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Neuer Schulleiter in Wustermark

Vorgestellt: Michael Heinrich Neuer Schulleiter in Wustermark

Als Michael Heinrich erfuhr, dass der Rektor der Wustermarker Grundschule in Vorruhestand geht, hat er sich für den Posten beworben. Nach 25 Jahren als Schulleiter in Falkensee suchte er eine neue Herausforderung.

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Der Wustermarker Schulleiter Michael Heinrich

Quelle: Tanja M. Marotzke

Wustermark. Auf eigenen Wunsch hat Michael Heinrich sein geliebtes Nest namens Geschwister-Scholl-Grundschule verlassen. Er wolle eine neue Herausforderung suchen, sagt Heinrich. 25 Jahre stand er an der Spitze der Falkenseer Schule, im Sommer wagte er den Wechsel nach Wustermark an die Otto-Lilienthal-Grundschule. „Die Aufgaben als Schulleiter sind gleich, aber die Bedingungen an beiden Einrichtungen sind unterschiedlich. Sehr unterschiedlich“, betont der 57-Jährige und weist damit gleich auf den aus seiner Sicht größten Nachholbedarf in Wustermark hin – die technische Ausstattung. „Ich konnte zuerst gar nicht glauben, dass es hier zwar ein Computerkabinett mit 17 Plätzen gibt, aber dass Lehrer und Schüler in den normalen Klassenräumen ohne Internet auskommen müssen. Das müssen wir ganz schnell ändern“, verspricht der neue Rektor.

Der Start an der Wustermarker Schule hatte Licht und Schatten. Für beides konnte Michael Heinrich aber nichts. Zuerst mussten er, das Lehrerteam, die Gemeinde Wustermark als Schulträger und die gut 380 Mädchen und Jungen verkraften, dass der zum August geplante Wandel zu einer verlässlichen Halbtagsgrundschule in Wustermark vom Bildungsministerium nicht genehmigt wurde. „Ich bin aber wie der Bürgermeister sehr zuversichtlich, dass das zum nächsten Schuljahr klappt, weil das Konzept stimmig ist“, sagt Heinrich. Freuen konnte sich der neue Chef über den fertiggestellten Anbau an die Aula, wo jetzt die Küche und die Essenausgabe untergebracht sind.

Seit 1979 arbeitet der Ur-Falkenseer Michael Heinrich als Lehrer. Er unterrichtete Deutsch, Mathematik und Werken. Heute als Rektor hat er andere Aufgaben, nur Mathe ist übrig geblieben. „Es ist mein Traumberuf. Daran hat sich auch nach der Einheit 1990 nichts geändert. Außer, dass es heute eine größere Vielfalt der Arbeitsmittel gibt, was den Unterricht abwechslungsreicher macht.“ Der Respekt vor dem Lehrer ist aus seiner Sicht mit der Wende nicht verloren gegangen, jedenfalls habe er das nicht so erlebt.

Michael Heinrich sieht ein ganz anderes Problem: Inklusion. „Es gibt immer mehr Kinder, die einen zusätzlichen Förderbedarf haben.“ Deshalb habe sich die Geschwister-Scholl-Grundschule in Falkensee vor drei Jahren sofort als inklusive Grundschule beworben. „Es gab dafür mehr Personal und andere Vorteile. Zum Beispiel, dass die Klassen maximal 25 Kinder haben und nicht 28 oder 30.“ Er habe nicht verstanden, warum man in Wustermark nicht versucht hat, auch diesen Weg zu gehen. „Jetzt dieser Zug mit besonderer Förderung abgefahren.“

Von Jens Wegener

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