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Neue Spielzeugausstellung lässt Kinder strahlen

Tremmen Neue Spielzeugausstellung lässt Kinder strahlen

Eine neue Ausstellung ist Ostermontag im Dorfmuseum Tremmen eröffnet worden. Zu sehen sind eine große Modelleisenbahnanlage sowie Puppen aus längst vergangenen Tagen. Vor allem die kleinen Besucher bekamen beim Betrachten der Ausstellungsstücke große Augen.

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Henrik (l.) und Emil Paasch mit Mama Helena beim Besuch der Tremmener Spielzeugausstellung. Im Hintergrund Ilse Krey.

Quelle: Wolfgang Balzer

Tremmen. Voller Erwartung steigen Henrik (4) und Emil (3) mit ihrer Mama Helena Paasch die enge Holztreppe im Tremmener Dorfmuseum hinauf in die erste Etage. Sie stehen nicht nur vor einer großen Anlage mit mehreren Modelleisenbahnen – ausgestattet mit Bahnhof, Weichen, einem bis ins Detail gestalteten Ort, Hügel und Tunnel und dem Eisenbahnpersonal, sondern auch vor einem mehr als zwei Meter breiten mehretagigen Puppenhaus. In der unteren Etage die Konditorei und ein Feinkostladen, dazwischen die detailgetreu gestaltete Treppe mit dem beleuchteten Vestibül. Ein kleines Fahrrad lehnt an der Wand, die Balkone sind mit bepflanzten Blumenkästen geschmückt. Die beleuchteten Innenräume erwecken Neugier.

Henrik und Emil sind inzwischen auf die davor stehende kleine Treppe geklettert. Die hat die Ketziner Tischlerfirma Bernhard Zimmermann als Spende für das Dorfmuseum gefertigt. Schließlich sollen die Jüngsten auch einen Blick in die vierte Etage, das Dachgeschoss, werfen können.

Ilse Krey fasst kurz unter den First und kippt das Dach nach oben. Fasziniert schauen die beiden Jungen auf das Innenleben. Es scheint fast, als ob reales Leben plötzlich auf Miniformat geschrumpft ist, so lebendig und detailgetreu wirkt alles. Eine Überraschung hat sich die stellvertretende Vorsitzende des Museumsvereins bis zu diesem Zeitpunkt aufgehoben. Sie klappt die gesamte Außenfassade nach beiden Seiten auf.

Hier sitzen die Besucher des Kaffeehauses: einer liest Zeitung, Großvater steht auf seinen Stock gestützt, eine Frau genießt ihren Kuchen von einem goldgeränderten Kuchenteller mit vielleicht einem Zentimeter Durchmesser, darauf das nur wenige Millimeter große Kuchenstück, natürlich mehrschichtig mit einem Sahnehäubchen darauf. In den Zimmern beleuchten Lampen, Lüster und Kronleuchter die Räume, im Kamin flackert das Feuer. Ob dieser liebevoll gestalteten Einrichtung leuchten am Ostermontag nicht nur die Kinderaugen. „Einmalig und faszinierend“, sagt Besucherin Helena Paasch.

Im Tremmener Dorfmuseum ist eine faszinierende Spielzeugausstellung zu sehen. „Zwei Tage haben Birgit Haase und ich gebraucht, die mehrere tausend Figuren, Einrichtungsgegenstände und Accessoires in den 14 Räumen an ihren Platz zu bringen“, erzählt Ilse Krey. Rund zehn Jahre hat Birgit Haase, ehemalige Tremmenerin, alle diese Einrichtungsgegenstände, Figuren und Kleider gesammelt und vor allem auch sehr vieles selbst gestaltet und gebastelt. Gebaut hat das Puppenhaus ebenso wie die Eisenbahnanlage Franz-Jürgen Haase.

Vor 15 Jahren sei das Puppenhaus schon einmal Gegenstand einer Spielzeugausstellung im Tremmener Dorfmuseum gewesen. „Weil die Familie wegzog, konnten wir es leider nicht mehr ausstellen“, weiß Lothar Lehnhardt, Vorsitzender des Fördervereins für das Dorfmuseum. Im März ist es, um unzählige Details ergänzt, nach Tremmen zurückgekehrt, und zwar für immer – als Schenkung von Familie Haase an das Dorfmuseum.

Der Dank Lehnhardts gilt auch Hans-Michael Bartosch aus Berlin, der die Eisenbahnanlage vor drei Jahren gründlich überarbeitete, seitdem ständig wartet und nun zur Ausstellung in einen mustergültigen Zustand versetzte.

Mandy (4) hat es mehr die umfangreiche Puppensammlung mit vielen Raritäten wie die Käte Kruse-Puppen, Schildkrötenpuppen und die zahlreichen Sammlerfiguren wie die Jahresbären, die Igel und Enten aus der 135-jährigen Steiff-Historie angetan. Eine ganze Gruppe Handspiel- und Kasperlepuppen, mit denen Tremmener Kinder in der Zeit der DDR gespielt haben, ergänzt die sehenswerte Sammlung von Kinderspielzeug.

Von Wolfgang Balzer

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