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Neues Hermes-Logistikzentrum vor dem Start

Bis zu 220.000 Sendungen täglich Neues Hermes-Logistikzentrum vor dem Start

Es ist eines von neun Hermes-Logistikzentren, in Zukunft sollen hier mehr als 200.000 Pakete verarbeitet werden. Bis zu 70 Lastwagen werden täglich in Etzin (Havelland) die Pakete bringen und holen. Am Montag beginnt der Betrieb. Das neue Zentrum ist ein Jobsegen für den Ort: 140 neue Mitarbeiter wurden eingestellt.

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Bei den Probeläufen hat alles funktioniert. Das neue Personal wurde geschult und eingearbeitet.

Quelle: Holger Kohl

Etzin. Der Countdown läuft im neuen Logistikzentrum von Hermes im Gewerbegebiet Etzin. In drei Tagen erfolgt der scharfe Start. „Montag ab 6 Uhr kommen die ersten echten Sendungen an, dann muss und wird alles klappen“, sagt Matthias Plack, General Area Manager bei Hermes. Die Anspannung steigt, denn das Weihnachtsgeschäft werde gleich eine enorme Herausforderung für die neue, hochmoderne Sortieranlage, die allein 17 Millionen Euro gekostet hat, so Plack. Und für die gut 140 neu eingestellten Mitarbeiter im kaufmännischen und im gewerblichen Bereich.

In der Anfangsphase sollen in Etzin 100.000 bis 120.000 Sendungen täglich umgeschlagen werden, in der Endstufe seien sogar 220.000 möglich. Zwischen 50 und 70 Lkw und Transporter werden ab Montag unterwegs sein, um die Waren ins Logistikzentrum zu bringen, beziehungsweise die Pakete nach dem Sortieren an Kunden in ganz Deutschland auszuliefern.

Etzin ist jetzt eines von neun Hermes-Logistikzentren in Deutschland. Auf dem 8,6 Hektar-Areal hat das Unternehmen insgesamt rund 53 Millionen Euro investiert. Eigentümer ist die Hermes-Tochter ECE, die vermietet die Gebäude an die Hermes Germany GmbH.

In der blauen gut 10000 Quadratmeter großen Halle des Logistikzentrums, für die im Dezember 2016 der Spatenstich erfolgte, ist den vergangenen vier Wochen der Probebetrieb gelaufen.

Hinter dem Mitarbeiterparkplatz zeigt sich die blaue Logistik-Halle

Hinter dem Mitarbeiterparkplatz zeigt sich die blaue Logistik-Halle.

Quelle: Holger Kohl

„Wir haben alles getestet, von der Annahme der Pakete über das Sortieren bis zur Verladung in die Fahrzeuge. Etwa 20 000 unechte Sendungen sind schon über die neue Anlage gelaufen. Bis auf einige Kinderkrankheiten hat alles funktioniert“, sagt Thomas Wirth, Area Manager bei Hermes, der für die mehrere Hermes-Betriebsstätten verantwortlich ist. Bei den Probeläufen in Etzin sind im Wechsel auch viele Hermes-Mitarbeiter vom Logistikzentrum in Werder zum Einsatz gekommen. Der Standort dort wird zum 31. Januar geschlossen, so Matthias Plack.

Die voll automatisierte Sortieranlage in Etzin, die von einer holländischen Firma aufgebaut wurde,

Ein Blick ins Innere des Logistikzentrums, wo ab Montag Hochbetrieb herrschen wird

Ein Blick ins Innere des Logistikzentrums, wo ab Montag Hochbetrieb herrschen wird.

Quelle: Holger Kohl

sei nicht nur effektiv, sondern auch besonders leise. „Man kann sich bei vollen Betrieb normal unterhalten“, erklärt Thomas Wirth.

Für Privatkunden wird es zudem möglich sein, im Eingangsbereich des Areals in einem Paketshop eigene Sendungen aufzugeben oder abzuholen. Dort ist praktisch 24 Stunden geöffnet, weil das Logistikzentrum rund um die Uhr besetzt ist.

Gearbeitet werde in Etzin zunächst in zwei Schichten an fünf Tagen die Woche, ab Frühjahr 2018, so die Pläne, soll die Sechs-Tage-Woche und auch der Drei-Schicht-Betrieb eingeführt werden. Die Mitarbeiter im gewerblichen Bereich, im wesentlichen sind das Logistiker und Sortierer an den Förderbändern, erhalten bei Hermes einen Stundenlohn von 10,50 Euro, Leute mit Ausbildung 11,40 Euro. Für Nachtschichten kommt ein Zuschlag von 50 Prozent hinzu, so Plack. Derzeit werden noch etwa 40 bis 50 Leute gesucht (030/5173310-532).

Bei Hermes ist man erfreut darüber, dass sich in Sachen Verkehrsberuhigung verbunden mit dem Bau einer Umgehungsstraße für Wernitz eine Lösung andeutet, sagt Matthias Plack. „Wir unterstützen alle diesbezüglichen Anstrengungen des Landkreises Havelland und der benachbarten Kommunen Nauen, Ketzin und Wustermark.“

Von Jens Wegener

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