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Neue Wohngruppe „Sonnenhof“ für Jugendliche

Rathenow Neue Wohngruppe „Sonnenhof“ für Jugendliche

Nachdem der alte Bauernhof an der Kreuzung der B 102 zum Gewerbegebiet Süd in Rathenow saniert worden ist, soll er genutzt werden für ein Wohnprojekt. Das IKW richtet dort die Wohngruppe „Sonnenhof“ für Kinder und Jugendliche ein. Bis zu neun Mädchen und Jungen können dort wohnen, sie werden rund um die Uhr von pädagogischem Fachpersonal betreut.

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In diesem ehemaligen Bauernhof am südlichen Ortsausgang von Rathenow, der frisch saniert worden ist, wird die Wohngruppe eingerichtet.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Kraftfahrer werden es interessiert beobachtet haben, wie der alte Bauernhof an der Kreuzung der B 102 zum Gewerbegebiet Rathenow-Süd in den letzten Monaten saniert worden ist. Die Arbeiten sind nun abgeschlossen. Das Institut für Kommunikation und Wirtschaftsbildung (IKW) richtet im Gebäude eine therapeutische Wohngruppe für Kinder und Jugendliche ein.

Wie IKW-Geschäftsführerin Kristina Kohn sagt, hat das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport zum 1. Dezember die Betriebserlaubnis erteilt. Schritt für Schritt, wie es den Bedarf dafür gebe, werde das Gebäude bezogen. „Sonnenhof“ wird die Wohngruppe heißen und ihre Anschrift lautet Milower Landstraße 9b. Bis zu neun Mädchen und Jungen zwischen sechs und 17 Jahren können aufgenommen werden. Für jedes Kind wird ein Zimmer bereit gehalten, es gibt einen gemeinsamen Wohn- und Essbereich. Insgesamt wird das IKW dort acht Arbeitsplätze schaffen. Nach und nach werden pädagogische Fachkräfte, eine Hauswirtschafterin und ein Hausmeister eingestellt.

Kristina Kohn, Geschäftsführerin des IKW

Kristina Kohn, Geschäftsführerin des IKW.

Quelle: Bernd Geske

Die Kinder und Jugendlichen werden rund um die Uhr betreut. Zu diesem Zweck ist extra ein Erzieherappartement mit eingebaut worden. Es gibt reichlich Nebengelass und draußen gibt es genug Möglichkeiten, damit die jungen Leute frische Luft tanken können. An Spielbereiche und einen eigenen Garten ist gedacht. Den ehemaligen Bauernhof für die Jugendwohngruppe herrichten zu lassen, das bot sich für das IKW an, weil es gleich über die Bundesstraße hinweg schon seit vielen Jahren sein Rathenower Bildungszentrum hat. Seit 25 Jahren sei das IKW im Bereich der berufsvorbereitenden Maßnahmen für Jugendliche tätig, berichtet Kristina Kohn. Weil es hier schon immer Berührungspunkte mit der Jugendhilfe gegeben habe, erklärt sie, habe sich im Laufe der Zeit daraus ergeben, dass das IKW auch selbst Angebote im Bereich der Jugendhilfe übernimmt.

Im Bildungszentrum werden ständig um die 60 Jugendliche betreut und im Idealfall für das Berufsleben fit gemacht. Die Finanzierung dieser Maßnahmen läuft über das Jobcenter und die Arbeitsagentur. Außerdem legt das IKW dort Integrationsmaßnahmen für erwerbslose Menschen in den Arbeitsmarkt auf und führt Sprachkurse für Flüchtlinge durch.

IKW betreibt in Kooperation mit dem Jugendamt zwölf Wohnprojekte

Das IKW betreibt in Kooperation mit dem Jugendamt mittlerweile elf Wohnprojekte für minderjährige Jugendliche in Rathenow und eines in Bahnitz. Das Prinzip ist, dass die Kinder und Jugendlichen dort gemeinsam leben und dabei von pädagogischem Fachpersonal betreut werden. Die Wohngruppen umfassen drei bis acht Mädchen und Jungen. Sie werden durch das Betreuungspersonal in ihrem Alltag unterstützt. Sie werden begleitet bei Schule, Freizeit und in der Gesundheitsfürsorge.

Im Herbst 2015 begann das IKW, sich der Aufgabe anzunehmen. Zu der Zeit kam die große Welle von Flüchtlingen in Deutschland an. Weil eine große Zahl von ihnen unbegleitete minderjährige Jugendliche waren, musste für sie eine Betreuungsmöglichkeit geschaffen werden. Mittlerweile hat deren Zahl in den Wohngruppen nachgelassen, weil sie mit dem 18. Geburtstag dort ausziehen müssen. Seit Frühjahr 2016 gab es den Gedanken, im alten Bauernhof eine therapeutische Wohngruppe einzurichten. Der Eigentümer stellte die Immobilie schließlich zur Verfügung, veranlasste Umbau und Sanierung und nun kann die Nutzung beginnen.

Von Bernd Geske

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