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Neuer Zeitplan fürs See-Carré

Falkensee Neuer Zeitplan fürs See-Carré

Das Einkaufszentrum See-Carré hat seinen Baubeginn nach mehrfacher Verschiebung für das Frühjahr 2017 angekündigt. Im Jahr drauf könnte es eröffnen. Ein familienfreundliches Einkaufszentrum in der Nähe und mit Verweilqualität – darauf wird bei der Vermietung gesetzt.

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Auf ein Eröffnungsdatum verzichtet das See-Carré inzwischen bei seiner Werbung.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. Kommt bald. Demnächst. In Kürze. – So die möglichen Übersetzungen für das „Coming Soon“, das seit einiger Zeit auf den Werbeflächen für das neue Einkaufszentrum See-Carré von Falkensee steht. Die 75-Millionen-Euro-Investition wird auf die lange Bank geschoben. Aber sie soll kommen, sagte Georg Wurm, Projektleiter des See-Carré-Entwicklers S&G Development GmbH. Damit wollte er auch ausdrücklich allen Gerüchten entgegen treten, wonach aus dem Einkaufszentrum nichts würde und auf der Fläche sollten statt dessen Wohnungen gebaut werden sollten.

Georg Wurm sprach zu den weiteren See-Carré-Plänen am Dienstagabend auf einem Werkstatt-Talk, zu dem die Werbegemeinschaft „Starke Mitte Falkensee“ eingeladen hatte. Mehr als 40 Frauen und Männer waren dazu ins Foyer der neuen Stadthalle gekommen.

„Ideen für die Einzelhandelsentwicklung“ sollten diskutiert werden. Aber klar war, alle warten gespannt auf das, was der Mann vom See-Carré sagen würden. Bei der Vorstellung des Projektes vor zwei Jahren war noch eine Eröffnung für Herbst 2016 angepeilt worden, aber bisher ist nicht gebaut worden, nachdem die ursprünglich mit dem Nachbarn Real angestrebte Verkehrsführung scheiterte. „Wir sind optimistisch, dass wir im Frühjahr 2017 mit dem Bau beginnen“, sagte Georg Wurm. Eine Fertigstellung sei dann für den Herbst 2018 vorgesehen.

Zum Vermietungsstand äußerte sich der Projektleiter positiv, mehr als die Hälfte der Fläche soll bis Jahresende vermietet sein. „Wir sind optimistisch, das zu erreichen“, sagte Georg Wurm. Fragen zu möglichen Hauptmietern oder anderen Mietern beantwortete er jedoch nicht im Detail, Namen nannte er nicht.

Gerade darauf hatten viele Besucher der Veranstaltung gehofft. So blieb auch die Debatte über die Auswirkungen auf den Einzelhandel im Zentrum der Stadt etwas nebulös. Thomas Lenkitsch von der Werbegemeinschaft führte die Diskussion, die trotzdem lebhaft war. Mit Andreas Wunderlich von der BSG Stadterneuerungsgesellschaft Spandau hatte er einen Gesprächspartner eingeladen, der über die Spandauer Erfahrungen im Umgang mit einem großen, neuen Einkaufscenter sprach. Die Spandau Arcaden hätten die Struktur der Altstadt verändert, vor allem junge Leute zieht es in die Shoppingmeile.

„Die Arcaden sind Licht und Schatten für die Altstadt“, sagte Wunderlich, zum einen sei der Einkaufstempel eine Konkurrenz, die vor allem Textil- und Schuhgeschäfte zu spüren bekamen, zum anderen lockt der große Markt viele Besucher an, die bei schönem Wetter dann auch mal durch die Altstadt schlendern.

Wird ein ähnlicher Effekt auch in Falkensee möglich sein? Werden See-Carré-Besucher („bei schönem Wetter“) auch nördlich der Bahnlinie etwas zum Schlendern vorfinden? Klare Antworten fand die Gesprächsrunde am Dienstag nicht, allerdings entstünden derzeit in der Bahnhofstraße mehrere neue Wohn- und Geschäftshäuser. Sie brächten mehr Leute und auch mehr Fläche für Handel und Dienstleistungen in die Innenstadt. Ob die vom See-Carré profitiert (wie von einigen gebetsmühlenartig offeriert) oder ob das geplante Einkaufszentrum als Solitär in der Stadtlandschaft stehen wird - da gingen die Meinungen der Werkstattteilnehmer auseinander. Eine Investruine wolle keiner. Deshalb auch die Frage an Georg Wurm, wie sich das See-Carré neben Havelpark, Spandau Arcaden und Outlet Center Elstal profilieren wolle. „Familie, Nähe, Wohlfühlen“, nannte Georg Wurm drei Schlagworte, mit denen sich das neue See-Carré schmückt. „Wir sind ein Center in der Nachbarschaft, der kurzen Wege, sind familienorientiert.“ Ein Mix aus Textilien, Mode, Schuhen, Nahversorgungen, Kinderwaren und viel Gastronomie wird dabei angestrebt.

Von Marlies Schnaibel

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