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Neue Lampen sparen Strom

Rathenow erarbeitet ein Klimaschutzkonzept Neue Lampen sparen Strom

Im Rathenower Rathaus wird derzeit ein kommunales Klimaschutzkonzept erarbeitet. Dies beinhaltet auch das Thema die Straßenbeleuchtung. Hier könne die Kommune durch die Umrüstung auf die stromsparende LED-Technik Geld sparen. Ein Modellprojekt in Semlin zeigt bereits die ersten positiven Effekte.

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In Semlin läuft bereits ein Projekt mit LED-Laternen.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Der Name ist so sperrig wie das Thema: "Integriertes kommunales Klimaschutzkonzept Rathenow". Darunter kann man sich alles und nichts vorstellen. Dass das Klima geschützt werden soll, dürfte nach den fortwährenden Diskussionen über den Klimawandel und dessen schädliche Folgen bekannt sein. Aber was genau zu tun ist und welche Rolle die Stadtverwaltung Rathenow in diesem Prozess spielt, mag manchem schleierhaft sein.

Nach Auskunft von Jens Hubald, im Rathenower Rathaus verantwortlich für die Erstellung des besagten Konzepts, werden mit selbigem zwei Ziele verfolgt. Zum einen geht es darum, Fördergelder zu akquirieren. Weil der Klimaschutz eine Aufgabe von nationaler ‒ ja sogar globaler ‒ Bedeutung ist, fördert der Bund alle Bestrebungen, die diesem Ziele dienen. Ein spezielles Programm wurde aufgelegt, das Kommunen fördert, die sich um den Schutz des Klimas aktiv bemühen. Voraussetzung für die Aufnahme dieses Förderprogramms ist die Erarbeitung eines kommunalen Klimaschutzkonzeptes. Unter Federführung Hubalds geschieht genau dies.

Das Konzept enthält, wie es sich gehört, eine ordentliche Bestandsaufnahme. Darin wird aufgelistet, wie hoch Energieverbrauch und CO 2-Ausstoß in Rathenow sind, wie diese Parameter sich entwickelt haben und wo die Reise hingeht. Es würde zu weit führen, diese Tabellen im Detail aufzulisten. Klar ist, dass sich in Rathenow der Energieverbrauch und der CO 2-Ausstoß in den vergangenen zehn Jahren erhöht haben.

Nun sind die Möglichkeiten der Stadt, diese Faktoren zu beeinflussen, gering. Man könne weder dem Privatmann vorschreiben, wärmedämmende Fenster einzubauen, noch könne man einen Industriebetrieb zum Energiesparen verpflichten, so Hubald. Was die Stadt leisten kann ‒ und damit sind wir beim zweiten Ziel des Konzepts ‒ ist es, selber verantwortungsvoll mit den Ressourcen umzugehen. Und so einerseits Geld zu sparen, und andererseits ein Vorbild zu geben.

Jens Hubald nennt ein Beispiel: die Straßenbeleuchtung. Hier könne die Kommune durch die Umrüstung auf die stromsparende LED-Technik Geld sparen. Zwar müsse anfangs mehr Geld in die Leuchten investiert werden. Aber nach rund sechs Jahren habe man die Anfangsinvestition durch die Ersparnis ‒ eine LED-Laterne kommt im Vergleich mit einer konventionellen Lampe mit nur 35 Prozent des Stroms aus ‒ wieder herausgeholt. Und spare danach fortan Jahr für Jahr Geld.

Dass dies nicht nur eine Berechnung auf dem Papier ist, zeigt ein Modellvorhaben in Semlin. Im November 2011 wurden in der Ferchesarer Straße rund 30 alte Straßenlaternen durch neue LED-Lampen ersetzt. Die Bilanz nach einem Jahr: Es wurden 18.000 Kilowattstunden weniger verbraucht. Das entspricht einer Einsparung von 3800 Euro für den genannten Zeitraum.

Hubald nennt ein anderes Beispiel: die Wärmedämmung an öffentlichen Gebäuden. Auch damit lasse sich der Energieverbrauch erheblich senken. Derzeit arbeite die Verwaltung daran, zwei Schulen ‒ die Weinbergschule und die Dunckerschule ‒ energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Die Kostenersparnis werde auch in diesem Fall den Haushalt spürbar entlasten. Dies könne und solle auch Ansporn für den Bürger sein, im eigenen Haushalt tätig zu werden. "Klimaschutz funktioniert nur, wenn viele mittun", sagt Hubald. "Da wollen wir als Stadt Vorbild sein."

Von Markus Kniebeler

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