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Havelland Neuer Zentralhort in der Grundschule Perwenitz
Lokales Havelland Neuer Zentralhort in der Grundschule Perwenitz
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19:45 31.08.2016
Auch Hausaufgabenhilfe gehört zur Hortbetreuung dazu. Quelle: dpa
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Schönwalde-Glien

Die Hortkinder aus den Schönwalder Ortsteilen Wansdorf, Pausin, Perwenitz und Paaren im Glien sollen künftig gemeinsam in einem neuen Zentralhort in der Grundschule im Glien in Perwenitz betreut werden. Ein entsprechender Vorschlag der Verwaltung fand kürzlich die Zustimmung der Gemeindevertretung. Wann der neue Hort in Betrieb gehen soll, ist indes noch völlig offen. „Das hängt von der Zustimmung der beteiligten Behörden ab“, sagt Bürgermeister Bodo Oehme (CDU).

Die benötigen Räume sind in der Grundschule bereits vorhanden. Sie könnten genutzt werden, ohne dass der Schulbetrieb darunter leidet, so Oehme. Zu DDR-Zeiten hatte es in der Perwenitzer Schule schon einmal einen Hort gegeben. Dieser war später allerdings aufgelöst worden.

Derzeit werden die Hortkinder im Alter von sechs bis zehn Jahren in den verschiedenen Kitas in den Dörfern betreut. Mehrere Gründe sprechen aus Sicht der Verwaltung jedoch dagegen dieses Prinzip auch in Zukunft fortzusetzen.

Zum einen sind die Kindertagesstätten „Frechdachs“ in Paaren und „Storchennest“ in Wansdorf schon jetzt überbelegt. Das brandenburgische Bildungsministerium hatte für beide zwar eine Ausnahmegenehmigung erteilt, diese war jedoch zum 31. Juli 2016 ausgelaufen. Eine Verlängerung war an die Bedingung geknüpft, dass die Gemeinde als Träger mittelfristig andere Unterbringungs- und Betreuungsmöglichkeiten prüft, als dass in jeder Kita nur ein paar Hortkinder betreut werden. Aus Sicht von Bodo Oehme ist das auch deshalb ungünstig, weil der Betreuungsschlüssel für Hortkinder bei 1 zu 15 liegt. Für weniger Kinder in einer Einrichtung gibt es deshalb keine zusätzliche Horterzieherin – sie müssen von einer Kitaerzieherin mitbetreut werden, die sich dann wiederum weniger intensiv um die jüngeren Kinder kümmern kann.

Die meisten Hortkinder kommen zwar erst am Nachmittag in die Kita, belegen dort aber trotzdem ganztägig einen Platz, der dann für jüngere Kinder fehlt. Durch die Entwicklung zwei neuer Wohngebiete in Grünefeld und Paaren im Glien und den zu erwartenden Zuzug weiterer Familien mit kleinen Kindern würde sich die Situation er knappen Kitaplätze weiter verschärfen.

Hinzu kommt, das die der Kita „Schloss Fröhlichhausen“ in Perwenitz ohnehin bald in der Grundschule betreut werden müssen, weil die Kindertagesstätte in Kürze saniert wird. Die Überlegungen gehen dahin, dass die Kindertagesstätte künftig nur noch in der unteren Etage betrieben wird und darüber Wohnungen entstehen sollen. Das bedeutet, dass der Kita-Betrieb zeitweise ausgelagert werden muss. Die jüngeren Kinder würden wahrscheinlich in Pausin unterkommen, die Hortbetreuung eben in der Grundschule im Ort.

Zu den möglichen Kosten des Vorhabens ist noch nichts bekannt. Am 7. September soll zunächst eine Begehung vor Ort stattfinden. Klar ist laut Bürgermeister Bodo Oehme aber, dass die Alternative – diverse Anbauten an die vorhandenen Kindertagesstätten – deutlich teurer ausfallen würde. „Anders geht es deshalb eigentlich nicht“, sagt er.

Von Philip Häfner

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