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Havelland Neues Buskonzept mit mehr Linien
Lokales Havelland Neues Buskonzept mit mehr Linien
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17:16 06.09.2017
Hoffen auf den Erfolg des Konzeptes (v.l.): Roger Lewandowski, Elke Nermerich und Mathias Köhler. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Zwei nagelneue Gelenkbusse stehen schon auf dem Havelbus-Verkehrshof in Falkensee, zwei weitere kommen noch bis Ende der Woche. Sie fahren nach Abgasnorm Euro 6 und vor allem: Die Busse sind ein Stück länger als die bisherigen – statt 18 Meter nun 18,75 Meter. „Aufgrund der Raumaufteilung bekommen wir bis zu einer halben Schulklasse mehr in den Bus hinein", sagt Havelbus-Geschäftsführer Mathias Köhler.

Mit den größeren Gelenkbussen und weiteren vier neuen Solobussen will Havelbus nun erfolgreich den Slogan umsetzen: „Im neuen Rhythmus unterwegs“. Denn seit dieser Woche greift das überarbeitete Buskonzept für Falkensee und Umgebung. Mehrere Linien wurden neu geschaffen, andere erweitert. Jährlich fahren die Busse 689 400 Kilometer zusätzlich. Die Neuerwerbungen sollen für die notwendigen Kapazitäten sorgen.

„Das Angebot ist nun deutlich attraktiver. Wir hoffen, jetzt mehr Bürger dazu bewegen zu können, auf den ÖPNV umzusteigen“, sagte am Mittwoch Landrat Roger Lewandowski (CDU). Dadurch würden jährlich rund 700 000 Euro Mehrkosten entstehen. „Wenn das Konzept angenommen wird, dann werden wir das Defizit aber deutlich senken können“, hofft der Landrat. So könnte der Zuschuss für die zusätzlichen Leistungen voraussichtlich auf rund 400 000 Euro pro Jahr reduziert werden.

Der Erwerb der acht Busse kostete rund 2,7 Millionen Euro. Zudem musste Havelbus ins Personal investieren, denn mit den vorhandenen Mitarbeitern sind die zusätzlichen Fahrten nicht zu schaffen. So wurde die Zahl der Fahrer am Standort Falkensee von 40 auf 50 erhöht, drei weitere Stellen hinterm Steuer sind noch zu besetzen. So gerüstet, soll es künftig gelingen, auch den Schülerverkehr am frühen Morgen und am Nachmittag besser in den Griff zu bekommen. „Mit den größeren Bussen und einer Taktverkürzung auf 20 Minuten hoffen wir, die Kapazitätsprobleme besser bewältigen zu können“, sagt Köhler. Ein wenig Zeit gebe es noch, um bei Bedarf nachzubessern. „Nach den Herbstferien sind wir dadurch besser gewappnet, da dann erfahrungsgemäß mehr Schüler den Bus nutzen.“ Dezernentin Elke Nermerich fügt hinzu: „Wir können außerdem den langgehegten Wunsch der Geschwister-Scholl-Grundschule realisieren und den Unterrichtsbeginn mit Einführung des neuen Buskonzeptes auf 8 Uhr ermöglichen.“

Kleinere Hinweise von Busnutzern in den nächsten Wochen will Havelbus gegebenenfalls gleich in den Fahrplan einarbeiten. Ansonsten möchte der Landkreis erst einmal zwei Jahre schauen, wie das Konzept angenommen wird. „Wir sind jetzt in einer Erprobungsphase. Wenn wir feststellen, dass Linien nicht angenommen werden, dann werden wir wieder reduzieren“, sagt Landrat Lewandowski. Eine besondere Belastung komme derweil auf den Bahnhof Falkensee zu. „Wir sind mit dem Bürgermeister im Gespräch und wollen versuchen, auf der Südseite des Bahnhofs einen Bushalt einzurichten.“ Indem die Busse der Linien 604 und 648 dort stoppen, solle das Situation in dem Bereich entzerrt werden.

Mit dem neuen Konzept wird unter anderem die Anbindung an Potsdam verbessert. Der 604 – bisher nur in der Hauptverkehrszeit unterwegs – fährt nun auch darüber hinaus. Auf den Linien 651 nach Schönwalde und 653 zum Havelpark wird der Takt verdichtet und auf die Abendstunden ausgeweitet. Und die neue Linie 648 bindet nun auch den südlichen Bereich von Falkensee an. Darüber hinaus wird die bisher ausschließlich von Ehrenamtlichen betriebene Bürgerbuslinie 657 in Brieselang durch Havelbus in den Morgen- und Abendstunden verstärkt.
Aber nicht nur im Falkenseer Raum können die Bewohner von einem verbesserten Busverkehr profitieren. „Ab Ende 2018 soll es für das weitere Havelland ebenfalls eine Angebotserweiterung geben“, sagt Lewandowski. Der Kreistag hat dies bereits beschlossen. Demnächst soll die Bürgerbeteiligung beginnen.

Aber nicht nur deshalb steht für Havelbus die Personalfrage dauerhaft an. „Wir suchen immer Fahrer“, sagt der Falkenseer Verkehrsbereichsleiter Ingo Helling. Denn allein aus Altersgründen scheiden jedes Jahr Mitarbeiter aus. 2018 werden es im gesamten Landkreis etwa zehn sein, schätzt er.

Von Andreas Kaatz

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