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Neue Raumplanung steht fest

Erweiterung der Grundschule Wustermark Neue Raumplanung steht fest

Das neue Klassenhaus und das Hortgebäude auf dem Areal der Grundschule Wustermark werden kleiner als ursprünglich geplant. Die Kosten sinken von gut 6,7 Millionen auf 4,4 Millionen Euro.

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Die Wustermarker Grundschule soll wachsen. Ein neues Klassenhaus und ein Hortgebäude sind geplant.

Quelle: Archivfoto: Konrad Radon

Wustermark. Sechs Räume im geplanten Schulerweiterungshaus der Wustermarker Grundschule fallen weg, außerdem werden im künftigen Hortgebäude nur acht statt neun Räume benötigt. Damit sinken die Kosten von ursprünglich 6,7 Millionen Euro auf rund 4,4 Millionen Euro. Diese Einsparungen sind das Ergebnis von Beratungen der Arbeitsgruppe zur Raumbedarfsplanung, in der Wustermarker Gemeindevertreter, Verwaltungsmitarbeiter sowie Schul- und Hortvertreter mitgearbeitet haben. „Mit dem überarbeiteten Konzept können wir gut leben“, sagt die Wustermarker Kita-Leiterin Petra Zemke, die in der Arbeitsgruppe dabei war. Ebenso sieht es Gemeindevertreterin Elke Schiller (WWG). Man müsse natürlich erstmal abwarten, welche Zahlen nach der Ausschreibung auf dem Tisch liegen. „Aber grundsätzlich müssten die jetzigen Räume ausreichen.“

Ausgangspunkt für die baulichen Veränderungen ist die beabsichtigte Umwandlung der Otto-Lilienthal-Grundschule in eine verlässliche Halbtagsgrundschule (VHG) mit offenem Ganztagsangebot. Dazu werden mehr Klassenräume benötigt, und es sollen die Hortkinder auf dem Schulgelände betreut werden. Derzeit erfolgt der Hortbetrieb in einem angemieteten Gebäude in der Hamburger Straße. Dafür zahlt Wustermark jährlich 74 500 Euro. Dieser Vertrag läuft im Sommer 2018 aus.

Nachdem der erste Versuch zum Schulwandel in diesem Jahr gescheitert war, nimmt die Gemeinde für 2016 einen erneuten Anlauf.

Das mit dem neuen Schulleiter Michael Heinrich abgestimmte Raumkonzept sieht vor, mit Hilfe kleinerer Umbauarbeiten im jetzigen Schulgebäude die bei einer Dreizügigkeit benötigten 18 Klassenräume sowie die für die Ganztagskonzeption erforderlichen zusätzlichen Gruppenräume für individuelle Lernzeit zu schaffen. Mit der Konsequenz, dass die bisherigen Fachräume (Physik/Biologie, Kunst/Musik, PC-Raum und WAT-Raum) aus dem jetzigen Bestandsgebäude künftig im neuen Schulhaus untergebracht werden. Weitere Räume gibt es dann aber dort nicht.

Auch das Platzangebot im Hort wird etwas schrumpfen. Das sei möglich, weil sich die Zahl der betreuten Kinder von derzeit etwa 160 auf etwa 140 verringern werde, wenn es Ganztagsangebote in der Schule geben wird, so die Prognosen. Im Zuge der Verlegung des gesamten Horts auf das Schulgelände werden Plätze in der Kita „Spatzennest“ frei, hofft die Arbeitsgruppe. Wenn sich wegen des anhaltenden Zuzuges in der Gemeinde Wustermark ein höherer Bedarf an Kita-Plätzen ergeben (die bisherigen Auslastung der vier Kitas liegt zwischen 90 und 100 Prozent) wäre die Erweiterung der Kita „Sonnenschein“ in Elstal möglich. Dort könnte ein Geschoss auf den zuletzt eingeweihten Anbau aufgesetzt werden.

Weiter unklar ist der Zeitpunkt des Baues einer Sporthalle auf dem Areal der Grundschule. Einig sind sich die Gemeindevertreter, dass die jetzige Halle viel zu klein ist. Favorisiert wird eine neue Zwei-Feld-Halle, die aber die Gemeinde kaum finanzieren kann. Jetzt soll im Ausschreibungsverfahren für den Schulerweiterungsbau die Realisierung einer Zwei-Feldsporthalle geprüft werden. Sollten die Platzverhältnisse auf dem Schulerweiterungsgelände nicht reichen, wird an eine Einfeld-Sporthalle gedacht.

Von Jens Wegener

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