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Neue Polizeiinspektion ist fast fertig

Falkensee Neue Polizeiinspektion ist fast fertig

Nach zweijähriger Bauzeit wird in diesem Herbst die neue Polizeiinspektion Havelland eröffnen. Finanzminister Christian Görke (Linke) informierte sich nun über den aktuellen Stand auf der Falkenseer Baustelle. Er vernahm Positives: Das Projekt liegt im Kosten- und Zeitplan. Und das trotz einiger Probleme.

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Viel Grau: Der Finanzminister informierte sich über die neue Polizeiinspektion, ein Blick in die Zellen gehörte dazu.
 

Quelle: Danilo Hafer

Falkensee.  Der graue Bau an der Finkenkruger Straße von Falkensee hat es in sich: Raumschießanlage, Besucherempfang, Verhörzellen, Büros, Innenhöfe. Mehr als 10 Millionen Euro investiert das Land Brandenburg in die neue Polizeiinspektion Falkensee. Eine Menge Geld, findet Christian Görke (Linke), Finanzminister des Landes, aber gut angelegtes Geld. Als der für die Landesliegenschaften zuständige Ressortchef wollte er sich gestern vor Ort über den Fortschritt der Bauarbeiten informieren.

Zur Straße zeigt sich die Inspektion als grauer, fensterloser Kasten

Zur Straße zeigt sich die Inspektion als grauer, fensterloser Kasten.

Quelle: Danilo Hafer

Der flache Bau wird einmal Platz für 113 Kriminalbeamte, Revierpolizisten, Wach- und Wechseldienste, Streifenbeamte und Hundeführer bieten. Gestern war schon zu sehen, wo die Mitarbeiter künftig sitzen werden. Teilweise sind die Büros fertig, Teppichboden liegt. Im hinteren Bereich des Gebäudes befinden sich die Zellen, sie sind bereits gefliest und vergittert. „Am meisten ist noch bei der Raumschießanlage zu tun“, sagte Projektleiter Björn Hannemann vom Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB). Die Schießanlage wird mit einer automatischen Bildwandanlage, einem Videoprojektionssystem, einer digitalen Schützenaufzeichnung sowie einer Lichteffekt- und Beschallungsanlage ausgestattet sein, hier werden künftig Polizisten aus großen Teilen Brandenburgs ausgebildet. Neben der Polizeiinspektion Havelland wird der Flachbau auch Raum für die Fachhochschule der Polizei und das Weiterbildungszentrum Nord bieten.

In der Schießanlage ist noch am meisten zu tun

In der Schießanlage ist noch am meisten zu tun.

Quelle: Danilo Hafer

„Nicht nur bei der Bauzeit, sondern auch bei den Kosten für den Neubau liegen wir im Plan“, sagte Minister Christian Görke sichtlich zufrieden über den guten Verlauf der Bauarbeiten. Hier war nach der Grundsteinlegung im Mai 2015 zügig gebaut worden, ein Brand im Frühjahr 2016 hatte den Zeit- und Kostenplan zwar belastet, aber das konnte aufgeholt werden, sagte Björn Hanneman. 80 Prozent der Bauleistung war europaweit ausgeschrieben worden, alle Aufträge – bis auf eine Ausnahme – gingen an Betriebe aus dem Osten.

Im Oktober soll die ganze Anlage planmäßig eröffnet werden. Es wäre der Abschluss eines langen Weges. Denn die Entscheidung über den Standort der neuen Polizeiinspektion hatte sich über acht Jahre hingezogen. Aber das Drängen der Falkenseer hat sich gelohnt. „Es verbessern sich nicht nur die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, sondern auch die Bedingungen für die Bürger“, blickte Christian Görke voraus.

Bevor Christian Görke am Mittwoch nach Falkensee kam, war er in Nauen. Dort hatte er das Finanzamt besucht und sich besonders über die Lohnsteueraußenprüfung informiert. In Nauen ist eine der größten Lohnsteueraußenprüfungen des Landes angesiedelt. Diese prüft die zum Lohnsteuerabzug verpflichteten Arbeitgeber besonders in der Region Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Brandenburg an der Havel und Havelland. Zum Zuständigkeitsbereich gehören rund 18 000 Arbeitgeber. „Es ist eines der leistungsfähigsten und besten Finanzämter des Landes“, sagte der Minister und er sicherte zu, dass der Standort auch bei einer Kreisgebietsreform erhalten bleibt.

 Außerdem hatte der Finanzminister gestern in Nauen an einer Gesprächsrunde mit Schülern des Goethe-Gymnasiums teilgenommen.

Von Marlies Schnaibel

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