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Havelland Neuer Gehweg nicht vor 2020
Lokales Havelland Neuer Gehweg nicht vor 2020
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06:40 18.05.2016
Über Rasenflächen und teils unbefestigte Abschnitte quälen sich die Radler und Fußgänger in Hoppenrade. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Hoppenrade

Eine unverbindliche Studie zum Bau eines neuen, durchgängigen Gehweges innerorts entlang der Landesstraße 204 hat das ergeben, was die Hoppenrader befürchtet haben. Etwa 660 000 Euro würde ein einseitiger, zwei Meter breiter Gehweg kosten und damit teuer werden. Wobei die Planung, das Vermessen und das Verlegen von Leitungen noch gar nicht berücksichtigt sind, sagt Wustermarks Bauamtsleiter Wolfgang Scholz.

Ganz abgesehen von der Tatsache, dass dieser mögliche Weg nicht unmittelbar neben der Straße sondern in einem Abstand von mehreren Metern errichtet werden müsste, damit der Straßenkörper nicht angefasst wird. Das hat der Landesbetrieb Straßenwesen in Potsdam signalisiert, so Scholz. Daraus ergebe die Konsequenz, eine komplett neue Entwässerung für den Gehweg bauen zu müssen, was die Kosten weiter in die Höhe treiben würde. Deshalb gab der Bauamtschef den Hoppenradern in der jüngsten Ortsbeiratssitzung die klare Empfehlung: „Finger weg von diesem Projekt“.

Immer wieder hatten die Hoppenrader sich in jüngster Zeit für einen kombinierten Geh/Radweg innerorts stark gemacht. Ortsbeiratsmitglied Thomas Türk erinnert daran, dass sich in einer Umfrage in Wustermark viele für einen durchgehenden Geh-/Radweg in Hoppenrade ausgesprochen hätten. „Bisher müssen die Leute zum Teil über Grünflächen vor den Grundstücken laufen, wenn sie von A nach B wollen“, moniert Ortsvorsteher Uwe Menzel (Wustermarker Wählergemeinschaft). Noch schlimmer sind die Radfahrer dran, zu denen auch die Kinder gehören, die nach Wustermark zur Schule müssen. Die sind gezwungen, auf der stark frequentierten Landesstraße zu bleiben. „Dort aber gibt es nicht mal einen abgetrennten Bereich“, schimpft Anwohner Andreas Krücken.

Solch eine gestrichelte Abtrennlinie auf der Straße wäre recht problemlos zu machen, weil die Fahrbahn sehr breit ist. Allerdings bedeutet das das Ende der Parkmöglichkeiten an der Straße, so der Ortsvorsteher.

Ursprünglich lag im Jahr 2009 eine fertige Planung eines beidseitigen Gehwegs an der Landesstraße, der damals insgesamt 1,5 Millionen Euro gekostet hätte, vor. Doch als die Gemeinde Wustermark schließlich den Fördermittelantrag stellen wollte (für 800 000 Euro) war der Landestopf leer und damit das Vorhaben gescheitert.

Nach Rücksprache mit dem Landesbetrieb Straßenwesen sind Fördermittel vor 2020 für einen Radweg in Hoppenrade nicht zu bekommen, sagt Wolfgang Scholz. Allein könne die Gemeinde Wustermark dieses Projekt nicht angehen, weil dann auch enorme Kosten auf die Anlieger zukämen. Also bleibt die Hoffnung, ab 2020 in die neue Förderperiode des Landes zu rutschen. Was aber eine neue Planung für den Geh/Radweg voraussetzt. Und die wird wieder mehrere tausend Euro verschlingen. Dazu müssen die Gemeindevertreter sich positionieren. Einen ersten Vorstoß hat es bereits gegeben. Elke Schiller (WWG), Matthias Kunze (SPD), Thomas Türk (Grüne) und Tobias Bank (Linke) haben einen Hilferuf an die Landtagsabgeordnete der Linken Anita Tack gesendet. „Wir können nicht bis 2020 warten, bis das Thema auf Landesebene und von Seiten der Gemeinde wieder angefasst werden soll“, heißt es in dem Schreiben.

Von Jens Wegener

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