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Neue Jugendbeauftragte in Ketzin

Michelle Kühnke gewählt Neue Jugendbeauftragte in Ketzin

Ab sofort gibt es in Ketzin/Havel eine Jugendbeauftragte. Die 16-jährige Michelle Kühnke ist in der Stadtverordnetenversammlung einstimmig gewählt worden. Sie ist Sprecherin des Kinder- und Jugendrates Ketzin.

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Michelle Kühnke

Quelle: Foto: Jens Wegener

Ketzin/Havel. Lange Zeit scheiterten alle Versuche, Ketziner Jugendliche für die Kommunalpolitik zu begeistern. „Jetzt muss man aufpassen, dass man die Leute und die Funktionen nicht verwechselt“, hatten mehrere Stadtverordnete festgestellt. Es gibt einen Jugendkoordinator, eine Jugendbeauftragte und einen Kinder- und Jugendrat. Zur neuen Jugendbeauftragten der Stadt Ketzin/Havel wurde Schülerin Michelle Kühnke gewählt. Die 16-Jährige lernt derzeit an der Fontane-Oberschule. „Ich bin gespannt darauf, was mich erwartet. Ich möchte einfach mit dafür sorgen, dass die Interessen der Kinder und Jugendlichen in der Stadt und den Ortsteilen berücksichtigt werden. Wir wollen uns mehr Gehör verschaffen“, so Michelle gegenüber der MAZ. Sie kann und soll zu Beschlüssen oder Vorhaben der Stadtverordneten aus Sicht der jungen Leute Position beziehen, sie darf auch schriftliche Anträge an die Stadtverordnetenversammlung einreichen. Stimmrecht hat die Jugendbeauftragte nicht, Rederecht kann auf Antrag gewährt werden. Vertreter alle Fraktionen im Stadtparlament begrüßten die Entscheidung der Schülerin, sich als Vertreter der jungen Menschen zur Verfügung zu stellen. Doris Radtke (SPD) bot in Vertretung alle Kommunalpolitiker an, bei Fragen oder Problemen immer ansprechbar zu sein.

Die Idee, Jugendbeauftragte werden zu wollen, entsprang bei Michelle Kühnke im Jugendklub An der Stege, in dem sie viel Zeit verbringt. „Dort wurde immer mal über die Dinge gesprochen, die Kinder und Jugendliche wollen oder darüber, was sie schlecht finden.“ Als dann der Kinder-und Jugendrat Anfang des Jahres zustande kam, brauchte der einen Sprecher, erzählt Michelle. Sie ist die älteste unter den neun Mitgliedern und war die Auserwählte.

Jugendliche in Ketzin

Die Stadt Ketzin/Havel hat sich in ihrem Leitbild für die Entwicklung der Spielplätze auf öffentlichen Grünflächen entschieden. Zur Unterstützung ihrer Arbeit hatte die Verwaltung den Jugendkoordinator in dieses Thema eingebunden. Der stellte es im Kinder- und Jugendrat zur Diskussion, wo es auf großes Interesse stieß.

In der Kernstadt und den Ortsteilen leben derzeit 341 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren, also die Altersgruppe, die vor allem die Spielplätze nutzt.

In der Kernstadt sinkt die Zahl der Grundschulkinder. Waren es 2012 noch 192, sind des Ende 2014 noch 180.

In den Ortsteilen sind die Kinderzahlen etwa konstant. In Etzin leben etwa 15 Kinder, in Zachow, Tremmen und Falkenrehde zwischen 42 und 62.

Von Anfang gab es einen engen Kontakt zwischen dem Kinder- und Jugendrat und dem seit Oktober vergangenen Jahres agierenden Ketziner Jugendkoordinator Eik Schmiljun. Der ist beim Verein Mikado angestellt, die Stadt Ketzin zahlt für die Stelle einen finanziellen Zuschuss. Der aus Berlin kommende studierte Sozialpädagoge half beim Aufbau des Kinder- und Jugendrates, in dem 10 bis 16-Jährige mitmachen. Es gibt bereits eine Geschäftsordnung, erste Ziele wurden aufgeschrieben. Weitere Ideen und Mitstreiter seien willkommen, so Schmiljun.

Als erstes größeres Projekt haben die Mitglieder des Kinder- und Jugendrates und der Jugendkoordinator die Spielplätze in der Kernstadt und den Ortsteilen unter die Lupe genommen. Die Kinder erstellten einen Fragebogen und machten sich gemeinsam mit Eik Schmiljun an jeweils einem beliebigen Tag zu einer Begehungstour auf. Vor Ort erkundeten sie die Wünsche und Sorgen der Kinder, die dort spielten. „Die Plätze sind in der Mehrzahl langweilig, und es gibt viele kaputte Geräte“, so Kühnke. Aber auch die Sauberkeit und die Nutzung für verschiedene Altersklassen untersuchten die „Gutachter“. Keine Überraschung war es, dass der jüngste Spielplatz in Ketzin am Stobernackplatz am besten abschnitt. Nach ihren Recherchen sprach der Kinder- und Jugendrat mehrere Empfehlungen für die Stadtverwaltung aus. Dazu gehört, dass sowohl für den Bereich Brückenkopf als auch für Paretz dringend ein Spielplatz geschaffen werden sollte. Die dort wohnenden Kinder können den nächstgelegenen Platz nur mit dem Rad oder dem Elterntaxi erreichen.

Die kompletten Ergebnisse wurden im zuständigen Sozialausschuss vorgestellt. Bürgermeister Bernd Lück (FDP) sieht diese als eine gute Grundlage für das Wirken der Verwaltung.

Kontakt: Der Jugendkoordinator ist zu erreichen: (e.schmiljun.mikado.e.v@gmail.com)

Von Jens Wegener

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