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Neue Infotafeln zur Dorfgeschichte

Priort Neue Infotafeln zur Dorfgeschichte

16 Jahre ist es her, dass in Priort zur 625-Jahr-Feier des Ortes zahlreiche Informationstafeln im Dorfkern errichtet wurden. Mittlerweile sind diese jedoch in die Jahre gekommen. Der Heimatverein Memoria Priort hat die Tafeln deshalb im Sommer aktualisiert und zudem weitere Standorte ergänzt. Am 1. Oktober werden sie eingeweiht.

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Metallbauer Thomas Kösling (3.v.l.) aus Berlin und sein Team haben die neuen, großen Tafeln in Priort angebracht.

Quelle: Foto: Tanja M. Marotzke

Priort. 16 Jahre ist es her, dass in Priort zur 625-Jahr-Feier des Ortes zahlreiche Informationstafeln im Dorfkern errichtet wurden. Mittlerweile sind diese jedoch in die Jahre gekommen, auf einer prangt inzwischen auch eine rechtsradikale Schmiererei. Der Heimatverein Memoria Priort hat die Tafeln deshalb im Sommer aktualisiert und zudem weitere Standorte ergänzt. In diesen Tagen wurden die neuen Schilder aufgestellt und am Samstag mit einem Dorfspaziergang um 15 Uhr offiziell eingeweiht. Anschließend gibt es einen kleinen Empfang bei Ortsvorsteher Reiner Kühn (CDU).

Bislang enthielten die Tafeln lediglich Text, doch künftig ist darauf jeweils ein historisches Foto zu sehen, auf einigen sogar mehrere. „Dadurch bekommt man eine noch bessere Vorstellung davon, wie es dort früher einmal ausgesehen hat“, sagt René Schreiter, Mitglied im Heimatverein und Redaktionsleiter für die vierteljährlich erscheinenden „Priorter Nachrichten“. Der Verein habe in den vergangenen Jahren diverse historische Aufnahmen gesammelt, auf die er jetzt zurückgreifen könne, so Schreiter. Die Texte hat Memoria-Vorstandsmitglied Friedegund Mantey verfasst, die Ortschronistin. Koordiniert wurde das Projekt vom Vereinsvorsitzenden Sven Mylo.

„Vieles von dem, was wir auf den Tafeln zusammengetragen haben, ist selbst Priortern nicht bewusst", sagt René Schreiter. Zum Beispiel, dass es im Dorf früher eine Schule gab, oder dass die neue Chaussee, die östlich am Ort vorbeiführt, einst nur deshalb gebaut wurde, weil Kaiser Wilhelm II. einmal auf der Dorfstraße beinahe einen Unfall gebaut hätte. Insgesamt sind es neun Infotafeln geworden, plus eine größere Übersichtstafel zum alten Dorfkern. Neu dabei ist die barocke Dorfkirche, „die komischerweise bislang nicht berücksichtigt wurde“, so Schreiter, und das ehemalige Tagelöhnerhaus am Gut. Die Tafeln sind aus hochwertigem Edelstahl und haben knapp 3000 Euro gekostet. Das Geld stammt aus Vereinsmitteln und Spenden, auch die Gemeinde Wustermark gab etwas dazu.

Im kommenden Jahr will der Heimatverein noch weitere Tafeln im Siedlungsgebiet aufstellen, dem neueren Teil von Priort. „Dazu suchen wir Objekte, bei denen es sich lohnt, mehr über sie zu erfahren. Eine unserer Ideen wäre zum Beispiel, die Geschichte zum Gebäude des heutigen Gemeindehauses zu dokumentieren oder auch die des Feuerwehranwesens. Vielleicht kann man darstellen, welches die ersten Wohnlauben nach der Siedlungsgründung in den 1930er-Jahren waren, ob es heute noch Spuren davon gibt“, sagt Vorstandsmitglied Friedegund Mantey.

Von Philip Häfner

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