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Neuer Ortsbeirat kümmert sich ums Dorf

Klein Behnitz Neuer Ortsbeirat kümmert sich ums Dorf

Der neue Klein-Behnitzer Ortsbeirat um Ortsvorsteher Mike Gröger vertritt seit ein paar Wochen die Interessen des kleinen Dorfes im Süden von Nauen. So will er einen Pflegevertrag zum Dorfgemeinschaftshaus mit der Stadt abschließen, sich um die Reparatur der Nebenstraßen kümmern und eine bessere Gestaltung der Dorfmitte erreichen.

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Mike Gröger am Gedenkstein, der vor ein paar Monaten in der Dorfmitte aufgestellt worden ist.

Quelle: Andreas Kaatz

Klein Behnitz. „Wir sind ein Dreiergespann.“ Darauf legt Mike Gröger großen Wert, auch wenn er letztlich zum Ortsvorsteher von Klein Behnitz gewählt worden ist. Dabei war dies ursprünglich gar nicht geplant und auch nicht unbedingt Grögers großer Wunsch. Nur weil der 2014 gewählte Ortsbeirat sich aufgelöst hatte, ließ er sich zusammen mit Marius Strauch und Guido Müller für die Neuwahl des Gremiums aufstellen. „Wir hatten uns innerhalb der Feuerwehr hingesetzt und gesagt: Wir müssen etwas tun“, sagt er. Denn so ganz ohne Interessenvertretung sollte der kleine Ortsteil auf keinen Fall bleiben.

„Jetzt versuchen wir etwas zu bewegen, auch wenn es schwer sein wird, als Freie Wähler unsere Interessen durchzusetzen“, sagt Gröger. Der studierte Agrar-Ingenieur ist nicht neu in der Kommunalpolitik. Bis 2003 – als das Dorf noch eigenständig war und zum Amt Nauen-Land gehörte – war er Gemeindevertreter, saß im Amtsausschuss. Nach der Eingemeindung nach Nauen wollte er dann nicht mehr, engagierte sich stattdessen im neugründeten Feuerwehrverein, dessen Vorsitzender er eine Zeit lang war, bis vor zwei Jahren.

Der Verein hatte das Mehrzweckgebäude mit Feuerwehrgarage und Dorfgemeinschaftshaus von der Kommune gepachtet und sich um dessen Pflege und Bewirtschaftung gekümmert. Jetzt jedoch nicht mehr. „Weil der Verwaltungsaufwand zu groß wurde“, erklärt Gröger. Der Pachtvertrag ist seit zwei Jahren aufgelöst. Trotzdem möchten die Klein-Behnitzer aber, dass es im Haus und drumherum gepflegt aussieht. „Das Objekt bleibt ein großer Schwerpunkt für uns“, so der Ortsvorsteher. „Wir wollen es auch weiter sauber halten, den Rasen mähen, die Hecke schneiden. Aber wir möchten auch eine Entschädigung dafür haben.“ So wird jetzt ein entsprechender Vertrag mit der Stadt Nauen angestrebt.

Denn das Gebäude hat von seiner Bedeutung nichts eingebüßt. „Es bietet die einzige Möglichkeit, um sich im Dorf kultiviert zu treffen. Viele Einwohner nutzen es immer wieder, ebenso wie den Spielplatz daneben“, sagt der 53-Jährige. Gefeiert wird jedenfalls recht viel im Dorf – von der Frauentagsparty über das Feuer zur Walpurgisnacht bis hin zur Kindertagsparty oder zum Herbstfeuer. Die Altersstruktur der Bevölkerung sei gut, viele Familien mit Kindern wohnen im Ort, weiß der Ortsvorsteher.

Als einen weiteren Schwerpunkt, um den sich der Ortsbeirat kümmern will, sieht Mike Gröger den Zustand der Nebenstraßen, der dringend verbessert werden müsse. Dazu zählen der Heinebergweg, aber auch die Anbindung des Ribbecker Wegs an die Kreisstraße, die von Löchern geprägt ist. „Und wir wollen nachhaken, damit wir eine vernünftige Verbindung Richtung Päwesin hinbekommen“, sagt er. Sorgen macht ihm zudem die kleine quadratische Kirche. Aus deren Fachwerkmauer werden die Ziegelsteine herausgedrückt. Des Weiteren drohte die ortsbildprägende Kirchenmauer einzustürzen, sie musste provisorisch gesichert werden. Hier sieht er die Kircheninstitutionen in der Pflicht. Schön wäre es seiner Ansicht nach auch, wenn die Dorfmitte – südlich der Kirche – ansehnlicher gestaltet werden könnte. „Vielleicht mit Blumenrabatten.“ Zudem schwebt ihm die Errichtung einer zentralen Stadtgasversorgung für Klein Behnitz vor. Große Hoffnungen setzt er auf das geplante Ortsteilentwicklungskonzept.

Auch wenn der Ortsbeirat nur eingeschränkten Einfluss hat, so hofft Gröger doch auf eine gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung in Nauen. „Bisher haben wir gute Erfahrungen gemacht“, sagt er und will immer am Ball bleiben, um die Klein Behnitzer Anliegen durchzusetzen.

Von Andreas Kaatz

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