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Havelland Neues Gesicht im Kirchenkreis Falkensee
Lokales Havelland Neues Gesicht im Kirchenkreis Falkensee
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07:07 09.06.2016
Engagiert sich für die Flüchtlingsintegration im Havelland: Luisa Sinate Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

Sie tanzen gern. Die Erfahrung hat Luisa Sinate gemacht. Sie gehört zu den Gründern der Willkommensinitiative Wustermark, die sich um Flüchtlinge in Elstal kümmert. Seit vergangenen Woche ist die 25-Jährige zudem Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreises Falkensee.

Der Teilzeitjob spielt sich zwischen Schreibtisch, Flüchtlingsunterkünften und Kirchen ab. Und das in einem Gebiet, das von Schönwalde-Glien bis Fahrland, von Falkensee bis Elstal reicht. „Ich bin erst einmal für die Ehrenamtlichen da, die sich in den Kirchengemeinden um Flüchtlinge kümmern“, beschreibt Luisa Sinate ihre Aufgabe, da laufen bei ihr viele Fäden zusammen. Sie sieht sich außerdem in der Seelsorge der Flüchtlinge gefordert. Bisher hatte sie vor allem mit Menschen aus Afghanistan zu tun, auch weil sie inzwischen begonnen hat, Persisch zu lernen.

Luisa Sinate stammt aus Meiningen, nach dem Abitur ging sie im Rahmen eines Freiwilligen Jahres nach Mosambik und ergänzte ihr Schulenglisch und Schulfranzösisch durch Portugiesisch. Aber nicht nur ein Wörterbuch hatte sie bei ihrem Afrikajahr dabei, sondern auch ihre Gitarre. „Ich habe dort Gitarrenunterricht für Jugendliche gegeben", erzählt sie von ihrem Einsatz in einem der ärmsten Länder der Welt. Musik kann helfen, Menschen zusammenzubringen. Manchmal auch dort, wo es mit der Sprache noch hapert.

Wieder in Deutschland zog Luisa Sinate nach Elstal, sie studiert evangelische Theologie an der Humboldt-Universität in Berlin und will später als Pastorin arbeiten. „Die internationale Arbeit hat mich schon immer interessiert“, erzählt sie, vielleicht wird sie später im Ausland arbeiten.

Ihr Büro hat Luisa Sinate in den neuen Geschäftsräumen des Kirchenkreises in der Falkenseer Fair-Passage hinter dem Weltladen. Von hier aus baut die junge Frau die Kontakte zu den Initiativen in den Kirchengemeinden auf. „Nicht selten sind es ja dieselben Leute, die sich in der Kirchengemeinde und in der Willkommensinitiative einsetzen“, hat sie beobachtet. Aber sie trifft auch auf viele Nichtchristen, die sich mit ihrer humanen Einstellung einbringen. „Bei mir speist sich die Humanität aus dem Glauben“, sagt sie, vielleicht ist es das spezifisch Christliche, dass sie jeden Menschen als Geschöpf Gottes sieht, den Flüchtling ebenso wie den Nazi.

Das Einprägsamste in der Arbeit mit Flüchtlingen sind für sie die Situationen, wenn die Menschen anfangen von sich zu erzählen. Stück für Stück, fast vorsichtig. „Das sind andere Lebenswirklichkeiten“, sagt sie, die helfen einem deutschen Zuhörer mitunter, sein eigenes Leben etwas anderes zu bewerten.

Und weil der Bereich Öffentlichkeitsarbeit auch zum Arbeitsfeld von Luisa Sinate gehört, hat sie derzeit viel mit dem Havelländischen Kirchentag zu tun. Der findet am 10. Juli in der Falkenseer Stadthalle statt. Luisa Sinate wird eines der Podiumsgespräche moderieren, in dem persönliche Aspekte des Flüchtlingsthema von den Teilnehmern besprochen werden.

Kontakt: Sprechzeiten sind dienstags 15 bis 17 Uhr und mittwochs 10 bis 12 Uhr im Büro des Kirchenkreises, Falkensee, Bahnhofstraße 61.

Von Marlies Schnaibel

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