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Havelland Neue Soccer-Anlage für die Pestalozzischule
Lokales Havelland Neue Soccer-Anlage für die Pestalozzischule
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22:35 24.06.2016
Vom Einweihungsturnier der neuen Soccer-Anlage. Quelle: foto: Bernd Geske
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Rathenow

Obwohl die Sonne mächtig brannte, hat die Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule in Rathenow, deren Träger der Landkreis ist, am Freitag ihre neue Soccer-Anlage mit einem Fußball-Turnier zünftig eingeweiht. Die Mädchen und Jungen sollten angesichts des fertigen Platzes nicht mehr länger auf die Folter gespannt werden. Schulleiterin Petra Smyczek sprach von einem „Highlight“-Platz. Der kleine Bolzplatz an dieser Stelle habe zwar weichen müssen, sagte sie, aber der „fantastische neue Sportplatz“ entschädige für alles.

Er soll künftig nicht nur für die zwei Fußball-Arbeitsgemeinschaften und den Sportunterricht der Schule genutzt werden, sondern auf jeden Fall auch noch für ein paar gepflegte Soccer-Einlagen in den großen Pausen. Der Schülerrat soll dafür eine Regelung erarbeiten, damit alle Interessierten zu ihrem Recht kommen.

Allein die Bezeichnung Fußball-Platz, womit üblicherweise eine ebenerdige Fläche gemeint ist, trifft es hier nicht. Die neue Soccer-Anlage ist gewissermaßen rundum eingehaust. Es kann also niemals vorkommen, dass der Ball nach außerhalb des Spielfeldes verloren geht und aus der Ferne geholt werden muss – was für den Spielfluss sehr förderlich ist. Das 20 mal 13 Meter große Feld ist von einer hüfthohen Bande begrenzt, darüber sind die vier Seiten mit Netzen bespannt und als Krönung des Ganzen ist die Anlage sogar nach oben komplett mit einem Fangnetz bedeckt. Gespielt wird auf zwei Handballtore. Eine wichtige Rolle hat die Sieben-Meter-Linie, die mit unterschiedlichen Regeln belegt werden kann: Der Torwart darf nicht darüber hinaus, Torschüsse nur von innerhalb oder außerhalb dieser Linie und so weiter. „Es gibt richtige Soccer-Regeln“, erklärt Sportlehrer Bernd Netzeband, „aber man kann die Vorschriften den Gegebenheiten anpassen.“ Zum Einsatz kommen pro Team maximal vier Spieler gleichzeitig, auswechseln ist ständig möglich. Wie Frank Neitzel vom Schulverwaltungsamt des Landkreises sagte, hat die Anlage 53 500 Euro gekostet. Im Mai vor einem Jahr habe die Schule den Wunsch geäußert, eine solche Anlage zu bekommen. Ein Tartanbelag sei ausgewählt worden, weil dieser beständiger sei. So geht allein der Untergrund mit einer Ausgabe von 35 000 Euro in die Bücher ein. Mitte Juni ist die Anlage fertig geworden.

Ob die Soccer-Anlage die größte Investition in diesem Jahr sei – diese Frage muss Schulleiterin Petra Smyczek sogar noch freundlich verneinen. In den Oktoberferien, teilt sie mit, würden die Toiletten im Erdgeschoss komplett neu gemacht und ein Flur werde dort auch noch renoviert. Sie strahlt: „Dann haben wir ein komplett saniertes Gebäude.“ In die Pestalozzischule, die den Förderschwerpunkt „Lernen“ hat, gehen gegenwärtig 115 Mädchen und Jungen der Klassenstufen 2 bis 10. Sie werden betreut von 14 Lehrkräften und einer Schulsozialarbeiterin.

Den größten Sanierungs- und Modernisierungsschwung hatte der Landkreis im Jahr 2010 erledigt, als er mit 2,1 Millionen Euro das Schulgebäude von einem nicht mehr so schönen Entlein in einen wunderschönen Schwan verwandelte. Darauf angesprochen, dass das Land vor wenigen Jahren mit seiner Inklusionsdebatte die bestehenden Förderschulen in Frage stellte, hat Frank Neitzel geantwortet. „Der Landkreis war immer der Meinung, dass es Förderschulen geben sollte“, erklärte er, „weil es immer Schüler geben wird, die vielleicht auch nur zeitweise einen geschützten Raum brauchen.“ Deshalb habe man nie aufgehört, in der Pestalozzischule zu investieren.

Von Bernd Geske

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