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Havelland Neues Wohngebiet in Ketzin geplant
Lokales Havelland Neues Wohngebiet in Ketzin geplant
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21:45 22.03.2016
In der Nähe der Silos soll da Wohngebiet entstehen. Quelle: R. Gräbnitz
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Ketzin/Havel

Knapp 6500 Menschen leben derzeit in der Havelstadt Ketzin und den vier Ortsteilen. Geht es nach den Wünschen eines Investors, würden es bald 200 mehr sein. Geplant ist ein neues Wohngebiet zwischen der Brandenburger Chaussee und der Nauener Straße, unweit des Kraftfuttermischwerkes.

Auf einer Fläche von etwa 30 000 Quadratmetern sollen bis zu 20 Einfamilienhäuser und acht Geschossbauten mit mehreren Einheiten entstehen. Dazu Räume für Gewerbetreibende. Der Eigentümer des Areales „Die neuen Wiesen“ beauftragte die Entwicklungsgenossenschaft 1st Development aus Schönefeld damit, eine Studie für das Grundstück zu erstellen. Erste Ideen wurden im jüngsten Bauausschuss vorgestellt.

„Es reicht oft nicht mehr aus, nur ein neues Wohngebiet auszuweisen und auf kaufwillige Neubürger zu warten. So planen wir in Kooperation mit den kommunalen Behörden, regional angesiedelten Unternehmern und anderen Interessengruppen ein umfassendes Konzept für die Entwicklung zu erarbeiten“, erklärte Roland Krüger, Vorstand der 1st Development. Im Kern werde es eine Mischung von multifunktionalen Gebäuden und Einfamilienhäusern, wobei vier Geschosswohnungsbauten für pflegebedürftige Menschen vorgesehen sind. Auch von einer Kita und Gastronomie ist die Rede. Die Grundstücksgrößen würden bei 300 bis 400 Quadratmetern liegen, die Wohnfläche zwischen 100 und 200 Quadratmetern, so Krüger.

Aus Sicht der Planer ist die Lage des Areals „mit hervorragender Erreichbarkeit eines Supermarktes und der Tankstelle auf der einen Seite und direktem Zugang zum Waldgebiet auf der anderen Seite“ günstig. Wobei genau dabei einige Bauausschussmitglieder Bauchschmerzen bekamen. „Den geringen Abstand zu den riesigen Getreidespeichern sehe ich als Gefahr“, meinte Eckehard Roß (Freie Wähler Etzin). In der Vergangenheit hatte es bei möglichen Bauvorhaben in Ketzin immer wieder Probleme mit dem Abstand zu den Silos gegeben. Wobei Bauamtsleiterin Sabine Pönisch noch eine ganz andere Hürde ansprach: „Die Landesplanung Berlin-Brandenburg hat für Kommunen wie Ketzin bestimmte maximale Wachstumsvorgaben bezüglich der Einwohnerzahlen gemacht. Das sollte geklärt werden, bevor die Planungen beginnen.“

Nach den Festlegungen des Landesentwicklungsplanes Berlin-Brandenburg sei in Ketzin/Havel die Entwicklung von Wohnsiedlungsflächen durch Innenentwicklung oder im Rahmen der zusätzlichen Entwicklungsoption möglich“, sagt Petra Dribbisch, Sprecherin des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung. Im Rahmen der Innenentwicklung bestehen in Ketzin/Havel hinreichende Entwicklungsmöglichkeiten. Sofern ein Vorhaben im Außenbereich entwickelt werden soll, sei das in Ketzin/Havel nur noch begrenzt möglich. Die Vereinbarkeit dieses Vorhabens mit den Vorgaben des Landesentwicklungsplanes werde aktuell geprüft.

Keine Begeisterungsstürme löste bei den Ketziner Ausschussmitgliedern die von Architekt Marc Wieneke vorgestellte Form der Geschossbauten und Einfamilienhäuser aus: „Hypermodern“, „unpassend“ und „futuristisch“ – so die Reaktionen. „Wir sind ein Fischerstädtchen, und das soll auch so bleiben“, meinte Doris Radtke (SPD-Fraktion). Sie regte an, die Häuser städtebaulich an die Ketziner Gegebenheiten anzupassen. „Es ist ja bisher nur eine Idee gewesen“, so Wieneke. Natürlich werde man die Planungen anpassen. Grundsätzlich aber befürwortete der Bauausschuss das Vorhaben „Die neuen Wiesen“. Wenn sich die Stadtverordneten dem anschließen und die Landesplanung keine Einwände hat, würde das Planungsbüro loslegen.

Von Jens Wegener

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