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Havelland Theaterprojekt: Amateure aus der Region machen mit
Lokales Havelland Theaterprojekt: Amateure aus der Region machen mit
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21:13 21.02.2018
Produktionsleiter Wolfram Scheller (r.) im Gespräch mit potenziellen Mitwirkenden beim Theaterprojekt. Quelle: Wolfgang Balzer
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Ketzin/Havel

Es wird das erste große Gemeinschaftsprojekt des freien Theaters theater.land mit der Stiftung Paretz. Regisseur Boris von Poser inszeniert das Stück nach dem Roman „Sommer in Brandenburg“ von Urs Faes.

Uraufführung ist am 31. August in der Paretzer Scheune. Neben professionellen Schauspielern werden Amateure aus der Region mitwirken. Mehr als 20 Interessenten für die zehn Rollen trafen sich Freitagabend mit Produktionsleiter Wolfram Scheller zu einem ersten Gespräch.

Der Roman von Urs Faes spielt im Sommer 1938 mitten auf dem Land in Brandenburg. Nach Informationen von Scheller geht es im Theaterstück um die Liebe des jungen Hamburgers Ron und der jungen Wienerin Lissy, die sich in einem sogenannten Hachschara-Landwerk treffen, von denen es zu dieser Zeit in Brandenburg 15 gab.

Gemeinsam mit anderen Jugendlichen lernen sie dort alles, was nach ihrer Ausreise für den Neuanfang in Palästina notwendig ist: Landwirtschaft, Viehzucht, hebräisch, aber auch das Leben und die Arbeit im Kollektiv. Trotz der straffen und ungewohnten Ausbildung genießen die Jugendlichen im Landwerk eine unbeschwerte und heitere Zeit in einer großen Gemeinschaft, schilderte der Projektleiter die Hintergründe des Stückes.

Der zunehmende Terror und Rassenwahn des NS-Regimes machten aber vor der ländlichen Idylle nicht halt. „So sehr man es sich wünscht, ein Happy End für Lissy und Ron und allen die anderen, die nicht ausreisen können, bleibt aus“, erklärte Scheller den potenziellen Amateurdarstellern die schauspielerisch zu meisternde Situation.

Von Ende Februar bis Anfang Juni werden sie proben. Ab Mitte August folgen intensive Endproben der Profis gemeinsam mit den Amateuren. Am 31. August ist Premiere in der Paretzer Scheune. Weitere Vorstellungen sind dort für den 1. und 2. sowie für den 7. und 8. September geplant.

Die 15 Hachschara-Landwerke in Brandenburg wurden vom jüdischen Hechaluz-Verband bis Ende der 30er/Anfang der 40er-Jahre betrieben. Die Nazis haben die meisten geschlossen oder in Zwangsarbeiter-Lager umgewandelt. Eine Ausreise nach Palästina war ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Es folgten Deportationen in die Konzentrationslager.

Von Wolfgang Balzer

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