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Neuer Tafel-Standort in Elstal eröffnet

Jugendtreff noch ohne Leiter Neuer Tafel-Standort in Elstal eröffnet

Die Wustermarker Tafel ist in das ehemalige Haus der Begegnung in Elstal gezogen. Gestern wurde Eröffnung gefeiert. Die alten Räumlichkeiten in Wustermark waren baulich eine Katastrophe, die neuen gefallen nicht nur Ehrenamtlichen, sondern auch Tafelkunden. Wann der Jugendtreff, mit dem sich die Tafel die Räume teilen wird, einzieht, bleibt noch ungewiss.

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Kaffeetafel in der neuen Elstaler Tafel – der Andrang am Eröffnungstag war groß.und die neuen Räume begeisterten.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Elstal. Kaffeetassen klappern, der Kuchen wird mit großem Genuss verspeist. Gespräche drehen sich um den alltäglichen Wahnsinn, die Stimmung ist ausgelassen. Nachdem die Wustermarker Tafel in der vergangenen Woche in das ehemalige Haus der Begegnung in Elstal gezogen ist, wurde gestern im Ernst-Walter-Weg Eröffnung gefeiert. „Wir hätten nicht damit gerechnet, dass gleich am Eröffnungstag so viele Menschen kommen“, freut sich Marina Sult, Leiterin der Nauener Tafel, mit Blick auf die rund 20 Besucher. „Dank der zahlreichen ehrenamtlichen Unterstützer haben wir den Umzug in nur einer Woche gestemmt. Wir sind froh endlich hier zu sein.“

Wustermarker Standort war eine bauliche Katastrophe

Froh über die neue Ausgabestelle sind auch Anna und Johann Zulauf. „Wir wohnen in Elstal und brauchen jetzt keine fünf Minuten mehr zur Tafel. Nach Wustermark war es schon ein ganzes Stück weiter“, so Anna Zulauf, die mit ihrem Mann meist zwei Mal in der Woche die Lebensmittelausgabe besucht. „Wir sind wirklich sehr dankbar für alles. Die neuen Räume sind einfach toll.“ Das findet auch Irmgard Chlaba aus Wustermark. „Die Ausgabestelle ist hier viel schöner. Da stört es mich auch nicht, dass ich jetzt einen längeren Anfahrtsweg habe.“ Dass die Tafel nun geeignete Räume für die Lebensmittelausgabe hat, freut auch Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos). „Der bisherige Standort in der Wustermarker Bahnhofstraße war viel zu eng und von der Bausubstanz nicht mehr geeignet“, so Schreiber. Elstal sei zudem nicht nur der größte Ortsteil von Wustermark mit den meisten Einwohnern, sondern außerdem der Ortsteil mit den meisten Bedürftigen. Als klar war, dass die Begegnungsstätte an den Karl-Liebknecht-Platz umzieht, hatte die Gemeinde dem Humanistischen Freidenkerbund, der die Tafel betreibt, die Räumlichkeiten angeboten.

Warten in gemütlicher Atmosphäre

Am großen Tisch können die Leute während der Lebensmittelausgabe, die immer montags und donnerstags in der Zeit von 14 bis 16 Uhr stattfindet, Platz nehmen, ins Gespräch kommen und über den Alltag austauschen. Am Dienstag hat außerdem von 10 bis 15 Uhr die Kleiderkammer geöffnet. „Erste Spenden sind auch schon eingetroffen“, sagt Petra Vogel. Gerade als die Ehrenamtliche aus Falkensee auf zwei große blaue Säcke im Eingangsbereich zeigt, klopfte es und eine junge Frau steht in der Tür – bepackt mit weiteren Kleiderspenden. „Das machen wir schon seit Jahren. Alles was wir aussortieren bringen wir der Tafel“, sagt die Wustermarkerin, die ihren Namen nicht nennen will. „Ich finde das ist eine wichtige Sache. Namen sind da überflüssig“, lacht sie und läuft ein zweites Mal zu ihrem Auto. Begleitet wird sie dabei von Wolfgang Sahr. „Ach, da pack ich mal schnell mit an. Ich bin ja hier, um etwas tun“, sagt der 64-jährige Eltaler, der den neuen Tafel-Standort gestern zum ersten Mal besuchte. Nachdem er vor kurzem in Rente gegangen ist, könne er sich nicht vorstellen den ganzen Tag auf der faulen Haut zu liegen. „Als ich gehört habe, dass die Tafel nach Elstal kommt, war für mich klar, dass ich mich hier einbringen möchte.“

Noch könne man nicht einschätzen, wie viele Menschen tatsächlich regelmäßig das Angebot der Tafel nutzen werden, so Standort-Leiterin Roswitha Günther. Das müsse die Erfahrung zeigen, auch mit Hinblick auf die in Elstal untergebrachten Flüchtlinge.

Von Laura Sander

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