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Neue Pläne für alte Kaufhalle

Frischer Wind für Falkenseer Zentrum Neue Pläne für alte Kaufhalle

Projekte für zwei lange umstrittene Bauobjekte in Falkensee wurden jetzt vorgestellt: In der Bahnhofstraße sind viergeschossige Wohn- und Geschäftshäuser an der Volksbank und am Akazienhof geplant.

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Alte Kaufhalle: Zwischen Bank und Haferland-Weg soll gebaut werden.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. Hier eine Ruine, die mit Plakaten aller Art beklebt ist; dort eine Brache, auf der das Unkraut wuchert – Falkensees Bahnhofsstraße ist alles andere als fein. Nun könnte auf beiden Flächen etwas geschehen. Pläne für neue Wohn- und Geschäftshäuser sind am Montagabend den Abgeordneten des Stadtentwicklungsausschusses vorgestellt worden.

Tibor Desczyk, Generalbevollmächtigter der Berliner Firma Allancons, stellte sie vor. Allancons bezeichnet sich als „Gesellschaft für ganzheitliche Immobilienkompetenz“, sie agiert für ihre Auftraggeber gleich auf zwei Grundstücken an der Falkenseer Bahnhofstraße.

Auf dem Grundstück Bahnhofstraße 79/81 stehen die Reste einer Kaufhalle, die um 1980 erbaut worden war. Die HO bot Waren des täglichen Bedarfs an, das reichte von Lebensmittel über Kohlenanzünder bis zu Tabakerzeugnissen. Nach der Wende war dem Flachbau ein Ziegeldach vorgesetzt worden, 2003 kaufte der Besitzer der Berliner Filmverleihkette Video-World das Gebäude, Umbaupläne und Nachnutzungspläne scheiterten jedoch, einige Jahre war noch ein Billigartikel-Anbieter in der Halle als Mieter zu finden, aber das Bauordnungsamt des Kreises untersagte die Nutzung und bekam vor dem Oberverwaltungsgericht Recht.

Nun hat das Grundstück mit ruinöser Kaufhalle den Besitzer gewechselt. Der hat Ende Dezember einen Bauantrag für mehrere Wohn- und Geschäftshäuser gestellt. Nach den Plänen soll sich das neue Gebäude an die Berliner Volksbank anschließen und die Straßenfront aufnehmen. Zwei Etagen sind für Einzelhandel, Büros und Praxen vorgesehen, zwei Etagen für Wohnungen. Hinter dem Hauptgebäude sollen in Richtung Westen am Adolf-Haferland-Weg zwei weitere Gebäude gebaut werden. Insgesamt sprach Tibor Desczyk von 47 Wohnungen, darunter zwanzig kleinen Appartements. Eine Tiefgarage mit 61 Stellplätzen und ein Hof mit 21 Stellplätzen soll die Autofrage lösen. „Wir sind überzeugt, dass es sich lohnt, im Zentrum zu wohnen“, beschrieb er die Philosophie des Unternehmens.

Die Sicht übertrug er auch auf die gegenüber liegende Straßenseite. Zwischen Bahnhofstraße und Rossmann-Drogeriemarkt liegt seit Jahren eine Brachfläche, hier soll ebenfalls ein viergeschossiges Gebäude mit Geschäften, Büros, Praxen und Wohnungen entstehen. Ob ein großer Mieter und mehrere kleinere später das Haus mit Leben erfüllen, wird der Markt zeigen. „Wir haben uns den Ort angesehen und uns gefragt: Was fehlt?“, erklärte Tibor Desczyk, „es fehlt das Kleinteilige und das Angebot zum Verweilen.“ Da wolle man ansetzen. Optimistisch gab sich Desczyk auch bei der Terminkette. Er hoffe auf die Baugenehmigung im Frühjahr, so dass der Abriss der alten Kaufhalle mit einem kleinen Fest begangen werden könne. Genaue Angaben zu potenziellen Nutzern machte er nicht, aber bei Gewerbemieten ab 9,50 Euro Netto-Kalt-Miete und bei Wohnungen ab 6,50 Euro pro Quadratmeter wurde er konkreter.

Die Abgeordneten nahmen die Preisangaben mit eher ungläubigem Staunen zur Kenntnis. Sie unterstützten grundsätzlich das Bauen im Zentrum und hatte am Montag viele Einzelfragen: nach den Mietern, nach der Fassade, nach einem Branchenmix. All das wurde am Montag noch nicht beantwortet.

Von Marlies Schnaibel

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