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Neues Einsatzfahrzeug kommt später

Feuerwehr im Amt Friesack Neues Einsatzfahrzeug kommt später

Zu 130 Einsätzen mussten die Friesacker Feuerwehrleute 2015 ausrücken. Sie legen viel Wert auf ihre Ausbildung, wurde in der Sitzung des Amtsausschuss Friesack deutlich. Auf ein neues Fahrzeug müssen die Feuerwehren allerdings noch ein bisschen warten – es kommt erst zur Mitte des Jahres.

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Feuerwehrleute aus dem Amt Friesack beim Ausbildungstag 2015.

Quelle: Norbert Stein

Friesack. Die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung der Ortseinheiten der Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Friesack hat sich in den letzten Jahren wesentlich verbessert. Diese Einschätzung gaben der Amtswehrführer Mario Haufe und sein Stellvertreter Stefan Scharschmidt am Mittwochabend den Mitgliedern des Amtsausschusses. Zu dessen Sitzung im Rathaus waren die beiden Führungskräfte gekommen um die Abgeordneten über die Feuerwehrarbeit im Amt zu informieren.

Damit genügend Helfer vor Ort sind, ist es in Friesack wie in vielen anderen Ämtern und Gemeinden mittlerweile bewährte Praxis geworden, dass die Leitzentrale mehrere Einheiten gleichzeitig zum Einsatzort beordert. Um dann für möglichst schnelle Einsatz- und Hilfeleistungen Hand in Hand arbeiten zu können, müssen die Feuerwehrleute auch die Ausrüstung und Technik anderer Einheiten kennen. Der Feuerwehrmann aus Brädikow zum Beispiel sollte sich auch auf dem Fahrzeug aus Paulinenaue auskennen und umgekehrt. „Das klappt schon recht gut, war aber nicht immer so“,berichtete Mario Haufe dem Amtsausschuss. Die Technik und die Fahrzeuge anderer Einheiten aus den Dörfern im Amt Friesack können die Feuerwehrleute am besten bei gemeinsamen Ausbildungstagen kennenlernen. Zwei- oder dreimal im Jahr wird so ein Ausbildungstag an einem Wochenende organisiert, an dem dann 50 bis 70 Feuerwehrleute teilnehmen. Die Ausbildungstage sind ergänzend zu den Schulungen und Ausbildungen in den Ortseinheiten. „Um für Einsätze auf dem aktuellen Stand und fit zu sein, sollte jeder Feuerwehrmann jährlich an 40 Ausbildungsstunden teilnehmen“, erläutert Stefan Scharschmidt. 2015 erfüllten die meisten Ortseinheiten diese Zielvorgabe der Amtswehrführung neben ihren Alarmierungen zu 130 Einsätzen. Unterm Strich kommen 2015 für die Friesacker Feuerwehrleute insgesamt 24 000 Stunden zusammen für Einsätze und Ausbildung.

273 Feuerwehrleute versehen im Amt Friesack derzeit in elf Ortseinheiten ehrenamtlich Dienst. 307 Einsatzkräfte waren es noch vor drei Jahren. Wesentliche Ursachen für den Rückgang sind die Auflösungen der Ortsfeuerwehren Wutzetz und Jahnberge, einige Feuerwehrleute haben aus Altersgründen aufgehört oder sind verzogen. Von 60 auf 73 innerhalb der letzten drei Jahre gestiegen ist Anzahl der Atemschutzträger.

Etwas Geduld aufbringen müssen die Friesacker Feuerwehrleute noch für ein neues Einsatzfahrzeug. Im Haushaltsplan 2016 des Amtes eingestellt ist die Anschaffung mit Unterstützung von Landesfördermitteln. Das Land hat die Anschaffung der mit Fördermitteln zu finanzierenden Fahrzeuge jedoch noch einmal neu ausgeschrieben, informierte Amtsdirektor Christian Pust die Abgeordneten.

Deshalb kommt auch das für Friesack vorgesehene Fahrzeug später. Voraussichtlich erst Mitte 2016 wird das Fahrzeug auf dem Hof stehen in Friesack, schätzt Christian Pust ein.

Von Norbert Stein

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