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Neuer Seniorenbeirat gewählt – wieder Ärger

Wustermark Neuer Seniorenbeirat gewählt – wieder Ärger

Aus fünf Mitgliedern besteht der neue Seniorenbeirat der Gemeinde Wustermark im Havelland. Vorsitzende des neuen Gremiums bleibt Elfriede Handrick. Doch schon am Dienstag gab es auch Ärger – bei der Wahl kamen altbekannte Befindlichkeiten unter den Mitgliedern wieder hoch.

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Vier der fünf Mitglieder des neuen Seniorenbeirates: Roland Mende, Elfriede Handrick, Evelyn Gliese und Andreas Wilczek (v.l.).

Quelle: Jens Wegener

Wustermark. Die gute Nachricht: In Wustermark gibt es wieder einen arbeitsfähigen Seniorenbeirat. Die schlechte: Schon bei der Abstimmung über die Kandidaten traten erneut alte Befindlichkeiten hervor.

Vier neue Mitglieder wurden am Dienstagabend von den Gemeindevertretern gewählt. Einzig Vorsitzende Elfriede Handrick war aus dem erst im Mai 2016 zusammengestellten Beirat übrig geblieben, alle anderen hatten aus unterschiedlichen Gründen nach und nach ihr Mitwirken eingestellt, zuletzt der stellvertretende Vorsitzende Uwe Demitrowitz. Neben Elfriede Handrick gehören jetzt Andreas Wilczek Wustermark), Evelyn Gliese (Elstal), Dieter Behning (Priort) und Roland Mende (Wustermark) dem Seniorenbeirat an.

Während drei der vier Neuen einstimmig gewählt wurden, gab es bei Roland Mende vier Enthaltungen vor allem aus der Zählgemeinschaft CDU/SPD/Grüne. Wustermarks Linken-Fraktionschef Tobias Bank sprach daraufhin von „einer Peinlichkeit, die dieses Gremium schwächt“. Der Linken hatten Gemeindevertreter Roland Mende, der Mitglied der CDU ist, aber aus der Zählgemeinschaft ausgetreten war, vorgeschlagen.

„Wir haben erstens nicht genügend Leute, die ehrenamtlich im Seniorenbeirat mitarbeiten wollen. Außerdem sollten wir die Vorschläge aus den Fraktionen so akzeptieren.“ Die ursprünglich im Block vorgesehene Abstimmung über die Mitglieder kam nicht zustande, weil SPD-Politiker Manfred Rettke eine Einzelabstimmung gefordert hatte.

Seit vielen Jahren schon gibt es Streit um den Seniorenbeirat in Wustermark. Der Ursprung dafür liegt laut Elke Schiller von der Wustermarker Wählergemeinschaft (WWG) in der Vorgabe des Landes für die Zusammensetzung des Beirates. Entsprechend der Sitze im Gemeindeparlament dürfen die Fraktionen eine bestimmte Zahl von Vorschlägen einbringen.

„Eigentlich sollte der Seniorenbeirat unabhängig sein und sich nur um die Belange älterer Menschen in der Gemeinde kümmern. Mit dieser Regelung aber ist das nicht gegeben. Das muss geändert werden“, forderte sie am Dienstagabend erneut. „Solange das aber so ist, wird die WWG keine eigenen Kandidaten für den Beirat benennen“, sagte Schiller und enthielt sich der Stimme bei jedem Personalvorschlag. Vor Elfriede Handrick und ihren vier Mitstreitern steht nun die Aufgabe, sich trotz dieser Querelen um inhaltliche Arbeit zu kümmern.

Von Jens Wegener

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