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Neue Kita könnte im Süden entstehen

Brieselang Neue Kita könnte im Süden entstehen

Der Neubau der Kita im Forstweg wird nicht ausreichen, um den Bedarf an Kita-Plätzen in Brieselang zu decken. Somit soll jetzt voraussichtlich auf einem kommunalen Grundstück in der Gottlieb-Daimler-Straße eine weitere Betreuungseinrichtung entstehen – genau dort, wo dies schon einmal geplant war. Die Gemeinde hofft auf Fördermittel.

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Kita-Plätze sind weiterhin gefragt in Brieselang.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Brieselang. Weil Kita-Plätze en gros fehlen in der Gemeinde Brieselang, könnte bis zum Sommer 2019 ein weiterer Neubau entstehen. Vorgesehen ist dafür ein kommunales Grundstück in der Gottlieb-Daimler-Straße im Süden Brieselangs. Würde es tatsächlich dazu kommen, wäre dies der zweite Anlauf, das Areal zu diesem Zweck zu bebauen. Denn schon Ende 2013 hatte man beschlossen, dort einen Kita-Neubau mit 100 Plätzen zu errichten als Ersatz für die Kita Regenbogen. Dies wurde letztlich verworfen zu Gunsten eines Neubaus im Forstweg, der 2018 fertig sein soll.

Doch wie es aussieht, waren die damaligen Planungen wohl nicht ganz umsonst. Auf Wunsch der Gemeinde reaktivierte das Planungsbüro PST GmbH sie jetzt noch einmal und legte im Gemeindeentwicklungsausschuss einen ähnlichen Kita-Entwurf vor. „Es geht hier erst einmal nur um eine Konzeptstudie“, betonte Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) gleich zu Beginn, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, die Gemeindeverwaltung hätte eigenmächtig einen Planungsauftrag ausgelöst.

Am Ende einigten sich die Mitglieder des Gremiums jedoch darauf, dass im Hauptausschuss nächster Woche ein Eilbeschluss beraten werden soll, um einen Neubau auf den Weg zu bringen. Denn die Zeit drängt. Bis 15. November dieses Jahres läuft die Frist zur Beantragung von Fördergeldern – Mittel von Bund und Land – ab. Bis dahin muss der Antrag beim Landkreis vorliegen, der ihn weiter reicht an die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Auf Empfehlung des Kreis-Jugendhilfeausschusses hat Brieselang die Aussicht auf rund 560 000 Euro. Mit seinem Beschluss kann der Hauptausschuss nun das Ingenieurbüro damit beauftragen, den Fördermittelantrag zu erarbeiten und die Planung entsprechend anzupassen – allerdings ohne dass sich die Gemeinde damit schon verpflichtet, die Kita tatsächlich zu bauen. Diese Entscheidung soll später fallen.

Auf dem 2600 Quadratmeter großen Grundstück könnte eine Kita mit maximal 111 Plätzen entstehen. Es soll zwei Geschosse geben, wobei die Gruppenräume zum Garten hin angeordnet werden. Im Obergeschoss, das den größeren Kindern vorbehalten bleibt, wäre der Baukörper kleiner. Dadurch entsteht Platz für Terrassen. Das Haus könnte mit Spiel- und Kreativecken ausgestattet werden, so dass es sich für eine offenes Betreuungskonzept eignet. Vorgesehen ist auch ein Kinderrestaurant mit angebundener Küche – ein Raum, der sich aber auch für Elternversammlungen eignen würde, wie es seitens PST heißt. Ob das Gebäude in Modulbauweise errichtet wird oder aber auf herkömmliche Art, muss noch geprüft werden. „Die Modulbauweise ist nicht zwangsläufig die wirtschaftlichste Lösung“, sagte Stefan Kulczak von PST.

Sicher ist allerdings, dass die Gemeinde nicht mit den im Jahre 2013 veranschlagten 2,4 Millionen Euro für eine neue Kita auskommen wird. PST hatte erst unlängst in Werder/Havel einen vergleichbaren Kita-Bau mit 100 Plätzen errichtet. Die Ausschreibung ergab eine Spanne von 3,2 bis rund vier Millionen Euro.

Dass die Gemeinde sich die Option auf Fördermittel erhalten sollte, dafür sprach sich unter anderem .Ausschussvorsitzender Lutz Kriebel (BFB) aus. „Wir sollten uns im ersten Schritt dazu bekennen. Im allerschlimmsten Fall können wir den Fördermittelantrag wieder zurückziehen. Aber wir müssen uns dann überlegen, was wir den Brieselangern sagen. Wir müssten dann nach anderen Lösungen suchen“, meinte er.

Wie berichtet, musste die Gemeinde noch im Juni dieses Jahres den Eltern von 148 Kindern eine Absage für einen Kita-Platz erteilen. Diese Zahl hat sich laut Gemeinde durch verschiedene Maßnahmen auf mittlerweile 99 reduziert. Im Dezember sollen es voraussichtlich 65 Kinder sein. Und es werde mit einer weiteren Reduzierung gerechnet. Im Gegenzug hält jedoch der Zuzug von Familien mit kleinen Kindern nach Brieselang unvermindert an.

Von Andreas Kaatz

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