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Havelland Neues Rathaus soll am Bahnhof entstehen
Lokales Havelland Neues Rathaus soll am Bahnhof entstehen
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02:15 11.03.2017
Der nördliche Bahnhofsvorplatz, der sein Gesicht künftig auch verändern soll. Quelle: Andreas Kaatz
Brieselang

Wer mit dem Zug das erste Mal nach Brieselang kommt und dort praktisch mitten im Ort aussteigt, kommt nicht unbedingt ins Schwärmen. „Man hat derzeit den Eindruck, dass man irgendwo im Randbereich ausgesetzt wird“, sagte CDU-Fraktionschef Michael Koch im Gemeindeentwicklungsausschuss. Mit dem Masterplan, der Ende März beschlossen wird, soll sich dies in den nächsten Jahren ändern. „Damit wird die Aufenthaltsqualität am Bahnhof steigen“, ist sich Koch sicher.

Was ist geplant? Südlich des Bahnhofs sieht der Plan unter anderem die Errichtung eines neuen Rathauses vor. Vorgesehen ist dafür das Grundstück, auf dem sich derzeit noch der Plattenbau RE 80 befindet und für das auch schon jetzt Baurecht besteht. Bei einer Variante könnte die Gemeindeverwaltung künftig in eines von zwei Turmhäusern einziehen, die beide einen Eingangsbereich Richtung Markt bilden sollen.

Die zweite Variante sieht ebenfalls ein Rathausgebäude in dem Bereich vor, statt der Torhäuser jedoch als Blickfang einen Rundbau. Fürs Rathaus soll die Verwaltung jetzt Finanzierungsmodelle vorlegen. Entlang der Bahnstrecke, wo sich jetzt Garagen befinden, könnten Geschäftshäuser mit Wohnungen entstehen. Nördlich des Bahnhofs sind ein Multifunktionsgebäude und ein Geschäftshaus denkbar. Auf beiden Seiten der Bahn sind Parkplätze und Fahrradanlagen vorgesehen.

Die Parkplätze waren auch Thema in der Diskussion. Wie Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) sagte, habe er viele Nachfragen von Bürgern, die sich mehr davon wünschen. Eine Lösung könnten die im Masterplan angedachten Parkhäuser sein. Die wären für die Nutzer aber mit Kosten verbunden. „Es würde dann eine Bewirtschaftung geben“, machte Garn deutlich.

Keine Zustimmung fand ein Vorschlag des sachkundigen Einwohners Ingo Gast, der das neue Rathaus gern am jetzigen Standort der Kita Regenbogen sehen würde. Doch wie Garn sagte, wäre dies zu weit weg, könnte für die Geschäftsleute am Markt zu Einbußen führen. Die hätten nämlich festgestellt, dass viele, die ins Rathaus gehen, am Markt einkaufen.

Das konnte auch Ralf Heimann (IBB) nachvollziehen, sprach vom „optimalen Rathausstandort“ an der Bahn. Ansonsten aber äußerte er jede Menge Kritik. Ein Beispiel: Die geplanten Geschäftshäuser mit Wohnungen, die südlich der Bahn anstelle der Garagen gebaut werden könnten. „Da entsteht zusätzlicher Parkplatzbedarf durch die Leute, die da wohnen werden.“ Doch schon jetzt herrsche in dem Bereich Parkplatzknappheit. Der Masterplan sollte sich generell mehr an der Realität orientieren, so Heimann.

Einen Katalog der IBB mit Fragen zur Umsetzung des Plans, die die Verwaltung bis Juli beantworten sollte, lehnte der Ausschuss aus formalen Gründen ab. Zuvor hatte das Planungsbüro Szamatolski+Partner betont, dass es sich bei dem Plan nur um ein Leitbild für die städtebauliche Entwicklung handle. Laut Sabine Cory (BFB) enthalte der Plan Pakete, die man mittel- bis langfristig angehen kann.

Von Andreas Kaatz

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