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Havelland Das Körcenter hat einen neuen Besitzer
Lokales Havelland Das Körcenter hat einen neuen Besitzer
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18:05 02.11.2016
Der neue Eigentümer Peter zum Felde (re.) und Bauleiter Daniel Bernick vor dem Körcenter. Die Sanierung hat bereits begonnen. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Keine Frage, Peter zum Felde ist ein zupackender Typ. Anfang September hat er das Körcenter erworben, und kurz darauf kam Bewegung in die Immobilie, deren Geschäftsbereich seit Jahren leer steht. Der vordere Teil, in dem 20 Wohnungen untergebracht sind, ist eingerüstet und wird derzeit gestrichen. Im eigentlichen Einkaufscenter mit seinen fast 4000 Quadratmetern Verkaufsfläche haben die Aufräum- und Sanierungsarbeiten begonnen. „Ich strebe eine komplette Revitalisierung des Komplexes an“, sagt der Mann, der in Barsinghausen bei Hannover eine Immobilien-Firma betreibt.

Während die Pläne zur Wiederbelebung des Anfang der 90er Jahre errichteten Einkaufscenters bislang alle im Anfangsstadium scheiterten, ist Peter zum Felde voller Zuversicht, das verwahrlosten Ensemble in relativ kurzer Zeit mit Leben zu füllen. Mieter für die sieben leer stehenden Wohnungen zu finden, sei überhaupt kein Problem, sagt er. Und auch für die Verkaufsflächen gebe es jetzt schon Interessenten. „Mein Ziel ist die Komplettbelegung bis Weihnachten 2017“, sagt der Geschäftsmann selbstbewusst. Und als er den skeptischen Blick des Reporters bemerkt, sagt er: „Das klappt schon. Ich bin seit 30 Jahren Spezialist für die Vermietung von Gewerbeimmobilien. Ich weiß, wie das Spiel geht.“

Wer genau in die Läden zieht, kann Peter zum Felde jetzt noch nicht sagen. Er werde mit der Vermarktung jetzt erst beginnen. Aber da er seit Jahren mit den unterschiedlichsten Partnern zusammenarbeite, wisse er schon genau, wen er ansprechen könne. „Es wird einen Branchenmix geben“, sagt er. Die Gesamtverkaufsfläche an einen einzigen Interessenten zu vermieten, sei nicht sein Ziel.

Dass zum Felde es ernst meint mit seinen Plänen, dafür spricht neben dem raschen Baubeginn ein kleines, aber nicht unwichtiges Detail. Um dem Vandalismus zu begegnen, der auf dem Gelände um sich greift, wurden am Gebäude Kameras installiert. „Wir werden jeden Angriff auf das Gebäude zur Anzeige bringen“, sagt der Geschäftsmann. Und er zähle darauf, dass Bürger, die mutwillige Zerstörungen beobachten, ihn bei der Suche nach den Tätern unterstützen.

Von dem generellen Zustand des Körcenters ist Peter zum Felde sehr angetan. „Das ist sehr stabil und sehr hochwertig gebaut worden“, sagt er. Außerdem seien alle Geschäftsräume barrierefrei zu erreichen, und für die Kunden seien ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden. Auch aus diesen Gründen habe er sich entschieden, die Immobilie zu entwickeln. Übrigens muss nicht immer jemand aus Hannover nach Rathenow kommen, wenn es im und am Körcenter Dinge zu erledigen gibt. Die Firma hat eine Niederlassung in Stendal, von der die Rathenower Angelegenheiten betreut werden.

„Wir wollen hier keinen Luxusboulevard mit Edelboutiquen eröffnen“, stellt der Besitzer klar. Das gebe der Markt nicht her. „Die Mieter, die ich herhole, passen in das Umfeld.“

Einkaufscenter mit Problemen

Errichtet wurde das Körcenter Anfang der 90er Jahre. Nach Einweihung des Centers waren von insgesamt 32 Verkaufsflächen nahezu alle vermietet.

Der Niedergang des Centers setzte Ende der 90er Jahre ein. Anfang 2012 waren neben der Sparkasse nur noch ein Angelladen und ein Schnellimbiss übrig. Seit Anfang 2013 stehen auch diese Flächen leer.

Der Versuch der damaligen Immobilienverwaltung, im Jahr 2012 mit einem Sonderpostenmarkt Leben in das Objekt zu bekommen, scheiterte am Rathenower Einzelhandelskonzept. Der Mark wäre mit eine Verkaufsfläche von 2000 Quadratmetern drei Mal so groß geworden, wie erlaubt. Der Antrag, für den 2000 Quadratmeter großen Markt eine Sondererlaubnis zu bekommen, wurde von den Rathenower Stadtverordneten abgelehnt.

Anfang 2014 stellte ein Investor im Bauausschuss Pläne vor, im Center einen Polstermöbelmarkt anzusiedeln. Doch dann zog der Interessent ohne Angabe von Gründen sein Vorhaben zurück.

Von Markus Kniebeler

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