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Havelland Gemeinde spricht sich für Sporthalle aus
Lokales Havelland Gemeinde spricht sich für Sporthalle aus
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17:28 28.02.2018
Wo jetzt noch Bäume und Gestrüpp die Sicht auf die Heinz-Sielmann-Oberschule einschränken, sollen die neue Grundschule und die Sporthalle stehen. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Wustermark/Elstal

Der Leiterin der Elstaler Heinz-Sielmann-Oberschule Christine Scharschmidt fielen mehrere Steine vom Herzen, als die Wustermarker Gemeindevertreter Dienstagabend um 20.50 Uhr über die Varianten für das geplante Schulzentrum Elstal abgestimmt hatten.

Eine Vorentscheidung für den Bau einer Sporthalle in Elstal (Havelland) ist gefallen. Die Wustermarker Gemeindevertreter sprachen sich für eine Dreifeldhalle aus. Allerdings ist man auf Zuschüsse vom Land abhängig. Der Bau soll bis zu sechs Millionen Euro verschlingen.

Zwölfmal Ja und viermal Nein – so das Ergebnis für den Bau einer Dreifeldsporthalle. „Alles andere wäre eine Entscheidung rückwärts gewesen. Bei solche einem wichtigen Vorhaben für die Zukunft der Schullandschaft der Gemeinde darf man nicht kleinlich sein und muss vorausschauend denken“, sagte sie. Eine Ganztagsschule verlange auch mehr Sportangebote.

15 Millionen Euro müssen für den Campus investiert werden

Die Diskussion am Dienstagabend und zuvor in den Fachausschüssen ging nicht mehr um den Schulcampus an sich. Dass eine zweizügige Grundschule in Elstal, plus Hort und Mensa, gebraucht wird, weil die Schülerzahlen in der Gemeinde Wustermark förmlich explodieren, darüber herrscht quer durch die Fraktionen Einigkeit.

„Unstrittig ist auch die Notwendigkeit einer Sporthalle. Die Frage ist nur, ob wir uns die Maximalvariante leisten können, wenn wir in nächster Zeit 15 Millionen für die anderen Gebäude auf dem Campus aufbringen müssen“, hatte Tom Karrey (Grüne) zu Bedenken gegeben.

Sind die Foglekosten zu hoch?

Er wies zudem auf die Folge- und Unterhaltungskosten für die später drei Hallen in der Gemeinde – eine neue Sporthalle entsteht neben der Grundschule Wustermark und eine kleine Halle gibt es in der Rudi-Nowak-Straße in Elstal, in der jetzt der Schulsport stattfindet – hin.

Seinen Angaben zufolge würden diese Kosten sich insgesamt auf jährlich etwa 750 000 Euro belaufen. Eine Summe, die Kämmerin Andrea Harksel für „viel zu hoch“ einstufte.

Eine 60- bis 75-prozentige Förderung ist möglich

Unabhängig von den Folgekosten appellierte der gerade wiedergewählte Bürgermeister eindringlich für die Dreifeldhalle. „Die Chance auf Fördermittel war noch nie so hoch wie jetzt. 60 bis 75 Prozent sind möglich. Das sollten wir versuchen“, so Holger Schreiber (parteilos).

Linken-Politiker Tobias Bank erinnerte an die derzeit unbefriedigende Situation für die Elstaler Oberschüler, die jedesmal zehn Minuten durch den Ort laufen müssen, um zu der viel zu kleinen Halle in der Rudi-Nowak-Straße zu kommen.

„Wenn später Grundschüler und Oberschüler auf dem Campus unterrichtet werden, sollte der Schulsport auf dem Gelände in einer großen Halle möglich sein.“

Kosten betragen mehr als sechs Millionen Euro

Die Kosten betragen für eine große Halle etwa 6,4 Millionen Euro, bei der kleinen sind es etwa 4,4 Millionen Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde Wustermark würde maximal bei 2,6 Millionen Euro für die Dreifeldhalle und 1,8 Millionen für die Zweifeldhalle liegen.

Bis Ende März muss die Gemeinde Wustermark entsprechende Förderanträge ans Brandenburger Bildungsministerium schicken. „Wir rechnen noch im April mit der Information, ob unser Schulzentrum gefördert wird und mit wie viel Prozent“, sagte Uwe Schollän von der Gemeindeverwaltung.

„Klar ist, wenn die Förderung deutlich unter 60 Prozent liegen sollte, werden wir in der Gemeindevertretung noch mal über die Sporthalle reden müssen“, ergänzte Holger Schreiber.

Stellplätze für Autos und Räder

Im jetzt vorliegenden und beschlossenen Grobkonzept für den künftigen Schulcampus Elstal sind die Plätze für die Sporthalle und die anderen Gebäude wie Grundschule, Hort, Schulhof und Mensa festgelegt. Bei der Sporthalle sei es darauf angekommen, dass sowohl die Grundschüler als auch Oberschule kurze Wege hätten, so die Planerin.

Deshalb habe sich ein Standort zwischen beiden Schulteilen angeboten. Außerdem wurde darauf geachtet, die Halle an den Außenbereich des 4,4 Hektar großen Areals in Richtung Maulbeerallee zu legen, weil dann eine bessere Zufahrt der Busse, der Schüler mit Fahrrädern und der Eltern möglich ist, die ihre Kinder bringen oder abholen.

Stellplätze neben der Sporthalle

An zwei Seiten neben der künftigen Sporthalle werden mehrere Stellplätze angelegt, so dass Mitglieder von Vereinen, die abends die Halle nutzen werden, problemlos ihre Fahrzeuge abstellen können.

Einig sind sich die Wustermarker Gemeindevertreter, die kleine Halle in der Rudi-Nowak-Straße in Elstal, die derzeit saniert wird, künftig für den Freizeit- und Vereinssport zur Verfügung zu stellen.

Von Jens Wegener

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