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Neues Dosse-Wehr: Bauarbeiten sind im Plan

„Salanderhorst“ Neues Dosse-Wehr: Bauarbeiten sind im Plan

Ein altes Schützenwehr an der Dosse muss ausgewechselt werden. „Salanderhorst“ ist hier die Ortsbezeichnung. An Ort und Stelle bei Strodehne entsteht derzeit ein modernes Klappwehr. Auch eine neue Fischaufstiegsanlage wird gebaut.

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Hier entsteht das neue Wehr.

Quelle: norbert stein

Strodehne. Vier Kilometer vor ihrer Einmündung in die Havel bekommt die Dosse eine neue Wehranlage. Der Neubau ersetzt die alte Wehranlage „Salanderhorst“ bei Strodehne. Nach fast 100 Jahren mit mehreren Reparaturen regulierte das Schützenwehr zuletzt den Wasserstand nicht mehr zuverlässig. Eine Sanierung der alten Anlage war für den Eigentümer, das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung, wirtschaftlich nicht zu verantworten. Das alte Schützenwehr hat ausgedient.

Rund 1,5 Millionen Euro investiert das Landesamt nun in die neue Wehranlage „Salanderhorst“. Im Sommer 2015 wurde mit dem Ersatzbau begonnen. Verlaufen die Arbeiten weiter nach Plan, könne die neue Wehranlage im Herbst in Betrieb genommen werden, sagt Mareike Eichler vom Wasser- und Bodenverband Dosse-Jäglitz.

Das Landesamt hat dem Zweckverband mit Sitz in Neustadt an der Dosse die Betreuung der Wehranlage übertragen und damit auch Leitung für den Ersatzbau. Das alte Schützenwehr wurde in den letzten Wochen abgerissen. Ersetzt wird es durch ein Klappwehr, das den Wasserstand genauer regeln kann.

Der Grundaufbau ist bereits erledigt. Auch die Wehrpfeiler stehen bereits. Zu den noch zu erledigenden Arbeiten gehört die Montage von zwei automatisch gesteuerten Wehrklappen auf die Wehrkrone. Jeweils sechs Meter breit werden die Wehrklappen zukünftig den Wasserstand der Dosse in ihrem unteren Verlauf regulieren, bevor sie sich in Richtung Vehlgast und damit nach Sachsen-Anhalt verabschiedet.

Von der Wehranlage fließt das überlaufende Wasser zunächst in ein Auffangbecken dessen Untergrund mit Beton befestigt wurde. So soll verhindert werden, dass der Fluss ausgespült wird. Gebaut wird derzeit auch an einem Fischaufstieg für die neue Wehranlage.

Der Wehrstau „Salanderhorst“ hat neben seiner Wirkung für die untere Dosse auch auf weitere Gewässer regulierenden Einfluss, wie die Jäglitz und den Bültgraben. Wichtig ist der Stau also für den Hochwasserschutz in der Region sowie auf den umliegenden Landwirtschaftsflächen in den Gemarkungen Strodehne, Rübehorst, Altgarz und Großderschau.

2015 wurde für den Hochwasserschutz und für die Landwirtschaft in unmittelbarer Nähe zur Wehranlage bereits eine neue Betonbrücke über die Dosse gebaut, als Ersatz für eine alte Holzbrücke.

Dafür gab das Land rund eine Millionen Euro, aus einem Sonderfonds zur Beseitigung von Hochwasserschäden.

Von Norbert Stein

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