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Neue Hoffnung auf Kitabau

Rathenow: Land greift Stadt unter die Arme Neue Hoffnung auf Kitabau

Aufatmen in der Rathenower Stadtverwaltung, bei Eltern und bei Kindern: Die Pläne zum dringend erforderlichen Neubau einer Kindertagesstätte bekommen neuen Aufwind. Ursache ist eine Mitteilung aus dem Bildungsministerium des Landes, in dem trotz erheblicher Mehrkosten eine Förderung in Aussicht gestellt wird.

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Die Kita Olga Benario. Auf dem Areal soll der Neubau errichtet werden.

Quelle: MAZ

Rathenow. Zur Erinnerung: Die Errichtung einer neuen Kita in Nähe der bestehenden Kita Olga Benario in der Saarstraße war beschlossene Sache. Sogar die Finanzierung war gesichert. Das Land hatte zugesagt, knapp 50 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro zu übernehmen. Und die Stadt hatte es trotz angespannter Finanzlage geschafft, die restliche Summe aus eigenen Mitteln zusammenzukratzen.

Bis zum Herbst des kommenden Jahres – so der Plan – sollte der Neubau mit einer Kapazität von 50 Plätzen für Kinder unter drei Jahren stehen. Doch dann machte ein Baugrundgutachten die Pläne auf einen Streich zunichte. Weil der Boden unweit vom Stadtkanal nicht so stabil ist wie nötig, müsse das Gebäude ein aufwändiges Fundament erhalten, so die Experten. Dadurch werde das Vorhaben um 400.000 Euro teurer als geplant.

Sofort war klar, dass die Stadt das Geld aus eigener Kraft nicht aufbringen kann. Und in der Kürze der Zeit wäre es auch nicht gelungen, die Kita an einem Alternativstandort zu errichten. Denn das Geld vom Land, so die Förderauflage, muss bis September 2016 abgerufen und abgerechnet werden – sonst verfällt es.

Kita mit 50 Plätzen

Die neue Kita soll in der Nähe der Kita Olga Benario in der Saarstraße entstehen. Der Neubau hat Platz für die Betreuung von rund 50 Kindern.

Der Bau ist dringend nötig, um dem Rechtsanspruch von Eltern mit Kindern unter drei Jahren auf einen Kitaplatz gerecht zu werden. Sobald der Betreuungsbedarf in Rathenow abnimmt, soll die Kita Olga Benario in Etappen abgerissen werden.

Die Sache war also erledigt. Im April gab Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus bekannt, dass die Verwaltung keine Chance mehr sehe, den Neubau hinzubekommen. Auf die 700.000 Euro, die bei der Investitions- und Landesbank nur noch hätten abgerufen werden müssen, musste unter Schmerzen verzichtet werden.

Nun also die Wende. Man habe in der besagten Verzichterklärung die Situation bedauert, sagt Rathenows Dezernatsleiter Hans-Jürgen Lemle. Und man habe noch einmal darauf hingewiesen, dass die Notwendigkeit zusätzlicher Kitaplätze in Rathenow natürlich nach wie vor bestehe. Leider habe die unvorhersehbare Baugrundproblematik die Pläne durchkreuzt.

Um so erfreuter war man in der Verwaltung, als das Land Entgegenkommen signalisierte. Es folgte ein Vor-Ort-Termin auf dem Gelände in der Saarstraße, an dem Vertreter des Bildungsministeriums, der Stadt und des Kreises teilnahmen. Wenig später dann die Mitteilung, dass das Land bereit sei, für die entstandenen Mehrkosten aufzukommen. Außerdem werde die Frist für die Abrechnung um ein Jahr verschoben, sodass genügend Zeit für Planung und Bau der Kita bleibe.

„Wir sind sehr froh über diese Entscheidung“, sagte Hans-Jürgen Lemle im Gespräch mit der MAZ. Sobald die neue Kita stehe, werde sich die Betreuungssituation für Kinder unter drei Jahre merklich entspannen.

Von Markus Kniebeler

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