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Neuer Pachtvertrag in Aussicht

Flugsportverein möchte sanieren Neuer Pachtvertrag in Aussicht

Der Flugsportverein „Otto Lilienthal“ Stölln/Rhinow möchte die ehemalige Flugschule in Stölln sanieren. Der Verein nutzt das Gebäude, das an einigen Stellen einer Sanierung bedarf. Um Fördermittel beantragen zu können, brauchen die Segelflieger aber zunächst einen neuen Pachtvertrag.

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Die Flugschule ist in die Jahre gekommen. Mauerwerk, Fassade und Dach bedürfen einer Sanierung.

Quelle: Norbert Stein

Stölln. Die Bundesgartenschau im Havelland hat auch dem Flugsportverein „Otto Lilienthal“ Stölln/Rhinow gut getan. Reges Besucherinteresse und deutlich mehr Gästeflüge gegenüber den Vorjahren nannte der Vereinsvorsitzende Johannes Hille den Abgeordneten der Gemeindevertretung Gollenberg als Beispiele. Überhaupt sei das Vereinsleben am Gollenberg im Aufwind. 82 Mitglieder hatte der Verein vor zehn Jahren, heute sind es 144. Zur positiven Entwicklung beigetragen haben etwa nationale Meisterschaften und eine rege Nachwuchsarbeit.

Sieben vereinseigene Flugzeuge stehen für Ausbildung und Rundflüge zur Verfügung. Zu den guten Voraussetzungen auf dem 72 Hektar großen Flugplatz gehört auch die Flugschule, dem heutigen Vereinsheim. Doch das Objekt ist in die Jahre gekommen. Mauerwerk, Fassade und Dach bedürfen einer dringenden Sanierung. Der Gemeinde als Eigentümerin fehlt dafür aber das nötige Geld. Deshalb möchte der Verein die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen.

13 Zimmer mit 40 Übernachtungsmöglichkeiten

1936 wurde die Flugschule am Fuße des Gollenbergs gebaut.

Zu DDR-Zeiten nutzte die Gesellschaft für Sport- und Technik (GST) die Flugschule.

Am 11. November 1994 bekam die Gemeinde Stölln den Flugplatz kostenlos übertragen von der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben.

Genutzt und bewirtschaftet wird der Platz vom Flugsportverein „Otto Lilienthal“ Stölln/Rhinow.

Die ehemalige Flugschule ist heute Sitz des Vereins.

Das Haus verfügt über 13 Zimmer mit 40 Übernachtungsmöglichkeiten und weiteren Einrichtungen.

Laufzeit des Pachtvertrages zu kurz für Fördermittel

„Wir haben die Möglichkeit 2016 Fördermittel zu beantragen für die Sanierung“, sagt Johannes Hille. Rund 170 000 Euro betragen die Kosten insgesamt. Den notwendigen Eigenanteil von 45 000 Euro will der Verein aus eigener Finanzkraft aufbringen. Um Fördermittel zu bekommen, benötigt der Verein jedoch noch eine weitere Voraussetzung, wegen der Hille zur Gemeindevertretersitzung gekommen war.

Johannes Hille, Vorsitzender des Flugsportvereins „Otto Lilienthal“

Johannes Hille, Vorsitzender des Flugsportvereins „Otto Lilienthal“.

Quelle: Norbert Stein

2001 hat der Verein den Flugplatz für 25 Jahre von der Gemeinde gepachtet. Um Fördermittel zu bekommen, muss der Flugsportverein bei der Antragsstellung aber einen mindestens noch zwölf Jahre gültigen Pachtvertrag vorweisen. Das aktuelle Papier hat dann allerdings nur noch zehn Jahre Gültigkeit. Deshalb muss der Verein mit der Gemeinde einen neuen Vertrag aushandeln. „Wir würden den Platz am liebsten kaufen, allerdings zu einem sehr moderaten Preis, möglichst für einen symbolischen Euro“, nannte Hille die vom Verein angestrebte Vorzugsvariante. Der Abschluss eines Erbbaupachtvertrages über 99 Jahre wäre eine weitere Möglichkeit im Sinne des Vereins. Eine dritte Option ist die Verlängerung des geltenden Vertrages oder ein neuer Pachtvertrag mit einer den Vereinsbelangen angemessenen Laufzeit.

Gemeindevertreter entscheiden bei nächster Sitzung

Über die verschiedenen Varianten haben anschließend die Abgeordneten in einer nicht öffentlicher Sitzung beraten. „Die Gemeindevertreter waren sich einig, dass dem Verein die Förderung natürlich ermöglicht werden soll“, erläutert Amtsdirektor Jens Aasmann das Ergebnis der Aussprache. „Daher wird es eine entsprechende vertragliche Regelung zwischen Verein und Gemeinde geben.“ In welcher Form und mit welcher Laufzeit werde, so Aasmann weiter, aller Voraussicht nach auf der nächsten Gemeindevertretersitzung entschieden. Spätestens im März 2016 muss der Flugsportverein den Förderantrag einreichen und benötigt bis dahin einen neuen Vertrag mit der Gemeinde.

Von Norbert Stein

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