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Neues Projekt im Naturheildorf

Liepe im Havelland Neues Projekt im Naturheildorf

Lernen und leben im Kuhstall: Im Naturheildforf Liepe entsteht das nächste Gebäude für Heilpraktiker und Seminare. Mit großem Bahnhof feierte man am Mittwochnachmittag Richtfest. Weitere Initiativen stehen an.

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Die Richtkrone schwebt über dem Gebäude.

Quelle: Norbert Stein

Liepe. Das Projekt wächst weiter. In dem 150 Einwohner zählenden und mitten im Luch gelegenen Liepe entwickelt sich ein ansehnliches Zentrum der Naturheilkunde im Havelland. Dafür sorgt das Gesundheitshaus Metatron mit vielfältigen Angeboten. Am Mittwochnachmittag feierte man Richtfest für eine neue Facette.

Seit mittlerweile neun Jahren nutzt die Leiterin und Metatron-Geschäftsführerin Bärbel Prenzel-Hermansen mit ihrem Team das Bredowsche Gutshaus für Praxen, Ausbildung und Seminarangebote. Aus vielen Bundesländern und dem Ausland kommen Menschen zur naturheilkundlichen Behandlung und gesundheitlichen Vorsorge nach Liepe. Heilpraktiker, Psychologen, Theologen, Yogalehrer, Erzieher arbeiten im und um das Gesundheitszentrum.

Insgesamt 15 Fachkräfte rund um die Naturheilkunde sind seit der Eröffnung nach Liepe gekommen oder in ein Nachbardorf gezogen. Es werden noch mehr, weil immer mehr Menschen die Angebote nutzen.

Geschäftsführerin Bärbel Prenzel-Hermansen (links) freut sich über den Baufortschritt

Geschäftsführerin Bärbel Prenzel-Hermansen (links) freut sich über den Baufortschritt.

Quelle: Norbert Stein

Weil dafür der Platz nun nicht mehr reicht, ist der Gutshof seit Monaten eine große Baustelle. Ein ehemaliger Kuhstall wird von Grund auf saniert, umgebaut und aufgestockt. Der Rohbau steht, nun hängt die Richtkrone über dem 60 Meter langen und 13 Meter breiten Zweigeschosser. Um- und ausgebaut wird der Stall zu 14 Wohnungen und zwei großen Seminarräumen zur Ausbildung von Heilpraktikern und weiteren Angeboten rund um die Naturheilkunde. „Zum Jahresende soll der Innenausbau abgeschlossen und das Gebäude bezugsfertig sein“, sagte der Brandenburger Architekt Thomas Schlicht beim Richtfest.

Die Ente braucht Ruhe

Beginnen sollte das Richtfest eigentlich im Gutspark am Teich. Weil auf dem Teich aber eine Ente brütet, verlegte man den Auftakt auf den Rasenplatz vor dem Stallgebäude. „Wir errichten etwas Großes“, begrüßte Bärbel Prenzel-Hermansen die Gäste. Groß sei nicht nur das Gebäude, sondern auch die am Bau beteiligte Gemeinschaft. Sie dankte den Handwerkern für die bisher geleistete Arbeit, dem Amt Nennhausen und der Feuerwehr Liepe für ihre Unterstützung und den Lieper für ihr Verständnis, denn der Bau sei auch mit Einschränkungen für den Ort verbunden.

Der Aktionschor Liepe unter Leitung von Kirsti Bartsch umrahmte das Richtfest musikalisch

Der Aktionschor Liepe unter Leitung von Kirsti Bartsch umrahmte das Richtfest musikalisch.

Quelle: Norbert Stein

„Die Menschen sind materiell eingestellt und vergessen dabei ihren Körper“. mahnte Bärbel Prenzel- Hermansen Liebe. Es gelte, sich zu achten und der Gemeinschaft im Leben genügend Raum zu geben. Das neue Haus soll so eine Stätte sein. Der Aktionschor Liepe unter Leitung von Kirsti Bartsch sang „Ohne Erde können wir nicht leben“ und Zimmerleute trugen den mit 16 verschiedenen Pflanzen verzierten Richtkranz auf den Platz.

Gebunden hatten den Richtkranz die „Metatron-Kräuterfrauen“. Die Bedeutung jeder einzelnen Pflanze erläuterte Ines Schönberg und nannte zum Beispiel Rosmarin als eine Klarheit, Lust und Klarheit bringende Kräuterart.

Die letzten sieben Nägel ins Gebälk geschlagen

Bevor die Zimmerer den Richtkranz auf das Dach brachten, flochten die Gäste noch Bänder um die Pflanzen, als persönliche Glücksbringer. „Glück und Segen“ wünschte dem Bau auch Zimmermannsmeister Andreas Kreusch mit seinem Richtspruch. Das Team des Gesundheitszentrums schlug die letzten sieben Nägel ins Gebälk. Dazu brauchten sie schon eine Weile und so sang der Chor dazu mehrmals „Wer will fleißige Handwerker sehen“.

Saniert und neu hergerichtet wird derzeit auch das alte Gutshaus für naturheilkundliche Gemeinschaftspraxen und einen Frisörsalon. Anfang 2018 sollen die Arbeiten am alten Gutshaus abgeschlossen sein. Die Slawenburg im Gutspark ist die dritte Baustelle auf dem Anwesen mitten im Dorf. Der Nachbau einer Slawenburg bekommt eine neue Verschalung und wird am 15. Juli beim Storchenfest im Gutspark eröffnet.

Von Norbert Stein

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