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Havelland Neue Kita in Rathenow öffnet ihre Türen
Lokales Havelland Neue Kita in Rathenow öffnet ihre Türen
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10:31 03.11.2017
Der kleine Leon Blankenburg (mit Papa Uwe) hatte beim Rundgang durch die neue Kita großen Spaß. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Leon Blankenburg ließ sich von dem Trubel nicht aus der Ruhe bringen. Während die Erwachsenen durch den Neubau der Kita Olga Benario stapften, krabbelte der 14 Monate alte Junge an der Hand von Papa Uwe seelenruhig in einen der neuen Sanitärräume, schaute sich die kleinen Toilettenschüsseln an und strahlte über das ganze Gesicht.

Leon war am Donnerstagnachmittag sicher der jüngste Besucher in der neuen Kita. Und er wird wohl bei dem einmaligen Besuch bleiben. Der Kleine geht schon in die Kita Jenny Marx und fühlt sich dort nach Aussage der Eltern ganz wohl. „Natürlich hätten wir unseren Sohn gerne hier untergebracht“, sagte Mutter Nicole. Aber die Kita sei ja jetzt erst fertig geworden.

Und sie ist bereits ausgebucht. „Alle Plätze sind vergeben“, sagte Hans-Jürgen Lemle, der Erste Beigeordnete der Stadt Rathenow. „Die Eltern sitzen bereits in den Startlöchern und können kaum erwarten, dass es endlich los geht.“

Wann genau die ersten Kinder die fünf Gruppenräume in Beschlag nehmen, das konnte Lemle am Donnerstag noch nicht sagen. Der Antrag auf Betriebserlaubnis liege beim Bildungsministerium. In der kommenden Woche werde es noch die erforderliche Brandschutzabnahme durch das Bauordnungsamt des Kreises geben. Diese Unterlagen werde man unverzüglich beim Bildungsministerium nachreichen und hoffe dann, dass einer Inbetriebnahme nichts mehr im Wege stehe.

Weil die Stadt Rathenow momentan große Schwierigkeiten hat, allen Kindern mit Betreuungsanspruch einen Platz zu versorgen, wurde dem Antrag auf Betriebserlaubnis gleich die Bitte um Erweiterung derselben beigefügt. Sollte dieser nachgekommen werden, dürfen in der Saarstraße künftig 55 Kinder im Alter von 0 bis 3 betreut werden.

Dass es den Kindern an nichts mangeln wird, davon konnte die Rathenower sich am Donnerstag überzeugen. In Gruppen ließen sich die Besucher – darunter viele Stadtverordnete – durch die neuen Räumlichkeiten führen. Sie staunten über die durchdachte Funktionalität der Einrichtung, die gleichzeitig richtig gemütlich ist. „Da möchte man noch mal Kind sein“, murmelte es aus den hinteren Reihen, während vorn die gemütliche Lümmelecke vorgestellt wurde.

Einsatz am Band: Bauamtsleiter Matthias Remus, Ronald Seeger, Planerin Katja Dörner und die stellvertretende Kita-Leiterin Sabine Schönefeld (v.re.). Quelle: Kniebeler, Markus

Dass alle, die gekommen waren, eine echte Premiere erlebten, war den wenigsten bewusst. Aber tatsächlich: Bei der neuen Kita handelt es sich um den ersten Neubau in der Rathenower Bildungslandschaft seit der Wende. 2,5 Millionen Euro wurden investiert, 1,5 Millionen davon wurden gefördert, den Rest brachte die Stadt selber auf.

Fast vergessen war am Donnerstag, dass der Weg bis zum Eröffnungstag kein einfacher war. Mehrfach mussten die ersten Kostenschätzungen nach oben korrigiert werden – wegen instabiler Gründungsverhältnisse auf dem Grundstück, das in unmittelbarer Nähe des Stadtkanals liegt. Am Ende konnte das Vorhaben dank Anstrengungen aller Beteiligten doch noch gesichert werden.

Der kleine Leon Blankenburg wusste von derlei Schwierigkeiten nichts. Und hätte er davon Kenntnis gehabt, dann wären sie ihm reichlich egal gewesen. Der Kleine krabbelte mit einem strahlenden Lächeln durch die Räume. Und war damit der beste Beweis dafür, dass die Kita das wichtigste aller Kriterien erfüllt: sie ist kindgerecht.

50 Plätze für die Kleinen

Die neue Kita ist für 50 Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren ausgelegt. Die Stadt hat eine Betriebserweiterung auf 55 Plätze beantragt.

Es gibt fünf Gruppenräume, die alle einen separaten Zugang zu der überdachten Terrasse haben.

Je zwei Gruppenräume teilen sich einen Sanitärraum, der nach neustem Standard auf die Bedürfnisse der genannten Altersstufen abgestimmt ist.

Außerdem verfügt die Kita über eine große Ausgabeküche, über zwei Therapieräume, über einen überdachten Innenhof sowie über einen großen Mehrzweckraum, der auch als Sportraum genutzt werden kann.

Von Markus Kniebeler

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