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Havelland Neuer Bahntakt sorgt für Unmut
Lokales Havelland Neuer Bahntakt sorgt für Unmut
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00:26 13.12.2015
Bahnhof Finkenkrug Quelle: Tanja M. Marotzke
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Havelland

Gedränge auf dem Bahnsteig, überfüllte Züge, an einen Sitzplatz ist nicht zu denken – Alltag für viele Pendler aus dem Havelland. Ändern wird sich für sie jedoch auch in Zukunft nicht viel. Im Gegenteil – Pendler aus Brieselang und Finkenkrug müssen sich zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember sogar auf erhebliche Einschränkungen einstellen.

Zwar fahren auch in Zukunft zwei Züge der Linien RB10 (nach Berln-Hauptbahnhof) und RB14 (nach Schönefeld über Zoologischer Garten) von und nach Berlin, die Taktzeiten sind jedoch deutlich schlechter. In Nauen fahren die Züge ab dem 13. Dezember 20 Minuten (RB10) und fünf Minuten (RB14) später in Richtung Berlin ab, in der Gegenrichtung künftig 20 Minuten früher. Der bislang so praktische 30-Minuten-Takt ermöglichte Pendlern neben dem Umstieg auf die Linien RE2 und RE4 in Berlin-Spandau außerdem eine gute Anbindung an die Berliner Stadtbahn und die Ringbahn am Bahnhof Jungfernheide. Mit Zeitabständen zwischen den Zügen von 18 und 42 Minuten anstelle des bisherigen 30-Minuten-Takts ist der Verlust der Anschlüsse an die Regionalexpresse der Odeg im Bahnhof Berlin-Spandau insbesondere auch für Fahrgäste an den Bahnhöfen Albrechtshof und Seegefeld ein Nachteil. Auch die Verlängerung der RB10-Strecke bis Berlin-Südkreuz mit Halt am Potsdamer Platz kann die ungünstige Taktung nicht wett machen.

Der Grund für die veränderten Fahrtzeiten sei die Inbetriebnahme der neuen Fernbahnlinie Erfurt-Halle-Leipzig, wie der Verkehrsbund Berlin-Brandenburg (VBB) mitteilte. Daraus ergeben sich Änderungen für den Nahverkehr, der nachgeordnet sei. Ein komplexes System, das dazu führe, dass die Taktzeiten geändert und die Anschlüsse an den Regionalexpress nicht mehr erreicht würden.

Für Theaterliebhaber und Konzertbesucher tritt mit dem Fahrplanwechsel noch ein weiteres Problem auf. Sie kommen künftig zwischen 22.37 Uhr und 23.37 Uhr, also in der Hauptzeit nach Abendveranstaltungen in Berlin, nicht mehr direkt nach Brieselang zurück. Stattdessen werden von der Bahn Verbindungen über Nauen angeboten, mit einer Fahrtzeit von rund einer Stunde. Zudem wird das ABC-Tarifgebiet verlassen. Und auch an den Bahnhöfen Albrechtshof, Seegefeld und Finkenkrug entfallen im Abendverkehr einzelne Halte. Die erste Fahrt des RE2 (Cottbus-Wittenberge-Wismar) ab Berlin in Richtung Wittenberge hingegen hält neu an diesen Stationen. Ein schwacher Trost für Berufspendler, die zu dieser Tageszeit meist genau in die entgegengesetzte Richtung müssen.

Die Wählervereinigung Bürger für Brieselang (BFB) hält die Änderungen für inakzeptabel und fordert vom VBB die Zurücknahme der Angebotsverschlechterungen und die Erhöhung der Attraktivität auf der Strecke zwischen Nauen und Berlin-Hauptbahnhof. Eine im Internet gestarteten Online-Petition fand bislang über 1600 Unterstützer. Und auch die Bürgerinitiative Schönes Falkensee (BISF) schließt sich der Kritik an.

Ansonsten gibt es beim neuen Fahrplan auf den Linien RE4 (Rathenow-Jüterborg über Wustermark, Elstal, Dallgow) und RE6 (Wittenberge-Berlin über Falkensee) nur minimale Veränderungen. Deutlich mehr hat sich dagegen bei der Havelbus Verkehrsgesellschaft getan. Viele Buslinien haben neue oder veränderte Fahrzeiten – mehr dazu auf Seite 21.

Von Laura Sander

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