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Havelland Neuer Betreiber: Hans übernimmt Bahnstrecke
Lokales Havelland Neuer Betreiber: Hans übernimmt Bahnstrecke
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08:46 18.02.2017
Erkennungsfarbe Rot-Weiß: Ein Zug der Hanseatischen Eisenbahn. Quelle: Foto: Hans
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Rathenow

Die Regionalbahnlinie 34 von Rathenow nach Stendal wird ab Dezember 2018 von der Hanseatischen Eisenbahn GmbH, kurz Hans, betrieben. Das Unternehmen mit Sitz in Putlitz hatte die Ausschreibung der Strecke durch die den Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (Nasa) und den Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) gewonnen und wird die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (Odeg) ablösen, von der die Linie derzeit betrieben wird.

Die Strecke zwischen den beiden Kreisstädten ist rund 40 Kilometer lang. Auf dem Weg von Rathenow nach Stendal halten die Züge in Großwudicke, Schönhausen und Hämerten. Die Fahrtzeit zwischen den beiden Kreisstädten beträgt exakt 25 Minuten. Weil der Verkehr auf der RB 34 über die so genannte Stammbahn läuft, die im Gegensatz zur parallel verlaufenden Schnellbahnlinie Berlin – Hannover nicht elektrifiziert ist, werden dieselbetriebene Triebfahrzeuge zum Einsatz kommen. Wie Longina Hessel, Pressesprecherin der Hanseatischen Eisenbahn GmbH, mitteilte, werden die Bahnreisenden in Fahrzeugen des Typs Lint 27 (BR 640) der Herstellers Alstom unterwegs sein. Diese bieten Hessel zufolge einen ebenerdigen Einstieg. Toiletten und Stellflächen im Innern sind stufenfrei erreichbar. Die Wagen haben 61 Sitzplätze, es gibt Platz für bis zu neun Fahrräder. Alle Fahrten werden von Kundenbetreuern begleitet.

Der Verkehrsvertrag zwischen der Hanseatischen Eisenbahn GmbH und den beiden genannten Auftraggebern hat eine Laufzeit von Dezember 2018 bis Dezember 2022. Am Zweistundentakt wird sich nichts ändern.

Die Hanseatische Eisenbahn GmbH betreibt derzeit zwei kleine Linien in Brandenburg (Meyenburg – Pritzwalk und Pritzwalk – Neustadt) sowie eine weitere in Mecklenburg-Vorpommern (Neustrelitz – Mirow.)

Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer der Odeg, die die Strecke im Dezember 2015 von der Deutschen Bahn übernommen hatte, machte aus seiner Enttäuschung über den Verlust derselben keinen Hehl. „Wir wären auf der Linie gerne weitergefahren“, sagte er. Die Odeg hatte sich erneut um den Betrieb der Strecke beworben. „Wir haben uns, was das Angebot angeht, nichts vorzuwerfen“, sagte Schuchmann auf MAZ-Anfrage. Und fügte hinzu: „Wir haben schon knapp kalkuliert. Aber da muss einer noch knapper kalkuliert haben.“

Schuchmann gab sich als fairer Verlierer. „So ist das Geschäft“, sagte er. Und versicherte, dass die acht Mitarbeiter, die für den Betrieb der Strecke zuständig seien, keine Angst haben müssen, ihren Job zu verlieren. Die Odeg suche händeringend nach Personal. Es werde also kein Problem sein, die Mitarbeiter auf anderen Strecken einzusetzen.

Die Odeg betreibt unter anderem die wichtige Regionalexpresslinie RE 4 (Rathenow – Berlin – Jüterbog) sowie RB 51 (Rathenow – Brandenburg/Havel).

Von Markus Kniebeler

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