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Neue Kita schafft Entlastung

Dallgow-Döberitz Neue Kita schafft Entlastung

Für 3,3 Millionen Euro hat die Gemeinde Dallgow-Döberitz eine neue Kindertagesstätte gebaut. Die Kita „Maulwurf“ wurde gestern mit einer fröhlichen Feier eröffnet. Träger der Einrichtung ist der ASB.

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Die Kita am Reitplatz von Dallgow-Döberitz wurde gestern feierlich eingeweiht. Dabei wurde auch der Name „Kita Maulwurf“ enthüllt.

Quelle: Marlies Schnaibel

Dallgow-Döberitz. „Maulwurf“ heißt die neue Kindertagsstätte von Dallgow-Döberitz, die am Freitagnachmittag mit einer Feier eröffnet wurde. Mit dem lustigen Namen knüpft die Kita an den besonderen Baugrund des Hauses an. Bevor die Bauarbeiten am Reitplatz begannen, hatten Archäologen dort das Sagen. Sie untersuchten akribisch das Areal und fanden Brunnen, Feuerstellen und Rinnen. Es sind Zeugnisse einer germanische Siedlung aus der älteren Eisenzeit, rund 2500 Jahre alt.

Am Freitag wurde fröhlich gefeiert

Am Freitag wurde fröhlich gefeiert.

Quelle: Marlies Schnaibel

Dallgow ist bekannt für seine archäologischen Besonderheiten aus der Frühzeit. In der Neuzeit angekommen sind die Dallgower mit ihrem Kitabau. In der wachsenden Kommune sind Kitaplätze rar. Der Neubau war dringend nötig. Nun bietet die Kita Am Reitplatz Platz für 50 Krippen- und 45 Kindergartenkinder. Das soll die Lage in der Gemeinde vorerst entspannen.

Die Kosten für das insgesamt 1229 Quadratmeter große Gebäude werden mit etwa 3,3 Millionen Euro angegeben. Bei der Vorstellung des Projektes 2015 war noch von 2,5 Millionen Euro die Rede gewesen.

„Aber der Bau ist das Geld wert“, sagte Ralf Böttcher (CDU), Vorsitzender der Gemeindevertretung, sichtlich beeindruckt von dem Neubau. „Unsere schönste Kita“, lobte Peter Kristke, stellvertretender Bürgermeister. Er dankte unter anderem den Gemeindevertretern für ihre Beschlüsse zum Bau der Kita, um die wichtigen Strukturprobleme zu lösen. Mit dem neuen Haus entspannt sich die Situation für kurze Zeit, aber ein weiterer Kitabau ist bereits im Blick. Dafür könnte die bestehende Einrichtung in der Finkenkruger Straße neu und größer gebaut werden.

Das Team der neuen Kita stellte sich vor

Das Team der neuen Kita stellte sich vor.

Quelle: Marlies Schnaibel

Gestern aber war erst einmal Zeit zum Feiern und zum Begutachten der Maulwurf-Kita. Entworfen hatten den Flachbau die Oranienburger Architekten Petzi. „Das Herzstück ist der zentral gelegene Mehrzweck- und Bewegungsbereich, um den sich alle Funktionseinheiten gruppieren, der einlädt zum Spielen, Aufhalten und Kommunizieren beim Bringen und Abholen der Kinder“, sagte Architektin Angela Petzi. Der große Raum im Zentrum des Hauses erhält sein Licht über vier markante Sheddächer von oben. Hingucker des Raumes ist die große Küche. „Das war ein Wunsch von uns“, sagte Ulf Hoffmeyer-Zlotnik, der das Projekt als damaliger ASB-Geschäftsführer noch mit auf den Weg gebracht hatte. Der ASB ist der Träger des Kindergartens. In der Küche sollen die Kinder selbst kochen und Freude am gesunden Essen entdecken können, die Küche ist außerdem auf einem Podest gebaut, das auch zur Bühne umfunktioniert werden kann.

Der Eingang

Der Eingang.

Quelle: Marlies Schnaibel

Liane Stawemann-Walter, Geschäftsführerin des ASB im Osthavelland, verwies auf die Kompetenz des ASB, der im Havelland inzwischen sieben Kitas führt. Eine zehnköpfige Mannschaft um Leiterin Simone Maul kümmert sich um die Betreuung der Kinder in der Kita „Maulwurf“. Seit ein paar Tagen sind die ersten Mädchen und Jungen dabei, sich an das neue Haus zu gewöhnen: Sophie, Annemarie, Max, Patricia, David, Johann, Elyas – die ersten 24 Kinder haben schon ihre Gruppenzimmer mit dem besondern Farbkonzept kennengelernt . „Stück für Stück wird die Kita wachsen, im kommenden Jahr wird wohl schon der Krippenbereich voll sein“, schaut Simone Maul voraus. Sie ist erst einmal sehr glücklich über das neue Haus. Auch wenn einige kleinere Dinge vielleicht noch geändert werden müssen. So gibt es ein Sonnensegel für die kleinen Kinder, aber nicht für die größeren. Die Akustik im zentralen Raum ist bei dessen Höhe wohl etwas problematisch.

Von Marlies Schnaibel

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