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Havelland Neues Rathaus: Alle unter einem Dach
Lokales Havelland Neues Rathaus: Alle unter einem Dach
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02:15 05.05.2017
Bauleiter Chris Purschwitz erhob sein Glas auf den neuen Verwaltungssitz. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Dallgow-Döberitz

Pfeifend weht der nasskalte Wind durch den Rohbau des neuen Dallgower Rathauses. Die ersten Fenster sind verbaut, der lichtdurchflutete Innenhof lässt sich bereits erahnen. Neugierig nahmen Mitarbeiter der Verwaltung ihren künftigen Arbeitsplatz in Augenschein. Andächtig sprach Bauleiter Chris Purschwitz von der Firma Elster Bau aus Wittenberge ihnen beim Richtfest am Dienstagnachmittag viel Glück in den neuen Räumlichkeiten aus und zerschmetterte feierlich sein Glas. „Der Rohbau steht, unsere Arbeit ist getan und wir liegen gut in der Zeit“, so der gelernte Maurer. Tonnenweise Beton und etliche Tonnen Stahl sind in der Dallgower Wilmsstraße bereits verbaut worden. 30 Tonnen Stahl hätten gespart werden können, hätte die Kommunikation besser geklappt.

Noch geht es sehr luftig im neuen Dallgower Verwaltungssitz zu. Quelle: Tanja M. Marotzke

24 Büroräume

Trotzdem muss noch viel passieren, bis die 24 Büros, die Besprechungsräume und der große Saal bezugsfertig sind – Anfang des nächsten Jahres könnte es bereits soweit sein. „Dann ist die gesamte Verwaltung endlich unter einem Dach“, freute sich Dallgows Bürgermeister Jürgen Hemberger (Freie Wähler). „Gespräche darüber, dass ein neues Rathaus gebraucht wird, wurden schon vor meiner Zeit als Bürgermeister geführt. Schön, dass nun endlich etwas passiert ist“, so Hemberger.

Derzeit ist die Dallgower Verwaltung an insgesamt drei Standorten untergebracht. Bemerkbar machte sich der Platzmangel bereits Mitte der 1990er-Jahre, erinnert sich Ordnungsamtsleiter Peter Kristke. „Damals hat man hinter dem jetzigen Verwaltungssitz Container aufgestellt. Dann fing man an, nach und nach Räumlichkeiten anzumieten“, so Kristke. „Derzeit stapeln sich unsere Mitarbeiter quasi in ihren Büros. Auszubildende können wir schon seit längerer Zeit nicht mehr unterbringen“, sagt der Ordnungsamtsleiter. Das soll sich ab dem kommenden Jahr ändern. „Dann wollen wir bereits mindestens einen Lehrling ausbilden. Wir brauchen ganz dringend Nachwuchs“, so Peter Kristke.

Jahrelange Diskussionen haben sich gelohnt

Vor allem der stetige Zuzug brachte der Verwaltung immer neue Aufgaben. Das alte Rathaus, von dem aus die Geschicke der Gemeinde seit den 1930er-Jahren gelenkt wurde, platze schon lange aus allen Nähten. Kurze Wege und eine bessere Kommunikation erhofft sich Jürgen Hemberger nun von dem neuen, repräsentativen Bau: „Die besten Gespräche – auch die dienstlichen – passieren nun mal auf den Fluren.“ Jahrelange Diskussionen über Standort, Größe und sonstige Faktoren hätten sich gelohnt.

Ein zähes Ringen um Lösungen innerhalb der Gemeindevertretung war dem Architektenwettbewerb vorausgegangen, den das Büro Lieb+Lieb aus Freudenstadt (Baden-Württemberg) mit seinem 2015 eingereichten Entwurf für sich entscheiden konnte. Ein offener Innenhof, der Treppenhaus und Foyer des insgesamt rund 5,9 Millionen Euro teuren Dallgower Rathauses erleuchten soll, ist künftig das Highlight des Verwaltungsgebäudes. Große Fenster geben dem zweigeschossigen Flachbau einen gläsernen Charakter. Ein begrüntes Dach und ein großzügiger Rathausvorplatz betten das Gebäude in die vorhandene Natur ein. Auf dem geplanten Parkplatz soll es Ladestationen für Elektroautos und -fahrräder nach den neusten Standards geben.

Von Laura Sander

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