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Havelland Neues Schild verbannt Raser endlich auf die B 5
Lokales Havelland Neues Schild verbannt Raser endlich auf die B 5
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00:17 22.04.2017
In Elstal bleibt es auch mit dem neuen Schild eng. Große landwirtschaftliche Maschinen schlängeln sich durch parkende Autos. Quelle: Weiler
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Rohrbeck/Elstal

Durchfahrt verboten, aber! Ein neu geschaffenes Verkehrsschild könnte endlich zur Beruhigung des Verbindungsweges zwischen dem Dallgower Ortsteil Rohrbeck und dem Wustermarker Ortsteil Elstal beitragen.

Land kann Schild entwerfen

Und dabei hieß es zuletzt, dass ein solches Schild nicht so einfach auf diesen speziellen Fall zugeschnitten werden könne. „Es ist Sache des Landes, wie jetzt die Diskussion zur Problematik im Petitionsausschuss des Bundestages ergab. Das Land hat sehr wohl die Möglichkeit ein Schild für diesen speziellen Fall zu entwerfen“, informiert Hans-Peter Pförtner (Freie Wähler), Vorsitzender des Dallgower Verkehrsausschusses. Lediglich Zusatzzeichen seinen nicht möglich, wohl aber ein Zusatz in Textform.

So könnte das runde „Durchfahrt-Verboten“-Schild in weiß-rot mit dem Text „Durchfahrt für landwirtschaftliche Maschinen und Kleinstfahrzeuge bis Tempo 60 erlaubt“ ergänzt werden und damit den Kreis derer begrenzen, die den Verbindungsweg künftig nutzen dürfen.

Richtige Beschilderung fehlte bislang

Dieser sorgt in den beiden Gemeinden seit Jahren für Gesprächsstoff. Ursprünglich war der Weg, der rund 3,50 Meter breit ist, nur für diejenigen Fahrzeuge ausgelegt, die aufgrund ihrer schwachen Motorleistung die B 5 nicht befahren dürfen. Tatsächlich fehlte es jedoch an der richtigen Beschilderung und somit wird die Verbindungsstrecke seit jeher von allen Verkehrsteilnehmern gleichermaßen genutzt.

Neben Traktoren, Mopeds, Fahrradfahrern und Reitern sind das täglich eben auch mehrere hundert Autofahrer, die sich die Auffahrt auf die Bundesstraße sparen wollen. Sie rasen mit deutlich höheren Geschwindigkeiten vom einen Ort zum anderen, als es das vorgeschriebene Tempolimit 30 erlaubt. Die Rohrbecker ärgern sich über den starken Durchgangsverkehr, die Anwohner der Elstaler Siedlung „Zum Hakenberg“ haben das gleiche Problem und kämpfen zudem mit den großen landwirtschaftlichen Maschinen, die sich durch die Siedlung fädeln. Immerhin könnte sich mit dem neuen Schild nun eines der beiden Probleme in Luft auflösen.

Zusammenarbeit mit umliegenden Gemeinden

„Trotzdem müssen wir in Zukunft stärker mit Wustermark zusammenarbeiten, was den Verkehr betrifft. Schließlich stehen uns einige große Bauvorhaben bevor, die den Verkehr auch nach Dallgow bringen“, so Pförtner. Sei es nun das Wohnbauprojekt im Olympischen Dorf, das neue Großprojekt von Karls, eine mögliche Erweiterung des GVZ in Brieselang oder des Elstaler Outletcenters. „Wir müssen die Entwicklung im Blick behalten und uns mit unseren umliegenden Gemeinden besser abstimmen. Der Verkehr aus Berlin nimmt weiter zu und führt eben immer an uns vorbei“, so der Vorsitzende des Verkehrsausschusses.

In Zukunft sei zu prüfen, ob die Gemeinde Forderungen in Sachen Lärmschutz stellen könne. Mit Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) sei Hans-Peter Pförtner bereits im Gespräch, er könne sich zudem eine gemeindeübergreifende Arbeitsgemeinschaft zum Thema vorstellen. „Es wird höchste Zeit sich besser abzustimmen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten“, so Pförtner.

Von Laura Sander

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