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Havelland Neues Geschäftshaus entsteht in Rekordzeit
Lokales Havelland Neues Geschäftshaus entsteht in Rekordzeit
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02:15 07.05.2017
Große Richtkrone für großes Projekt: Bürgermeister Heiko Müller, Zimmermann Erik Valdix aus Brandenburg/Havel, Projektentwickler Tibor Desczyk aus Berlin und Baudezernent Thomas Zylla aus Falkensee (von links). Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Richtfest im Regen. Das machte den Beteiligten nicht viel aus, denn über dem Vorhaben in Falkensees neuer Mitte scheint eigentlich die Sonne zu scheinen. An der Bahnhofstraße entsteht neben der Berliner Volksbank ein neuer Komplex - mit Wohnungen, Geschäften, Praxen, Büros, Tiefgarage. Donnerstagnachmittag wurde Richtfest gefeiert. Das Projekt setzt Maßstäbe, wenn es um Bauen in Falkensee geht.

Nach dem Kauf des Areals, das jahrelang der Firma Video-World gehörte und vor sich hin dümpelte, ging alles ganz schnell. Der Projektentwickler Allancons stellte in Falkensee seine Pläne vor, die Baugenehmigung kam schnell, die alte Kaufhalle wurde abgerissen und als im September vergangenen Jahres offiziell der Grundstein gelegt wurde, war das Kellergeschoss mit Tiefgarage eigentlich schon fertig.

In den Achtziger Jahren nutzten viele Falkensee die HO-Kaufhalle in der Bahnhofstraße zum Einkaufen. Quelle: Archiv

Tibor Desczyk, Generalbevollmächtigter der Berliner Firma Allancons, vertritt das Vorhaben in Falkensee. Allancons bezeichnet sich als „Gesellschaft für ganzheitliche Immobilienkompetenz“. Und ganzheitlich ist in diesem Fall eine Anlage aus drei Gebäuden mit vielen Nutzungen: 47 Wohnungen, darunter zwanzig kleine Appartements, eine Tiefgarage mit 61 Stellplätzen, Büros, der Biomarkt Denn’s, Betreutes Wohnen, Vital-Oase. „Wenn alles wie bisher im Zeitplan bleibt, ist für Ende des Jahres die Eröffnung möglich“, sagte Tibor Desczyk. Er lobte die Zuverlässigkeit, Beharrlichkeit und unübersehbare Geschwindigkeit, die alle Beteiligten bei dem Projekt an den Tag legten. Das große Bauwerk sieht er als gutes Beispiel dafür, was vertrauensvolles Miteinander bewirken kann. Das Projekt wurde wohlwollend von Abgeordneten und der Verwaltung begleitet.

Hintergrund

Die einstige Kaufhalle in der Falkenseer Bahnhofstraße wurde von der staatlichen Handelsorganisation HO betrieben. Sie wurde um 1980 erbaut. Anfang der Neunziger Jahre verlor sie ihr typisches Aussehen, der Fassade wurde ein Dach vorgehängt.

Mehrere Jahre wurde der Flachbau von Schnäppchenjägern angesteuert: Preisbombe und Pfennig-Land boten hier ihre Waren feil.

Das Gebäude stand danach jahrelang leer und verfiel. Die Pläne, dort einen Video-Verleih einzurichten, wurden nicht umgesetzt.

Nach dem Verkauf der Liegenschaft wurde vom neuen Besitzer zügig geplant, im September 2016 wurde der Grundstein für die neue Anlage in Falkensees Mitte gelegt.

Der Rohbau steht, die Dämmung ist angebracht, die Fenster sind ausgebaut.. Die späteren Nutzungen sind schon ablesbar. Das Gebäude ragt ein Stück über den Gehweg der Bahnhofstraße dicht an die alten Linden heran. Unübersehbar ist der neue Komplex, der Leben ins Zentrum bringen soll. „Dazu zählen auch ältere Menschen und Menschen mit Demenz“, sagte Werner Futterlieb vom Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege, das im hinteren der drei Gebäude hier Tagespflege und eine Wohngemeinschaft anbieten will. Insgesamt sprach Architekt Uwe Schmidtmann am Donnerstag von 8500 Quadratmeter Fläche, die geschaffen wurden.

Der Standort sei ein durchaus symbolischer, sagte Bürgermeister Heiko Müller (SPD). Hier wurde sichtbar eine bauliche Lücke geschlossen mit einem Gebäude, das an einem zentralen Platz der Stadt wesentliche Impulse geben kann. Die Kommune selbst hatte vor Jahren mit ihrer Investition in die alte Post Leben in die Stadt gebracht, das Bürgeramt ist trotz alle Bauquerelen ein Erfolgsmodelle geworden.

Die Firma Allancons agiert in Falkensee für ihre Auftraggeber gleich auf zwei Grundstücken an der Bahnhofstraße. Das weitere Grundstück liegt am Rossmann-Drogeriemarkt. Auf der dortigen Brachfläche soll ebenfalls ein viergeschossiges Gebäude mit Geschäften, Büros, Praxen und Wohnungen entstehen. Aber komplizierte Grundstücksfragen, die noch nicht geregelt sind, behindert die weitere Fortsetzung des Projektes noch. „An Nachfrage und Mietern für Wohnen und Gewerbe mangelt es uns nicht“, sagte Tibor Desczyk.

Von Marlies Schnaibel

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