstützpunkt ist ebenfalls im FTZ geplant.

Auch für die Halle, in der das ÜAZ früher die Rohrleitungsbauer ausgebildet hat, gibt es eine Verwendung. 2018 soll sie für schwere Lkw hergerichtet werden, auch ein Pumpenprüfstand sowie Werkstatt und Waschhalle sind dort geplant.

Darüber hinaus wird 2019 ein Schlauchpflegezentrum sowie ein Atemschutzzentrum, das sich derzeit noch in Falkensee befindet, entstehen. Das Gebäude dort soll anschließend zu einer Lehrrettungswache für Notfallsanitäter und Notärzte umgebaut werden.

Ursprünglich sollte die Halle für die Sanitätseinheit in Friesack schon Ende des vorigen Jahres fertiggestellt sein. Doch der Landkreis benötigte den Platz zwischenzeitlich zur Lagerung von Ausrüstungsgegenständen für die Unterbringung von Flüchtlingen.

Von Andreas Kaatz

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