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Havelland Neues Hilfsprojekt für Gambia
Lokales Havelland Neues Hilfsprojekt für Gambia
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09:54 28.03.2018
Elke Dartsch (l.) mit „Opa“, dem Bürgermeister von Kitty, und Mitgliedern des Vereins Hand in Hand. Quelle: Hand in Hand
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Göttlin

Dass Elke Dartsch aus Göttlin enge Beziehungen zu dem Dorf Kitty in Gambia pflegt, dürfte inzwischen bekannt sein. Zuletzt hatte sie mit weiteren Mitstreitern dazu aufgerufen, Orangenbäume zu spenden, um zahlreichen Familien in Kitty dabei zu helfen, sich eine eigene Existenz aufzubauen. Mehr als 180 Orangenbäume gedeihen inzwischen Dank hilfsbereiter Havelländer im ersten großen Gemeinschaftsgarten in Kitty. Nun soll ein zweiter Garten folgen.

„Die erste Ernte wurde bereits eingefahren und nach anfänglicher Skepsis wissen die Menschen in Kitty jetzt, dass es sich lohnt, ein eigenes Beet anzulegen“, berichtet Elke Dartsch. Seit knapp zwei Jahren pflegt sie einen engen Kontakt zum Verein „Hand in Hand“, der verschiedene Projekte in Gambia realisiert.

98 Familien stehen auf der Wartelist für ein Beet

Derzeit haben rund 80 Familien ein eigenes Beet, weitere 98 Familien stehen auf der Warteliste. Um auch ihnen den Wunsch, nach einem Beet zu erfüllen, wird der Verein „Hand in Hand“ nun in Zusammenarbeit mit den Dorfbewohnern eine zwei Hektar große Fläche in Gartenland verwandeln. Das Land haben die Dorfältesten bereits zur Verfügung gestellt. Nun gilt es die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. Dazu gehört unter anderem der Bau eines zusätzlichen Brunnens.

1000 Euro sind nötig, um die Bohrung und die Pumpe zu finanzieren. Geld, das die Menschen in Kitty nicht haben. Deshalb möchte Elke Dartsch helfen. Unter dem Motto „1000 Tropfen sind ein Brunnen“ sammelt sie Spenden. Die Idee dahinter: „Wenn 1000 Menschen einen Euro geben, können davon in Kitty rund einhundert Familien Obst und Gemüse anbauen und sich selbst versorgen“, so Dartsch.

Kinder aus Kitty zeigen stolz die Orangenbäume, die von Havelländern finanziert wurden und nun ihren Familien eine reiche Ernte bescheren sollen. Quelle: Hand in Hand e.V.

Am Samstag werden Katja Dartsch, die auch Vorsitzende des Fördervereins Spatzennest ist, und weitere Mitstreiter ab 10 Uhr mit Elke Dartsch auf dem Rathenower Stadtfest präsent sein und für die neue Aktion werben. Zum Jahresende soll dann der Brunnen gebaut werden.

Elke Dartsch ist davon überzeugt, dass das Gartenbauprojekt und das Engagement des „Hand in Hand“-Vereins insgesamt echte Hilfe zur Selbsthilfe ist. Das bewies auch kürzlich der Besuch des Bürgermeisters von Kitty. Drei Wochen war er zu Gast in Deutschland. Vereinsmitglieder zeigten ihm unter anderem ein Altersheim, eine Moschee, eine Unterkunft für Obdachlose und auch ein Flüchtlingsheim, in dem er auf einen jungen Mann aus Kitty traf.

Obwohl in Gambia niemand glaubte, dass er freiwillig zurückkehren würde, stieg der junge Mann, den in Kitty alle nur „Opa“ nennen, sichtlich erleichtert in den Flieger Richtung Heimat. „Er hat gelernt, dass Geld hier nicht auf Bäumen wächst und er in unserer Kultur nicht glücklich werden kann. Nun ist er eifrig dabei, seine Landsleute aufzuklären und den Familien klar zu machen, dass sie ihre Kinder nicht nach Europa schicken sollen“, berichtet Elke Dartsch.

Kerstin Gebhardt, die Vorsitzende des Vereins „Hand in Hand“, ist regelmäßig zu Gast in Kitty. Ihr Ziel ist es, den Menschen in Gambia ein menschwürdiges Leben zu ermöglichen. Nicht mit Geschenken, sondern mit Hilfe zur Selbsthilfe. Quelle: Hand in Hand e.V.

Von Christin Schmidt

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