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Havelland Neues Finanzierungsmodell für Verkehrswacht
Lokales Havelland Neues Finanzierungsmodell für Verkehrswacht
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01:15 05.08.2018
Lieber Fahrradhelm aufsetzen: Dietmar Kratzsch, Vorsitzender der Verkehrswacht, führt jungen Radfahrern den Melonentest vor. Mit Helm ist die Frucht geschützt. Quelle: Archiv
Havelland

Vor allem auf die Jüngsten lauern im Straßenverkehr täglich viele Gefahren. Das zeigen immer wieder schwere Unfälle, bei denen Kinder verletzt oder gar getötet werden. Umso wichtiger ist da die Arbeit der Verkehrswacht Havelland.

Die Mitarbeiter bereiten die Kinder auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr vor. Dies beginnt schon bei den älteren Kita-Kindern. Es gibt zudem ein Roller- und ein Fahrradprojekt und in Zusammenarbeit mit der Polizei werden Fahrradprüfungen abgelegt. Die Mitarbeiter kommen in fast alle Grundschulen. Auch die Erwachsenen werden bei den Verkehrsregeln auf den neuesten Stand gebracht.

Finanzierung soll ausgerichtet werden

„Wir sind nicht schlecht, aber wir könnten besser sein“, sagt der Kreisbeigeordnete Henning Kellner, der zugleich Schirmherr der Verkehrswacht ist. Um besser zu werden, soll unter anderem die Finanzierung neu ausgerichtet werden. Die erfolgt jetzt über den Landkreis und Sponsoren. Bisher ist es so, dass sieben Beschäftigte über das 100-Stellen-Programm bezahlt werden – grundsätzlich nur jeweils ein Jahr lang.

Ein zweites Jahr ist zwar möglich, aber nur dann, wenn die jeweilige Stelle anschließend vom Verein ein halbes Jahr lang voll finanziert wird. Doch der kann sich das nicht leisten. „Wir hatten deshalb in der Vergangenheit viele Personalwechsel“, sagt Kellner. Wenige Wochen vor Ablauf eines Jahres war oft nicht klar, ob es wieder Geld gibt, ob das entsprechende Projekt fortgeführt werden kann oder abgebrochen werden muss.

Projektbezogene Grundfinanzierung

„Davon wollen wir weg. Ab 2019 soll es eine projektbezogene Grundfinanzierung geben“, meint Kellner. Diese soll erfolgsorientiert sein. Geplant ist demnach, dass die Verkehrswacht ein Projekt mit Kostenkalkulation einreicht. Nach einem halben Jahr soll es eine Erfolgskontrolle in Form eines Zwischenberichtes geben. Bereits dann fällt die Entscheidung, ob es mit dem Projekt weiter geht.

Dies bedeute auch mehr Sicherheit für die Beschäftigten. Ob dieses Finanzierungsmodell kommt, hängt vom Kreistag ab. Der Schirmherr ist zumindest froh, dass sich die Zählgemeinschaft aus CDU, SPD, FDP und Bauern/Familie zu der Neuausrichtung bekannt habe.

Mitarbeit weiterer Bürger erwünscht

Das neue Finanzierungsmodell ist nach Ansicht von Kellner aber nur die eine Seite, um erfolgreicher zu werden. Er wünscht sich, dass sich mehr Bürger bei der Verkehrswacht ehrenamtlich beteiligen. „Sie können ihre Mitarbeit anbieten und wir versuchen das zu koordinieren.“ So könnten Interessenten beispielsweise beim Roller- oder Fahrradprogramm Hilfestellung leisten. Gerne kann man auch Mitglied werden in der Verkehrswacht.

Darüber hinaus sieht der Beigeordnete auch die Eltern in der Pflicht. Sie sollten mit ihren Kindern, die eingeschult werden, den Weg zur Schule üben. Und alle Verkehrsteilnehmer sollten vor allem zu Schuljahresbeginn auf die ABC-Schützen achten. Die sind früher leicht an den orangenen Mützen auszumachen gewesen. Doch längst nicht alle tragen heutzutage eine. „Wir werden nur 450 orangene Mützen verteilen, dies ist ein Drittel der Kinder. Lediglich acht Schulen haben die Mützen angefordert“, ärgert sich Kellner.

Rund 250 000 Euro kostet die Verkehrswacht pro Jahr. „Wenn damit nur ein schwerer Unfall verhindert werden kann, dann hat sich das Geld gelohnt“, so der Schirmherr.

Von Andreas Kaatz

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